Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Aus Freiburger Abwasser wird Biogas

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Während fünfzehn Jahren drehten sich in der Abwasserreinigungsanlage (ARA) der Stadt Freiburg unermüdlich drei Gasmotoren: Sie produzierten aus dem Biogas, das aus dem Klärschlamm entsteht, Strom und Wärme für die ARA in den Neiglen. Nun mussten die Motoren ersetzt werden. Und statt das alte System zu erneuern, entstand gleich ein neues Projekt mit einer grösseren Energieeffizienz: eine Biogasanlage. Das Gas, das beim Vergärungsprozess entsteht, wird nun vollständig in Erdgas umgewandelt.

Bessere Energiebilanz

Die Stadt Freiburg hat 1,5 Millionen Franken in die neue Anlage investiert, Frigaz zwei Millionen. Denn es war der Freiburger Erdgas-Verteiler, der die Biogasanlage auf dem Gelände der ARA erstellt hat. Das Gas wird in das Netz von Frigaz eingespeist. Gestern wurde die Anlage feierlich in Betrieb genommen.

Die neue Anlage verbessert die Energiebilanz der ARA. Mit dem alten System ging im Sommer die Wärme verloren: Die Gebäude mussten ja nicht geheizt werden. Mit der neuen Anlage jedoch verkauft die ARA ihr Biogas an Frigaz und kauft im Gegenzug die Energie ein, die sie wirklich benötigt. Und durch die Veredelung des Gases gelangt weniger Kohlenstoffdioxid in die Umwelt. «Die Anlage bringt nur Gewinner hervor», sagte Stéphane Maret, Direktor von Frigaz, gestern denn auch vor den geladenen Gästen.

Bereits neue Ideen

Auch Freiburgs Vize-Syndic Jean Bourgknecht (CVP) freute sich am Eröffnungsakt. «Wir konnten das versteckte Potenzial der ARA erschliessen», sagte er in seiner Ansprache. Die Motivation sei nun gross, noch weitere optimale Lösungen zu suchen und die ARA noch weiter aufzuwerten. Er denke dabei an das Warmwasser, das aus der ARA austrete und das für eine Fernheizung genutzt werden könnte.

Solche Projekte erfreuen Staatsrätin Marie Garnier (Grüne). «Diese Biogasanlage reiht sich bestens ein in die Energiepolitik des Staatsrates», sagte sie. Freiburg strebe die «4000-Watt-Gesellschaft» an, und um dies zu erreichen, müsse der Energiekonsum gesenkt und mehr einheimische erneuerbare Energie gewonnen werden. Genau so wie nun mit der neuen Anlage in der städtischen ARA.

Antwort auf Fukushima

Frigaz gewinnt aus der ARA acht Millionen Kilowattstunden Energie im Jahr; das entspricht 800 000 Litern Benzin oder Heizöl. Dieses Gas wird über das Gasnetz als Heizmaterial an Hausbesitzer verteilt oder als Treibstoff für Hybridfahrzeuge benutzt. «Das Biogas ist Teil der Antwort auf die Frage der Energieversorgung nach dem Atomunglück in Fukushima», sagte Maret.

Zahlen und Fakten

Energie für 750 Einfamilienhäuser

17000 KubikmeterAbwasserströmen täglich in die Abwasserreinigungsanlage (ARA) der Stadt Freiburg in den Neiglen. Seit 1997 gewinnen drei Gasmotoren Strom und Wärme aus demKlärschlamm.Damit wurden knapp 50 Prozent des Elektrizitätsbedarfs und rund 95 Prozent des Heizbedarfs der ARA gedeckt. Jetzt veredelt eine neue Anlage dasRoh-Biogas,das bei der Gärung des Klärschlamms entsteht. Das Gas wird in das bestehende Naturgas-Netz von Frigaz eingespeist. Damit werden im Jahracht Millionen KilowattstundenEnergie gewonnen; dies deckt den Energieverbrauch von 750 modernen Einfamilienhäusern. Frigaz hatzwei Millionen Frankenin die neue Anlage investiert, die Stadt Freiburg ihrerseits1,5 MillionenFranken.njb

Mehr zum Thema