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Ausruhen im Psycholias-Garten

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Zum Tag der psychischen Gesundheit gibt es besondere Aktionen in Freiburg

Autor: Von CAROLE SCHNEUWLY

«Seit Jahren nimmt die Zahl psychiatrischer Hospitalisationen und ambulanter psychiatrischer oder psychotherapeutischer Behandlungen in der Schweiz kontinuierlich zu.» Zu diesem Schluss kommt ein Bericht zum Thema «Psychische Gesundheit in der Schweiz», der im Rahmen des Projektes Nationale Gesundheitspolitik Schweiz erschienen ist.Der Anstieg an psychischen Problemen und Erkrankungen ist mit ein Grund dafür, dass man den internationalen Tag der psychischen Gesundheit zum Anlass für eine Sensibilisierungskampagne in der Westschweiz genommen hat. Hinter der Kampagne, die zum zweiten Mal in dieser Form durchgeführt wird, steht die Westschweizer Koordinationsstelle der Vereinigungen für die psychische Gesundheit Coraasp. «Wir wollen mit Poesie und Humor auf ein schwieriges Thema aufmerksam machen», sagte Barbara Zbinden, Koordinatorin der Coraasp, am Montag an einer Medienkonferenz in Freiburg.

«Psycholias-Garten»

Die Coraasp ist heute in verschiedenen Städten der Romandie mit Informationsständen und Animationen präsent. In Freiburg findet in diesem Jahr zudem der offizielle Festakt in Anwesenheit von Staatsrätin Ruth Lüthi und Gemeinderätin Marie-Thérèse Maradan-Ledergerber statt.Eine besondere Aktion wird ab 15 Uhr auf dem Georges-Python-Platz durchgeführt: Der «Psycholias-Garten» will die Passanten dazu einladen, über Fragen rund um die psychische Gesundheit nachzudenken. Dazu können die Leute auf «verrückt-witzigen Stühlen» Platz nehmen, die speziell für diesen Anlass hergestellt wurden. «Es gibt Stühle, die wütend machen oder beruhigen, solche die einen das Leben durch die rosarote Brille sehen lassen und andere, die Mut machen», erklärte die Künstlerin Clara Ruffolo, die zusammen mit ihren Kollegen Catherine Perler und Claudio De Martino für das Projekt verantwortlich zeichnet. Zwischen den 50 Stühlen werden im Laufe des Nachmittags die eigens kreierten «Psycholia-Blumen» aufgestellt, so dass ein bunter Garten entsteht. «Blumen brauchen Aufmerksamkeit, Menschen auch …, so lautet die übergeordnete Botschaft. Die Blumen werden übrigens am Ende des Tages zugunsten der Coraasp verkauft.

Schwächen der fünften IV-Revision

«Alle Mitgliedervereinigungen der Coraasp helfen Menschen mit psychischen Problemen, ihren Platz in der Gesellschaft wiederzufinden», so Barbara Zbinden. Im Mittelpunkt stehe dabei der Mensch mit seinen Fähigkeiten. In Freiburg gibt es nur eine Institution, die der Coraasp angeschlossen ist: die Freiburgische Interessengemeinschaft für Sozialpsychiatrie Afaap (siehe Kasten).Nebst der unmittelbaren Hilfe für Betroffene kümmert sich die Coraasp auch um sozialpolitische Anliegen. Besonders beunruhigt sei man zurzeit über die möglichen Folgen der fünften IV-Revision, welche die Bundesversammlung soeben beschlossen habe, sagte Zbinden. Es werde darin unter anderem zu wenig berücksichtigt, dass psychische Krankheiten nicht ohne weiteres objektiv messbar seien. Problematisch sei auch die Verpflichtung zur Zusammenarbeit: Dass psychisch kranke Menschen dazu nicht immer in der Lage seien, sei oft gerade Bestandteil der Krankheit.

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