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Auswirkungen für Unternehmer

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Vortrag über Gesetz für den Arbeitsmarkt

Mit dem neuen Gesetz über die Beschäftigung und den Arbeitsmarkt (BAMG) werden verschiedene Gesetze, die sich auf den Arbeitsmarkt beziehen, in einem einzigen zusammengefasst. Die Vernehmlassungsphase ist vorbei und das Gesetz zur Stellungnahme beim Staatsrat und wird danach noch dem Grossen Rat unterbreitet. Grund genug für den Gewerbeverein Plaffeien und Umgebung, die Unternehmer in der Region darüber zu informieren.

Zu viel Einfluss des Staates

Gastredner an der Veranstaltung war Pierre Esseiva, Direktor der Wago Contact AG in Domdidier. Als Vertreter der Handelskammer war er in der Arbeitsgruppe zur Ausarbeitung der Vorlage. Einige Neuerungen sind seiner Meinung nach zum Nachteil der Unternehmer. Vorgesehen ist zum Beispiel eine Meldepflicht bei Entlassungen ab sechs Personen. «Das hat in diesem Gesetz nichts zu suchen. Das ist alles im OV geregelt.» Gleichzeitig kritisierte er, dass die Arbeitgeber bei Entlassungen einen Sozialplan ausarbeiten müssen.In einigen Punkten ist Esseiva der Einfluss des Staates zu gross. So sei es nicht nötig, dass das Amt für den Arbeitsmarkt zukünftig befugt sein soll, selbst arbeitsmarktliche Massnahmen zu treffen. «Total daneben», findet er, dass das Gesetz dem Staatsrat Befugnisse bezüglich Aufstellung und Genehmigung von Gesamtarbeitsverträgen (GAV) geben soll, um so die Allgemeinverbindlichkeit von GAV zu fördern. «Das ist nun wirklich nicht Aufgabe des Staates.»Esseiva ging in seinem Vortrag aber auch auf die seiner Meinung nach positiven Aspekte des Gesetzes ein. Gut sei zum Beispiel die Rationalisierung im Bereich der Kommissionen, die in diesem Umfeld tätig sind. «Statt wie bisher sechs bis sieben Kommissionen wird es in Zukunft nur noch zwei geben.» Auch dass die Anmeldung der Stellensuchenden über die regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) und nicht mehr über die Gemeinden erfolgen soll, bezeichnete er als Fortschritt. Weiter lobte Esseiva die Einführung des Systems «Service Check», das die Schwarzarbeit, vor allem im Bereich der Haushaltshilfen bekämpfen soll.Das Interesse der Senseoberländer Gewerbler an diesem Vortrag war indes nur gering. Lediglich acht Zuhörer verirrten sich am Mittwoch ins Hotel Alpenklub. mf

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