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Ausbildnerinnen wollen mehr Anerkennung

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Betreuerinnen von Lernenden im Bereich Gesundheit fühlen sich benachteiligt. Sie fordern den Staatsrat mit einer Petition auf, ihre Arbeit aufzuwerten. Sie wünschen sich zudem eine Entschädigung. Dies sagten gestern Vertreterinnen des Verbandes der Fachangestellten Gesundheit (FaGe) vor der Presse. Sie schätzen die Zahl der «Berufsbildnerinnen im Lehrbetrieb», wie sich die Funktion nennt, im Kanton auf 100 Personen. Ihre Arbeitgeber sollen dazu verpflichtet werden, ihnen Zeit für die Betreuung und die Begleitung von Lernenden einzuräumen. «Wir machen das zusätzlich zu unserer regulären Arbeit», gibt Präsidentin Marie-Hélène Pereira zu bedenken. Sie schätzt den Aufwand pro Lernende auf zwei Tage pro Monat–ein Einsatz, der nicht angemessen entschädigt werde und für den die Fachfrauen die nötige Zeit freischaufeln müssten.

Um ihre Funktion als Berufsbildnerinnen ausüben zu dürfen, erhalten erfahrene FaGe einen fünftägigen Kurs in Theorie, Praxis und Pädagogik. Im Idealfall müsste auf jede Lernende eine Betreuerin kommen, doch «das ist leider nicht die Realität», so Pereira. Es sei wichtig, fügte Vorstandsmitglied Aline Bilat an, dass die angehenden Fachangestellten eine möglichst lückenlose und fundierte Ausbildung erhielten. «Dass wir ihnen das nicht geben können, ist frustrierend.» Besonders schwierig werde es, wenn die Lernenden sich der Abschlussprüfung näherten und noch mehr Betreuung nötig hätten. «Dann stossen wir besonders rasch an unsere Grenzen.» Bilat betonte: Schlecht ausgebildete FaGe seien eine zusätzliche Belastung für all jene, die mit ihnen arbeiteten.

Auch für Lernende gut

Die Forderung nach mehr Zeit entspreche auch den Bedürfnissen der Lernenden, sagte Estelle Zueblin, angehende FaGe. Oft seien die Auszubildenden mit Situationen konfrontiert, die sie überforderten und mit denen sie nahezu alleingelassen würden. «Wenn wir Schwierigkeiten haben, können wir kaum auf Hilfe hoffen.» In diesen Augenblicken mache sich der Mangel an Begleitung besonders bemerkbar.

«Schon Fünfzehnjährige werden vom ersten Tag an an die Front geschickt», sagte Zueblin. Nicht selten hätten sie es mit sterbenden oder verstorbenen Menschen zu tun. «Das geht an die Substanz.» Viele FaGe würden zwar–wie sie–gut betreut, «doch es hängt oft von der einzelnen Person ab». Die Qualität der Ausbildung sei dadurch «eine Lotterie». Zueblin schloss, an die Journalisten gewandt: «Wir pflegen auch Sie. Es ist zu Ihrem Vorteil, wenn wir das gut machen.» fca

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