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Ausgangslage wie bei einem Cup-Spiel

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Ausgangslage wie bei einem Cup-Spiel

U21-Coach Bernard Challandes vor dem Spiel Schweiz – Israel heute Abend in Freiburg

«Alles oder nichts» – so sieht U21-Nationaltrainer Bernard Challandes die Ausgangslage vor dem EM-Qualifikationsspiel Schweiz – Israel heute um 20.15 Uhr in Freiburg. Er vergleicht den Match mit einem Cup-Spiel und erwartet entsprechend ein überaus intensives Spiel.

Von URS HAENNI

Israel steigt mit sieben Spielen und 14 Punkten, die Schweiz mit vier Spielen und acht Punkten in das EM-Qualifikationsspiel Schweiz – Israel heute Abend in Freiburg. Klar scheint: wer gewinnt, ist in der Pole-Position für die EM-Qualifikation, wer verliert, ist weg vom Fenster.

Verrücktheit und Besonnenheit – diese beiden gegensätzlichen Geisteszustände unter einen Hut zu bringen, verlangt Coach Challandes von seinen Spielern. Keine einfache Aufgabe. Deshalb hat er sich einen Ausflug auf die Petersinsel am Bielersee am Mittwochmittag als symbolischen Weg für eine erfolgreiche Mission ausgesucht. Da wo der Philosoph Rousseau residierte, da wo Bunderat Couchepin jeweils seine politischen Philosophien darlegt, da sollten auch die Schweizer U21-Kicker die richtige Geisteshaltung für einen Sieg gegen Israel finden.

EM und A-Nationalmannschaft
als Motivation

Am Montag hatte sich das Challandes-Team in Magglingen getroffen, mehrere Trainingseinheiten absolviert, den Gegner auf Video bezüglich Defensive studiert. Gestern dislozierte das Team nach Muntelier, wo die Offensive studiert wurde und am Abend ein Training in Freiburg stattfand.

Abgesehen vom verletzten Baykal und dem bei der A-Nati mitspielenden Lichtsteiner hat Challandes sein Wunsch-Kader beisammen. Auch mit dem Formstand der Spieler ist er zufrieden, wenn auch bei einigen wegen Vertragsverhandlungen oder mangelnder Spielpraxis die Situation etwas schwierig sei.

Dass so viele Spieler der U21-Nati bereits mit solchen Situationen in ausländischen Klubs konfrontiert sind, ist gemäss Challandes etwas Neues auf diesem Niveau. Vielleicht sei bei dem einen oder anderen das Feuer nicht ganz so da wie früher, als noch fast alle auf ein Engagement im Ausland hofften. «Andererseits spielen wir hier um eine EM-Qualifikation, und mit einer tollen Leistung kann man sich für die A-Nati aufdrängen – da müssen ganz einfach alle motiviert sein», sagt Bernard Challandes.

Israels Fortschritte

Hier unterscheidet sich das Schweizer Team von Israel. Beim Gegner der Schweizer müssen die Jungen drei Jahre Militärdienst leisten;
Engagements ins Ausland kommen deshalb meist erst später zustande. Andererseits weiss Challandes, dass Israel in den letzten Jahren ähnliche Fortschritte gemacht hat wie die Schweiz. Die Mittel dazu seien in
Israel da, der patriotische Geist
vielleicht sogar eher noch ausgeprägter.

Challandes weiss, was sein Team erwartet: «Die Israeli sind physisch enorm stark. Die werden voll einsteigen, und wir müssen dagegenhalten. Rechnen bringt gar nichts.»

Zieglers neue Motivation dank neuem Vertrag

Am meisten Beachtung unter den U21-Spielern fand Reto Ziegler. Erst vorgestern wurde bekannt, dass er mit einem Leihvertrag bis Ende Saison von Tottenham zum Hamburger SV wechselt. Ein Top-Transfer.

«Alle Mitspieler haben davon gehört, und mir auch gratuliert», sagt Reto Ziegler. Er hätte lange auf das Telefon gewartet, und sei natürlich jetzt entsprechend erleichtert. Die beiden Klubs hätten es sich nicht leicht gemacht, eine Vereinbarung zu finden; der Wechsel sei aber jetzt ein Erfolg für ihn, meint Ziegler.

Er sei nun richtig befreit im Kopf. «Ich weiss, dass ich nun wieder einen Klub habe, der auf mich zählt», sagt er. Dies sei zuletzt nicht mehr der Fall gewesen. Hatte Ziegler letzte Saison für Tottenham 25 Meisterschaftsspiele gespielt, so war er zu Beginn dieser Saison nicht mehr in der Stammelf. Der Mann, der ihn nach London geholt hatte, Frank Arnesen, wechselt zu Chelsea, und nun sei es allen Spielern, die Arnesen nach London geholt hatte, so wie Ziegler ergangen.

Hofft auf Rückkehr zu Köbi Kuhn

Trotzdem sagt Ziegler: «Ich bin in Topform.» Da die Saison noch jung ist, habe er kaum Rückstand bezüglich Spielpraxis. Dennoch ist er gerade deswegen wieder aus Köbi Kuhns A-Nati gefallen. Dorthin so schnell wie möglich zurückzukehren – das ist Zieglers grosses Ziel. Kuhn habe ihm auch signalisiert, dass er schnell wieder ins A-Team zurückkehren könne.

Der Wechsel zwischen A-Nati und U21-Team bereitet ihm keine Schwierigkeiten; beide Mannschaften hätten das gleiche Spielsystem und er selbst spielt auf der gleichen Position. Nur werde er wohl bei der U21-Nati mehr Verantwortung übernehmen, was allerdings nicht heisst, dass man von ihm gleich drei Tore erwarten kann, sagt Ziegler. Die Motivation bleibt die gleiche: «Ich spiele für mein Land, egal in welcher Nati.» uh

Glückliches Remis in Israel

Das kampfstarke Israel bestreitet bereits sein achtes und letztes EM-Qualifikationsspiel, die Schweiz dagegen tritt erst zum fünften Mal an. Dem Startsieg gegen Irland (4:2) und dem Pflichterfolg gegen Zypern (3:0) stehen die 1:1-Remis in Frankreich und Israel gegenüber. Das Remis am 8. Oktober 2004 in Herzlia schmeichelte den Schweizern. Sie glichen durch David Degen erst in der 91. Minute aus und hatten den Punktgewinn vor allem den hervorragenden Interventionen von Torhüter Diego Benaglio zu verdanken, der neu in Fun-
chal (Por) zwischen den Pfosten steht.

Mit einem Sieg in Freiburg erreicht Israel erstmals die EM-Achtelfinals, die im November ausgetragen werden. Schon mit einem Unentschieden sind die konterstarken Israeli kaum mehr von einem der ersten zwei Plätze zu verdrängen, die zum Vorstoss unter die besten 16 Europas berechtigen. Si

Schweiz U21 – Israel U21 – heute um 20.15 Uhr in Freiburg, Stadion St. Leonhard. – SR: Einwaller (Ö).
Mögliche Startformation: Benaglio; Behrami, Von Bergen, Rochat, Arnaud Bühler; Dzemaili, Pirmin Schwegler; Callà, Zambrella, Ziegler; David Degen.
U21. EM-Qualifikation. Stand in der Gruppe 4: 1. Israel 7/14. 2. Frankreich 5/10. 3. Schweiz 4/8. 4. Irland 5/4. 5. Zypern 4/0.

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