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Auswirkungen von Long Covid auf Gesellschaft noch wenig bekannt

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Über die Auswirkungen der Post-Covid-19-Erkrankung – so die Bezeichnung der Weltgesundheitsorganisation WHO für Long Covid – auf Gesellschaft und Wirtschaft ist noch wenig bekannt. Die Symptome können Betroffene stark belasten.

Linda Nartey, Leiterin Direktionsbereich Prävention und Gesundheitsversorgung, Bundesamt für Gesundheit (BAG), sprach am Dienstag in Bern vor den Medien von mehreren Symptomen: Atemprobleme, Kurzatmigkeit, Erschöpfung, Schmerzen, Kopfschmerzen und Konzentrationsprobleme. Sie könnten einzeln oder zusammen auftreten.

Wie lange Long Covid dauere, müssten Studien noch aufzeigen, sagte Nartey. Die Erkrankung zu erkennen sei schwierig. Oft würden Symptome am Anfang nicht ernst genommen. «Für die Betroffenen ist es wichtig, dass ihre Beschwerden schnell abgeklärt werden», sagte Nartey. Das Erkennen und Anerkennung der Krankheit seien wichtig.

Auch für Behandelnde seien neue Krankheiten wie Post-Covid-19 eine grosse Belastung, sagte Nartey. Eine Möglichkeit zur Unterstützung seien Plattformen für den Wissensaustausch.

Bund verzeichnet rund 1700 IV-Anmeldungen wegen Long Covid

Im vergangenen Jahr haben sich rund 1700 Personen bei der Invalidenversicherung (IV) angemeldet in Zusammenhang mit Long Covid. Das sind zwei bis drei Prozent aller Anmeldungen.

Das sagte Corinne Zbären, stellvertretende Leiterin Geschäftsfeld Invalidenversicherung im Bundesamt für Sozialversicherungen (BSV), am Dienstag vor den Medien in Bern. Wie sich die Zahlen im laufenden Jahr entwickeln werden, sei schwierig bis unmöglich einzuschätzen. Die Zahl der Anmeldungen sei in den vergangenen Monaten aber stabil geblieben.

Wie viele Omikron-Infizierte an Long Covid erkranken, dazu gibt es laut Mayssam Nehme, Klinikleiterin am Universitätsspital Genf, noch keine Daten.

Long-Covid-Register wird wieder zum Thema

Ein Long-Covid-Register in der Schweiz ist laut dem Bundesamt für Gesundheit (BAG) nun doch eine Option. Dies sagte Linda Nartey, Leiterin des Direktionsbereichs Prävention und Gesundheitsversorgung im BAG, am Dienstag vor den Medien in Bern.

Klar sei, dass man nun Informationen zu Krankheitsverläufen sammeln und auswerten müsse, erklärte Nartey. Auf welche Weise dies geschehen solle, werde derzeit in Arbeitsgruppen des Bundes diskutiert. Eine Prognose, wann ein Entscheid gefällt werde, wollte sie nicht abgeben.

Betroffene, etwa die Patientenorganisation Long Covid Schweiz, fordern seit Längerem ein nationales Register. Bis anhin hatten der Bundesrat und das BAG die Massnahme abgelehnt.

Kantone sehen Verbesserungspotenzial beim Thema Long Covid

Laut Rudolf Hauri, Präsident der Vereinigung der Kantonsärztinnen und Kantonsärzte (VKS), besteht Verbesserungs- und Entwicklungspotenzial im Umgang mit Langzeitfolgen bei Covid-Erkrankungen. Das sei bei neu entdeckten Krankheiten oft der Fall.

«Wir begrüssen, dass verschiedene Studien zu den Langzeitfolgen von Covid-19 laufen», sagte Hauri am Dienstag vor den Medien in Bern. Aus Sicht der Kantone sei insbesondere wichtig, zu klären, welche Angebote es in der Schweiz für Betroffene gebe und ob diese richtig seien. «Die Thematik muss in der Öffentlichkeit an Gewicht gewinnen.»

Ein bedeutender Teil der Bevölkerung scheine teils über längere Zeit an gravierenden Symptomen zu leiden, hielt der oberste Kantonsarzt fest. Es hätten sich bereits spezialisierte Angebote gebildet. Der Bund habe ein Mandat vergeben, dass die Angebote beleuchtet.

Sollten sich grundlegende Probleme in der Versorgung von Post-Covid-19-Patienten zeigen, muss laut Hauri geprüft werden, ob Angebote ausserhalb der Regelstrukturen aufgebaut werden müssten. Es sei aber «nicht Sache der Kantone, sich in wissenschaftliche Diskurse einzumischen».


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