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Ausgerechnet Gottéron stoppt den LHC

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Man spreche nicht mehr von den Playoffs, liess sich Gottérons Sportdirektor Christian Dubé im Vorfeld der gestrigen Partie zitieren. Damit ist – zumindest auf Stufe Club-Leitung – der längst fällige Paradigmenwechsel vollzogen worden. Denn auch wenn es der eine oder andere Spieler partout nicht wahrhaben will, für die Freiburger geht es in dieser Saison einzig und alleine noch darum, ihre Haut so gut wie möglich zu retten. Der Weg dazu, klar, führt nicht zuletzt über Siege in den Heimspielen. Die Voraussetzungen für einen solchen standen gewiss schon besser, als es gestern Abend der Fall gewesen war. Mit dem Lausanne HC gastierte das Team der Stunde im St. Leonhard, das mit neun Siegen en suite auf der Erfolgswelle daher geritten kam. Dass die Waadtländer mitunter die besten Special Teams der Liga stellen und die bisherigen vier Saisonduelle mit Gottéron allesamt gewonnen hatten, nährte die Hoffnungen auf die so wichtigen Punkte für die Freiburger auch nicht wirklich.

Lausannes Wandel

Zunächst aber strafte das Heimteam die Pessimisten Lügen. Es war im teils wild gespielten Startabschnitt federführend. Angesichts dessen fiel die 1:0-Führung allerdings zu knapp aus. Chancen für zusätzliche Tore waren zwar vorhanden, doch Altmeister Cristobal Huet legte im Kasten der Lausanner sein Veto ein. Aufwand und Ertrag standen – wie so oft – in keinem Verhältnis. So blieb es also beim vorerst einzigen Treffer durch Roman Cervenka, der just eine Sekunde, nachdem LHC-Captain John Gobbi von der Strafbank zurückgekehrt war, auf schönes Zuspiel Greg Mauldins traf. War ein solch knapper Vorsprung letzte Saison gegen das ultra-defensive Lausanne noch fast die halbe Miete, so hat sich dies inzwischen radikal geändert. Trainer Dan Ratushny hat es ausgezeichnet verstanden, auf dem defensiven Fundament seines Vorgängers Heinz Ehlers aufzubauen. Ein wenig überspitzt formuliert, konnte Lausanne seine Torproduktion im Vergleich zum vorherigen Championat verdoppeln.

Powerplay entschied

Der Ausgleich durch Nicklas Danielsson im Powerplay unmittelbar nach der ersten Pause stellte insofern keine Überraschung mehr dar. Diesmal präsentierte sich Gottéron jedoch gefestigter als auch schon und verlor den Faden nicht gleich beim ersten Gegenwind. Dafür belohnt wurden die Freiburger mit dem entscheidenden Tor, ebenfalls in Überzahl. Als bereits zwei Waadtländer in der Kühlbox und gegen einen weiteren Gästespieler eine Strafe angezeigt war, traf Yannick Rathgeb mittels Slap­shot von der blauen Linie zum sicherlich nicht unverdienten 2:1. Der Amerikaner Ryan Vesce, der ein insgesamt unauffälliges Debüt im Gottéron-Dress gab, und Michal Birner vergaben in der Folge die endgültige Siegessicherung. Dank Hüter Benjamin Conz (Fangquote von 96 Prozent), viel Herz und Einsatz, aber auch einer Portion Glück, überstand das aktivere Freiburg das letzte Anrennen der Gäste letztlich unbeschadet.

Zeit, um sich auf den Lorbeeren des viel umjubelten Erfolges auszuruhen, bleibt Gottéron, das die rote Laterne wieder an Ambri abgegeben hat, indes keine. Bereits heute geht es in Langnau um viel. Die SCL Tigers, die gestern in Biel im Penaltyschiessen unterlegen sind, haben bei zwei Spielen mehr vier Punkte Vorsprung auf die Freiburger. Im Kampf um die Plätze 9 und 10, die nach einer fälligen Abstiegsrunde der Rettung gleich kämen, wäre ein weiterer Sieg der Equipe von Larry Huras von enormer Bedeutsamkeit.

Telegramm

Gottéron – Lausanne 2:1 (1:0, 0:1, 1:0)

St. Leonhard. – 5929 Zuschauer. – SR Dipietro/Mandioni, Progin/Wüst. Tore: 8. Cervenka (Mauldin, Birner) 1:0. 21. (20:33) Danielsson (Herren, Jeffrey/Ausschluss Rivera) 1:1. 43. Rathgeb (Cervenka/Ausschluss Florian Conz, Miéville, angezeigte Strafe) 2:1. Strafen: 4-mal 2 Minuten gegen Gottéron, 6-mal 2 Minuten gegen Lausanne.

Freiburg-Gottéron: Benjamin Conz; Rathgeb, Abplanalp; Kienzle, Leeger; Stalder, Chavaillaz; Glauser; Sprunger, Cervenka, Birner; Fritsche, Rivera, Neuenschwander; Mauldin, Vesce, Mottet; Steiner, Schmutz, Neukom; Chiquet.

Lausanne: Huet; Junland, Borlat; Trutmann, Genazzi; Gobbi, Fischer; Lardi; Déruns, Miéville, Herren; Danielsson, Jeffrey, Ryser; Antonietti, Kneubühler, Harri Pesonen; Schelling, Florian Conz, In-Albon.

Bemerkungen: Gottéron ohne Loichat, Maret, Schilt und Bykow (alle verletzt) sowie Picard (überzähliger Ausländer), Lausanne ohne Augsburger, Savary, Walsky, Froidevaux und Nodari (alle verletzt).

Die FN-Besten: Conz und Huet.

Der heutige Gegner

Fakten zu Langnau

Mit einer Erfolgsquote von knapp 78 Prozent weisen die Tigers das zweitschlechteste Boxplay der Liga auf. Noch schwächer ist einzig… Got­téron (73 Prozent).

Die Emmentaler gewannen die drei letzten Heimspiele gegen Freiburg. In der Saisonbilanz steht es 1:1 nach Siegen.

Der Ex-Freiburger Damiano Ciaccio ist mit einer Fangquote von 92 Prozent der statistisch viertbeste NLA-Goalie.

fs

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