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Aya Waska – oder wie Schweizer Ragga spielen

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Autor: Pascal Jäggi

FreiburgZwar erscheint das Werk voraussichtlich erst im Herbst, bereits jetzt galt es aber die Single-Auskopplung «Dub Hop» zu feiern. Unspektakulär, irgendwann im Set gespielt, aber als Grund für ein Konzert reichte es allemal. Die Massen wurden zwar nicht in den Alten Bahnhof gelockt, aber Spass hatten die Anwesenden genug. Von Vorteil für die musikalische Entwicklung des «Toasters» ist sicher der Auftritt mit Band, das brachte mehr Spielraum als die klassische Variante mit DJ.

Respekt statt Gangstertum

Wohltuend zudem, dass der Freiburger das Gangsta-Gehabe der jamaikanischen Vorbilder nicht nötig hat, wer könnte ihm das auch abnehmen? Was bei den einen lebensgeschichtlich geprägt und daher verständlich ist, würde beim anderen nur lächerlich wirken. Aya Waska singt und rappt über Themen, die ihm nahe stehen und glaubwürdig sind, setzt sich ein für Menschenrechte und einen respektvollen Umgang mit der Natur. Auf der Bühne des Nouveau Monde stand er natürlich im Mittelpunkt, liess aber seinen musikalischen Mitstreitern genügend Ausdrucksmöglichkeiten, auch hier kam der Respekt nicht zu kurz.

Grosse Weiterentwicklung

Dass der Künstler in den letzten vier Jahren, seit der Veröffentlichung des ersten Albums «L’Espace d’un Instant», nicht untätig blieb, widerspiegelt sich auch in seiner Musik; Rap und Soul waren bereits in der Umsetzung der alten Stücke klar spürbar. Was der Freiburger bot, war weit weg vom reinen Ragga, auch wenn er selber immer noch auf hohem Niveau «toastet», beeindruckend, wie er seine Stimmbänder einsetzte, ein entzücktes Raunen ging durchs Publikum, wenn die Worte wieder mal akrobatisch den Mund des Sängers verliessen. Die Rhythmen klangen irgendwie voller und ausgereifter als die oft monotone Stampfmusik des Ragga.

Da kann man wirklich gespannt auf die Veröffentlichung des neuen Albums warten. Die Zusammenarbeit mit Buddha Monk (Wu-Tang-Clan) oder dem Franzosen Sergent Garcia verspricht einiges.

Pech für Vorgruppe

Eher unglücklich verlief dagegen der Auftritt der Walliser Reggae-Grossfamilie «Chlorofeel». Zehn Personen auf der Bühne, wenig mehr im Publikum – das harte Los der Vorband. Zudem ist die Wahl, Reggae vor Ragga zu spielen, nicht sehr ausgereift. Die Stile klingen vom Namen her ähnlich und wurden in Jamaika erfunden, sind aber kaum vergleichbar, insbesondere weil Ragga ungemein adrenalinhaltig ist, während Reggae eher etwas zum Relaxen ist und am besten auf einer Wiese liegend gehört werden sollte, nicht in einem abgeschotteten schwarzen Raum.

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