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Aus dem Freiburger Abwasser wird Biogas

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Autor: Nicole JEgerlehner

Freiburg Seit vierzehn Jahren drehen sich in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) der Stadt Freiburg unermüdlich drei Gasmotoren: Sie produzieren aus dem Biogas, das aus dem Klärschlamm entsteht, Strom und Wärme für die ARA (siehe auch Kasten). Nun müssen die Motoren ersetzt werden. Dafür investiert die Stadt Freiburg knapp 1,5 Millionen Franken. Gleichzeitig investiert auch Frigaz: Der Freiburger Erdgas-Verteiler baut auf dem Gelände der ARA eine Anlage, welche das Biogas aus dem Klärschlamm veredelt. So kann das Gas in das Netz von Frigaz eingespiesen werden. Zwei Millionen Franken gibt Frigaz dafür aus; im Februar des nächsten Jahres soll die Anlage laufen.

Billigere Motoren

Die Abwasserreinigungsanlage wird dabei auch weiterhin Strom und Wärme aus der Gasanlage gewinnen; jedoch wird die Energiebilanz verbessert. «Die Motoren laufen rund um die Uhr», sagte Stadt-Ingenieur Philippe Dreyer gestern vor den Medien. Sie produzierten dauernd Strom und Wärme. «Das ist im Winter gut, doch im Sommer verlieren wird so rund 30 Prozent der Wärme.» Mit der neuen Anlage könne der Verbrauch an Wärme und Strom angepasst werden. «Weil die neuen Motoren zudem leistungsstärker und gleichzeitig im Unterhalt billiger sind, lohnt sich die Investition auch finanziell, nicht nur aus ökologischen Gründen», sagte Dreyer. Durch die Veredelung des Gases gelangt auch weniger Kohlenstoffdioxid in die Umwelt. «Auch das verbessert die Umweltbilanz der ARA», so Dreyer. Und Jean-Bourgknecht, Baudirektor der Stadt Freiburg, fügte an: «Wir wollen so viel Energie lokal produzieren wie möglich.»

Frigaz gewinnt aus der ARA künftig acht Millionen Kilowattstunden Energie; das entspricht 800000 Litern Benzin oder Heizöl. Dieses Gas wird ins Erdgasnetz eingespiesen und dann als Heizmaterial an Hausbesitzer verteilt oder als Treibstoff für Hybridfahrzeuge benutzt.

Zwei neue Tankstellen

Heute betreibt Frigaz eine einzige Tankstelle mit Erdgastreibstoff; sie ist in Granges-Paccot zu finden. «Wir planen zwei neue Tankstellen in Bulle und in Payerne», sagte Stéphane Maret, Direktor der Frigaz AG. Er kann sich auch vorstellen, dass künftig einige Busse der Freiburgischen Verkehrsbetriebe TPF mit Erdgas betrieben werden. «Die Erfahrungen in Luzern, Bern und Lausanne zeigen, dass dies problemlos möglich ist», sagte Stéphane Maret.

Vorerst bringt das Biogas aus der Freiburger Abwasserreinigungsanlage in den Neiglen noch keine Busmotoren zum Dröhnen. Maret geht davon aus, dass die Energie aus der ARA ausreicht, um jährlich 750 moderne Einfamilienhäuser zu versorgen – oder den Treibstoff für 750 Standardautos zu liefern. «Indem wir lokal Energie produzieren, tragen wir auch etwas zur Energieunabhängigkeit bei», sagte Maret.

Ähnliche Anlage in Bern

Die neue Biogas-Aufbereitungsanlage wird innert dreier Monate aufgebaut und eingestellt. Nächste Woche wird das Baugesuch aufgelegt, und im Februar des nächsten Jahres soll die Anlage laufen. Die ARA der Stadt Bern arbeitet seit fünf Jahren mit einer ähnlichen Installation. «Wir haben uns für eine bekannte und erprobte Installation entschieden», sagte Maret.

Im Faulturm (links) gärt der Klärschlamm; das entstandene Gas strömt in den Gasometer (rechts im Bild). Und darüber wächst ein Brückenpfeiler der künftigen Poyabrücke in die Höhe.Bild Corinne Aeberhard

Zahlen und Fakten

Energie für 750 Einfamilienhäuser

17000 Kubikmeter Abwasser strömen täglich in die Abwasserreinigungsanlage (ARA) der Stadt Freiburg. Seit 1997 gewinnen drei Gasmotoren Strom und Wärme aus dem Klärschlamm. Damit werden 50 Prozent des Elektrizitätsbedarfs der ARA gedeckt. Ab 2012 wird zudem eine Anlage das Roh-Biogas veredeln, so dass es ins Naturgas-Netz von Frigaz eingespiesen werden kann. Damit werden im Jahr acht Millionen Kilowattstunden Energie gewonnen; dies deckt den Energieverbrauch von 750 modernen Einfamilienhäusern. Frigaz investiert zwei Millionen Franken in die neue Anlage. njb

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