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Bachmatte in den roten Zahlen

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Das Pflegeheim Bachmatte in Oberschrot hat zwei intensive Wochen hinter sich. Der gefürchtete Norovirus, eine aggressive Magen-Darm-Grippe, war kurz vor Ostern ausgebrochen. Wie Heimleiter Ernst Gerber an der Delegiertenversammlung vom Mittwoch in Brünisried erklärte, waren von den 46 Bewohnern 36 krank, und auch 32 Mitarbeiter, vor allem in der Pflege, waren betroffen. Die Institution wurde unter Quarantäne gestellt; das heisst, dass keine Besucher mehr empfangen wurden, die Cafeteria geschlossen war und die Bewohner im Heim bleiben mussten. «Es war eine happige Zeit, die uns viel abforderte», sagte Gerber. Die schwierige Situation habe aber auch alle Bereiche des Heims zusammen­geschweisst.

«Wir sind voll belegt und haben viele Anfragen», sagte der Heimleiter zur Auslastung. Seit dem Um- und Ausbau verfügt das Heim über 47 Pflegebetten (vorher 16), die nun in zwei Pflegeabteilungen aufgeteilt wurden. Das Heim verzeichnete 2016 einen höheren Pflegeaufwand, weil mehr Bewohner betreut wurden. Das brachte zwar mehr Einnahmen, hat aber auch mehr Personalkosten verursacht. «Die Pflegeeinstufung ändert sich praktisch jeden Tag. Das ist unmöglich zu budgetieren», sagte Verbandspräsident Armin Jungo.

Sein Vorgänger im Amt, Andreas Stalder, bezeichnete das Jahr 2016 im Jahresbericht als Jahr des Einlebens, des Übersichtgewinnens und der Konsolidierung. Bis Erfahrungswerte mit einem Referenzjahr vorliegen, musste bei der Budgetierung oft mit Annahmen gearbeitet werden.

Das Defizit hatte sich bereits an der letzten Delegiertenversammlung abgezeichnet (die FN berichteten). Die Streichung von zwei Stellen und die interne Personalumstrukturierung, die der Vorstand letzten Herbst beschlossen hatte, werden sich erst nächstes Jahr ­auswirken.

Bei einem Gesamtaufwand von 5,674 Millionen Franken – 241 000 Franken mehr als budgetiert – weist das Heim ein Betriebsdefizit von 306 282 Franken aus. «Das ist nicht erfreulich. Der Vorstand hat die Zahlen mehrfach angeschaut und versucht, Gegensteuer zu geben. Das war aber nicht möglich», erklärte Armin Jungo den Delegierten.

Noch drei Trägergemeinden

Das Defizit sowie die Amortisation der Liegenschaft und die Schuldzinsen tragen die Trägergemeinden, insgesamt geht es um rund 667 000 Franken. Bis Ende des letzten Jahres wurden die Kosten auf fünf Gemeinden aufgeteilt. Nach der Fusion im Oberland sind es noch Plaffeien sowie Plasselb und Brünisried.

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