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Aus der Weltkugel sprudelt das Wasser

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Dorfplatz mit neuem Dorfbrunnen in Plasselb

Autor: Von IMELDA RUFFIEUX

Lange hatte der Platz bei der Bushaltestelle im Dorf Plasselb nichts Attraktives mehr an sich. Die alte Remise hatte schon bessere Tage gesehen. Sie diente in früheren Zeiten als Stall für die Pächter des auf der anderen Strassenseite gelegenen Restaurants «Jäger». Einen Teil davon hatte zeitweise das Militär gemietet, um dort für die im Dorf einquartierten Truppen zu kochen. Später, als die in den Hang hineinerstellte Baute immer baufälliger wurde, dienten die Räume als Abstellplatz und Garage, zum Beispiel für das örtliche Motocross-Team. Und das Dach der Remise, von Einheimischen die «Terrasse» genannt, war ein beliebter Treffpunkt der Dorfjugend.

Ort der Begegnung

Das ist aber Geschichte. Mit der Räumung der Remise im März 2005 erhielt das Dorfzentrum Plasselb ein neues Gesicht. Das Konzept des neuen Dorfplatzes ist in Zusammenarbeit mit dem Architekten Moritz Baeriswyl ausgearbeitet worden. «Von Anfang an stand die Idee im Raum, eine Art Amphitheater zu gestalten», hielt Ammann Hervé Brügger gegenüber den FN fest. Einerseits wollte man einen Treffpunkt schaffen, andererseits sollte die Wartezone an der TPF-Haltestelle attraktiv gestaltet werden.Die runden Formen des Forums spiegeln sich auf dem ganzen Platz wieder: von der Sitzgelegenheit um die drei Bäume über die Gestalt des rollstuhlgängigen WC-Häuschens über den Informationsstand bis zur Einfassung des Brunnens.

Ein Urgestein

Die Steine des Amphitheaters stammen aus dem bündnerischen Calancatal. Es ist ein Stein, der sich bei Sonnenschein rasch erwärmt und deshalb zum Absitzen einlädt. Zudem ist er sehr witterungsbeständig und ihm können sowohl sehr hohe wie auch sehr tiefe Temperaturen nichts anhaben. Wie Hervé Brügger ausführte, können so die Unterhaltskosten sehr tief gehalten werden. Ergänzt wird das Forum einerseits mit einer Bepflanzung des Hangs sowie einem Fahnenstangen-Trio.

Genauer geografischer Standort

Der Brunnen ist von Unternehmen der Region gespendet worden und hat die Form einer Weltkugel. Diese hat einen Durchmesser von einem Meter und ist der Erdneigung entsprechend ausgerichtet. Am Standort der Schweiz bzw. dort, wo theoretisch Plasselb liegt – nämlich sieben Grad und 15 Minuten östlich von Greenwich sowie 46 Grad und 44 Minuten nördlich des Äquators – ergiesst sich der Wasserstrahl ins ebenfalls runde Becken.Die Plastik ist aus Stahl, Eisen und verzinktem Messing geschmiedet. Entworfen hat sie der Architekt Moritz Baeriswyl aus Düdingen, ausgeführt wurde sie von Erwin und Patrick Raetzo aus Plaffeien.

Aufwertung des Dorfkerns

Er habe viele positive Reaktionen auf den Dorfplatz erhalten, führte der Ammann aus. Nicht nur die einheimische Bevölkerung, sondern auch Biker, Wanderer und Spaziergänger setzen sich gerne für eine paar Minuten hin. Der Platz wertet den Dorfkern von Plasselb wesentlich auf.Die Gemeindeversammlung hat für die Neugestaltung des Dorfplatzes am 26. März 2004 einen Kredit von 220 000 Franken gesprochen. Ideal war, dass die Arbeiten gleichzeitig mit der Sanierung der Kantonalstrasse in Angriff genommen werden konnten. Die Bauarbeiten begannen im März 2005, nachdem der Kanton das Strassenbauprojekt vorher aus finanziellen Gründen mehrfach auf Eis gelegt hatte.Dank einem Einsatz der Armee konnte die alte Remise kostenlos abgerissen werden. Gleichzeitig hat die TPF die Bushaltestelle neu gestaltet. Die jetzige Lösung ermöglicht ein sicheres Aus- und Einsteigen der Passagiere. Gleichzeitig bildet die Verkehrsinsel eine weitere räumliche Abtrennung von Strasse und Dorfplatz.

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