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Auszeit für Körper und Geist

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Leave your world behind»: Dieser Satz steht am Eingang des Ayurveda-Ashrams im neuen Erandia Resort. In diesem magisch anmutenden Reich der Stille empfangen mich die 28-jährige Rajani und die 18-jährige Lakshmi. Lächelnd führen mich die Therapeutinnen zu den zwei Ärztinnen, die mich in gewöhnungsbedürftigem, indisch getönten Englisch willkommen heissen. «Wie war der Schlaf, wie die Toilette, wie gehts der Hand, wie dem Rücken?» Jeden Tag die gleichen Fragen. Über das Befinden der Gäste führen die Ayurveda-Ärztinnen akribisch Buch.

Bei einem Eintrittsgespräch haben sie mir bereits tüchtig den Puls gefühlt. Über Lebensgewohnheiten, über Krankheiten, über familiäre Vorbelastungen. Sogar das Sexualleben interessierte sie. Aufgrunddes Gesprächs haben sie einenmassgeschneiderten Therapieplan zusammengestelltmit Massagen, Kräutertrünken und ayurvedischer Diät. Nach der täglichen Arztvisite gleiten die vier Hände der beiden Frauen über meinen Körper, synchron, angetrieben von einem unerbittlichen Rhythmus. 15 Tage lang. Von der Schulter zu den Händen, auf und ab, wieder zu den Händen und hinzu den Füssen, immer wieder. Die Körper der zierlichen Frauen wiegen mit. Sanfte Meditationsmusik begleitet das Schleifen auf der öligen Hand. «No pain?», fragen die Frauen immer wieder.

Im Öl baden

«Die Massage mit Heilpflanzen und mediziniertem Öl entspannt und fördert die Durchblutung. Dadurch werden auch Stoffwechselgifte ausgeschieden», erklärt Dr. Roshan später. Auf die Ganzkörpermassage «Abhyanga» folgt «Elakizi», eine sanfte Klopfmassage mit Baumwollbeuteln, in denen sich warme Kräuter befinden. Die Ärztin: «Sie wirkt lindernd bei rheumatischen Beschwerden und Arthritis.»

 In der zweiten Woche lerne ich das «Shirodahra», den Stirnguss, kennen. Dabei wird kontinuierlich mediziniertes Öl auf die Stirn gegossen. Nur mit Mühe kann ich mich vom Holzschragen erheben, so wunderbar entspannend ist die Wirkung. Nicht ganz mein Ding ist allerdings das «Swedana», ein Kräuter-Dampfbad, wo nur der Kopf aus einer Holzkiste ragt. Es soll zur Gewichtsreduktion beitragen.

Bücher bleiben liegen

Nach der täglichen zweistündigen Körper-, Kopf und Gesichtsmassage bin ich bisweilen hundemüde. Sieben Bücher habe ich mit dabei. Doch die meisten bleiben liegen. Allzu oft hänge ich in der Hängematte, wo mich das Meeresrauschen so wunderbar in den Tagtraum wiegt. Und dann dieser Hunger. Ich hätte alles gegessen, was mir vorgesetzt worden wäre. Doch die ayurvedische Küche im Erandia ist etwas vom Feinsten. Morgens der köstliche Früchteteller mit Früchte- oder Gemüsesaft, manchmal eine Pfeffer-Dosa (eine Art Pfannkuchen). Mittags die kunstvoll arrangierten Gemüsevariationen mit raffinierten Minidesserts. Kein Verlangen nach Brot, Wein, Fleisch, Fisch. Die Schweizerschoggi im Gepäck bleibt unberührt. Und man verliert Gewicht, je nach Behandlung bis zu fünf Kilo.

Der Tag beginnt um 7.30 Uhr mit Yoga. Draussen auf der Terrasse mit einzigartigem Blick auf den Indischen Ozean. Binoy, der Yogalehrer und einstige Manager bei Air India, ruft zur kurzen Meditation auf: «Die Vergangenheit ist vorbei, die Zukunft kennen wir nicht. Leben wir im Hier und Jetzt.» Keiner der Gäste verpasst die Stunde. Auch die Anfänger nicht. Abends um 17 Uhr bittet Binoy zur Meditation. Die Tage sind ausgefüllt. Wer die Ayurveda-Kur ernst nimmt, verlässt das Resort nicht. Und daher ist es wichtig, dass man sich wohlfühlt.

Das kleine, feine Erandia Marari Resort ist so ein Ort, ein kleines Paradies mit einer einzigartigen Architektur, direkt an einem der schönsten Palmenstrände des südindischen Bundesstaates Kerala gelegen. Ein Design-Mix auswestlichem Minimalismus undindischen Stilelementen, entworfen von einem deutschenArchitekten, prägt die Anlage. Ein deutsches Ehepaar hat das Fünfsterne-Resort am langen Marari-Strand gebaut und kürzlich eröffnet. «In einem so kleinen Resort sind wir hier wie eine grosse Familie», sagt Familienmitglied Brigitte Meier. Sie hat die 13 Räume mit einem beeindruckenden Flair für Farben ausgerüstet. Das Erandia ist das erste Design-Resort in Indien.

Von hundert auf null

Die ersten Tage sind jedoch alles andere als leicht. Keine «Action», kein Radio, kein Fernsehen. Entschleunigung pur. Ab und zu auch Zeiten der Langeweile. Hie und da eine Ausfahrt mit dem Tuk-Tuk–in die reale Welt Indiens. Der Weg vom Resort führt vorbei an ärmlichen Behausungen, überall Abfall. In Alleppey, der rund zehn Kilometer entfernten Kleinstadt, verunsichert der enorme Verkehr, das ununterbrochene Getöse der Hupen. Doch fasziniert auchimmer wieder das Aufleuchten von Schönheit: lächelnde Frauen in ihren farbenfreudigen Saris.

Nach ein paar Tagen zieht mich nichts mehr fort. Und mit den Tagen reift gar die Überzeugung: Da muss ich wieder hin. Doch warum ausgerechnet nach Indien? Weil die Heilkunst in Indien eine uralte Tradition ist und die Erfahrung und Philosophie im Laufe der Jahrhunderte gewachsen ist. Die indische Wärme ist Teil der Kur. Ausserdem gelingt Loslassen meist nur in einer fremden Welt. Der 68-jährige Ayurveda-Fan aus der Schweiz sagt es so: «Ich freue mich jedes Mal wie ein kleines Kind.» Seit Jahren reist er regelmässig zur Kur.

Die Reportage wurde ermöglicht mit Unterstützung der PR-Agentur Hermann-Meier Deutschland.

Das Resort hat nur sechs Bungalows mit total 13 Zimmern.Blick in den indischen Alltag: Frauen erlesen Ingwer.

Zahlen und Fakten

Ayurveda: Zurück zum Gleichgewicht

Ayurveda:Das «Wissen vom Leben» ist eine jahrtausendealte indische Heilkunst, die auf Ernährung, Kräuterkunde und Massagen basiert. Laut Ayurveda ist ein kranker Körper aus dem Gleichgewicht geraten. Die Philosophie besagt, dass alle Materie aus den fünf Elementen Erde, Wasser, Feuer, Luft und Äther besteht. Im Menschen zeigen sich diese als Doshas: Vata, Pitta, Kapha. Mit Ölmassagen, Schwitzbehandlungen und Kräutertrünken werden «Stoffwechselgifte» ausgeschieden und so die Doshas wieder in Balance gebracht.

Backwatertour:Bootstour durch die nahe gelegenen Backwaters. Das von Palmen und Reisfeldern gerahmte Netz aus Wasserstrassen und Seen gehört zu den Highlights einer Kerala-Reise (Bild rechts).

Erandia Marari:Der Preis für zwei Wochen beträgt ab 2520 Euro pro Person im Doppelzimmer (inklusive ayurvedische Vollpension, Arztkonsultationen, Behandlungen, Medizin, Yoga und Meditation sowie Flughafen-Transfers). Bis zum 31. Mai 2013 Spezialpreise für Singles. Der internationale Flughafen Kochi liegt eine gute Autostunde vom Resort entfernt.il

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