Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Ausverkauftes Haus an der Bad-Bonn-Kilbi

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Pascal jäggi

Festival in Düdingen ist, wenn entlang der Bonnstrasse Billette zum Normalpreis oder gar darunter feilgeboten werden, wenn die einzige «Aggression» in einer (scherzhaften) unflätigen Beschimpfung durch den Monotonix-Sänger besteht und wenn mit Sunn O))) eine Band zur besten Spielzeit auftritt, die anderswo nicht mal in die Nähe der Bühne gelassen würde (Frage eines Zuschauers nach 20 Minuten Spielzeit: «Wann beginnen die eigentlich?»)

Kurz, die Kilbi ist anders, und das ist gut so. Man muss nicht alles mögen, aber jeder findet seine persönlichen Höhepunkte. Für die meisten waren es in diesem Jahr wohl die vorauszusehenden, sprich Sonic Youth, Mogwai und Sophie Hunger (in dieser Reihenfolge). Wohl noch nie stand ein Publikum so dichtgedrängt vor der Parkplatzbühne des Bad Bonn, wie beim Auftritt von Sonic Youth. Trotz technischen Schwierigkeiten (ein Transformator schmorte mitten im Konzert durch), legten die New Yorker einen starken Auftritt hin und konnten sich des überschwänglichen Jubels der Massen sicher sein. Allerdings beklatschten diese auch jeden Ton der Band, etwa als sie den Schluss eines Songs vermasselte und die letzten Akkorde nochmals wiederholte. Dennoch, der meisterwartete Auftritt des Festivals war stark und hat sich für alle Seiten gelohnt. Auch Mogwai vermochten das Publikum am Samstag abzuholen, machten aber im letzten Herbst im Fri-Son einen besseren Eindruck. Sophie Hunger wiederum war am Freitag ehrlich begeistert vom grossen Jubel der Zuschauer.

Feine und harte Höhepunkte

Aber eben, was die Kilbi ausmacht, sind die vielen «kleinen» Höhepunkte. Angefangen mit Evelinn Trouble, der unorthodoxen Antwort auf Sophie Hunger, über die Neo-Hippies von Tunng, die ein bisschen Frieden an den Schiffenensee brachten, bis zu den Akrobaten von Monotonix, von denen wohl niemand mehr etwas über die Musik sagen kann, aber jeder mindestens einmal den schweissgebadeten Körper des Sängers halten durfte (oder musste). Eine Bühne gibt es für die verrückten Israelis nicht, der Bad-Bonn-Parkplatz musste für die Show herhalten. Wie sagte doch ein Ostschweizer Besucher danach so schön: «Sowas habe ich an einem Konzert noch nie erlebt!»

Ebenfalls mitten im Publikum spielen eigentlich auch Lightning Bolt, doch denen war der Platz angeblich «zu staubig». Den Fans war das egal, einige waren offensichtlich speziell für dieses Konzert nach Düdingen gekommen, trugen sie doch dieselben Masken wie Schlagzeuger und Sänger Brian Chippendale.

Etwas am variantenreichen Programm auszusetzen hatten eigentlich nur ein paar Stammgäste, aber im nächsten Jahr werden auch diese garantiert wieder dabei sein.

Mehr zum Thema