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Austausch mit Albanien

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Konzert und Ausstellung im Phénix-Centre

Das kommende Wochenende im Centre Le Phénix steht ganz im Zeichen Albaniens. Am Freitagabend wird eine Ausstellung mit Arbeiten von Rudina Proda – eine autistische Künstlerin aus Albanien – eröffnet. Und am Samstagabend steht ein Konzert auf dem Programm.

Rudina Proda – 1978 in Tirana geboren – ist autistisch und begann im Alter von acht Jahren zu malen. Anfänglich wurde sie vom Pädagogen und Künstler Bashkim Dervishi unterstützt, der unter anderem auch für seine Arbeit mit Kindern bekannt ist. Seit rund sechs Jahren pflegt Rudina Proda ihre Malerei selbständig. Von 1992 an wurden ihre Bilder auch regelmässig öffentlich präsentiert. Eine Kennerin der albanischen Kunstszene hatte erklärt, dass Rudina Proda derzeit die beste künstlerische Vertreterin Albaniens sei.
Anlässlich des Konzerts vom Samstag werden die 12-jährige Diana Dedja-Bytyqi (Piano), Marcela Bineri (Violoncello) und Edlira Dedja-Bytyqi zu hören sein. Auf dem Programm stehen Werke von Bach, Beethoven, Chopin und Bartêk, Schumann, Goltermann, Saint-Saëns sowie Kompositionen der albanischen Musiker Ymer Skenderi und Tonin Harapi.

Aufbauarbeit in Berat, Durres
und Korça

Vor fünf Jahren verbrachten sechs Studenten des Heilpädagogischen Instituts der Universität Freiburg zusammen mit Béatrice Prisse-Zindel sechs Wochen in einem Heim für behinderte Kinder in Berat. Die Offenheit der albanischen Erzieherinnen und deren Bereitschaft, nach neuen Grundlagen zu arbeiten, bestärkten alle darin, diese Aufbauarbeit fortzusetzen. Es folgten weitere Aufenthalte in Durres und Korça. «Es ist uns wichtig, dass wir bei diesen Aufenthalten – Ende März reisen wieder drei Personen für neun Monate nach Albanien – nicht einfach nur arbeiten gehen. Wir wollen den betroffenen Erzieherinnen und den Heimleiterinnen vorführen, wie eine solche Institution funktionieren kann und soll, damit es den behinderten Kindern auch gut geht», erklärt Jean-Paul Moulin vom Heilpädagogischen Institut gegenüber den FN.

Die Arbeit des Heilpädagogischen Instituts erfolgt weitgehend im Rythmus der ASED (Stiftung für Kinder in Not), welche sich darauf konzentriert, verwahrloste Häuser wieder aufzubauen und Infrastrukturen wiederherzustellen. Das Projekt des Heilpädagogischen Instituts wird auch vom «Child developmental center» in Tirana begleitet, und die Vereinigung «Handicap International» wird künftig mit den Freiburgern zusammenarbeiten.
Für Jean-Paul Moulin kann das Projekt, wie es derzeit funktioniert, noch rund zwei bis drei Jahre dienlich sein. «Das kurzfristige Ziel dieses Projektes war, die Lebensqualität der behinderten Kinder in Albanien zu verbessern und die Erzieherinnen vor Ort auszubilden. Wir wollen nun versuchen, einen Ausbildungsweg für Erzieherinnen aufzubauen, der auch von der albanischen Obrigkeit anerkannt wird», führt er weiter aus.
Im August werden Erzieherinnen aus Albanien für ein Seminar nach Freiburg kommen, während Freiburger Studenten in Albanien deren Arbeit machen.
Durch die kontinuierliche Präsenz in Albanien und durch die gute Arbeit sind die Schweizer Helfer mittlerweile gut angesehen und akzeptiert. «Aus diesem Grund wurden wir auch angefragt, ob wir die Ausstellung von Rudina Proda hier zeigen und dazu ein Konzert organisieren können. Die Leute vertrauen uns», führt Béatrice Prisse-Zindel aus. Es gebe sogar schon eine Anfrage für weitere Veranstaltungen. Ganz aktuell ist die Einladung zu einem Seminar in Tirana, wo es um die Integration behinderter Künstler geht. Jean-Paul Moulin hat diese Einladung an den Künstler Ivo Vonlanthen weitergegeben, der im Atelier Creahm in Freiburg mit behinderten Künstlern arbeitet.

Centre Le Phénix, Alpengasse 7, Freiburg. Vernissage: Freitag, 24. März, 18 Uhr. Öffnungszeiten: Sa. 14-21 Uhr, So. 11-18 Uhr.
Konzert: Samstag, 25. März, 20 Uhr.

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