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Badeplausch im eigenen Garten

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Badeplausch im eigenen Garten

Mit Billigschwimmbädern gehen Träume in Erfüllung

Aussenschwimmbäder gibt es in allen Formen und Grössen und sie sind schon ab 3000 Franken zu haben. In diesem Sommer ist ein regelrechtes Pool-Fieber ausgebrochen. Dass mit einem eigenen Schwimmbecken auch Arbeit verbunden ist, vergessen aber viele Käufer.

Von ILONA STÄMPFLI

Wer hatte nicht schon das Bedürfnis, nach der Arbeit kopfüber ins kühle Nass zu springen und ein erfrischendes Bad im eigenen Garten zu nehmen? Die Hitze dieses Sommers lässt bei vielen Leuten den Wunsch nach einem Swimmingpool aufleben. Und nicht selten entscheiden Herr und Frau Schweizer sich, den Traum zu verwirklichen.

Wie Alexandre Lauber von Club Piscine, Aebi-Kaderli, mitteilt, verkaufte er dieses Jahres schon 30 Prozent mehr Schwimmbecken als im letzten Jahr. Im Jahr 2002 konnte sogar ein Zuwachs von 50 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden.

In Kanada ist der Swimmingpool schon seit mehr als 30 Jahren ein begehrtes Objekt. Wer kein natürliches Gewässer vor dem Haus hat, überlebt die heissen, sehr trockenen Sommer nur mit einem künstlich angelegten Planschbecken. Obwohl das Klima in der Schweiz ähnlich ist wie in Kanada, ist hier das Schwimmbad-Fieber erst vor etwa zehn Jahren ausgebrochen.

Billigschwimmbäder boomen

«Der Markt ist noch lange nicht
ausgeschöpft. Die Nachfrage nach Schwimmbädern wird in den nächsten Jahren noch steigen», schätzt Lauber. Die Herstellerfirmen sind dementsprechend innovativ. Swimmingpools sind in allen Varianten zu haben: rund, eckig, aus Holz, mit Dach, Treppe und Dusche, im Boden versenkt oder freistehend, mit Sonnenheizung und vielem anderen Zubehör.

Der Run auf die Aussenschwimmbäder ist nicht allein vom schönen Wetter in den letzten Monaten ausgelöst worden. «Zwei bis drei Wochen Ferien kosten heute gleich viel wie ein Pool», sagt Lauber. Die geringen Kosten sind mit ein Grund für den Aufschwung. Die zusammensteckbaren Billigschwimmbäder à la «am Morgen der Kauf, am Mittag die Montage, am Abend der erste Badeplausch» sind auch für den Normalverdiener erschwinglich. Eine Demokratisierung hat auch hier stattgefunden: Der Swimmingpool als Statussymbol der Reichen und Schönen hat ausgedient.

Hinter den Thujahecken

«Die Entwicklung hängt mit dem gesellschaftlichen Wandel zusammen», meint Marc Aebi vom Garten-Center Aebi-Kaderli. «Der eigene Garten ist heute ein Erholungsort und wird nicht mehr mit Jäten, Krampfen und Umstechen in Verbindung gebracht.» Club Piscine, grösster Schwimmbadvertreiber der Schweiz, spricht in seiner Werbung genau dieses Bedürfnis an: «Machen Sie Ferien in Ihrem eigenen Schwimmbad.»

Die Freizeit- und Spassgesellschaft will das Vergnügen vor dem Haus, und zwar allein, hinter hohen Hecken und Zäunen. Das sei die Mentalität der Schweizer, meint Marc Aebi. Sie verstecken ihre protzigen Aussenpools bescheiden hinter den Thujahecken.

Eine Stunde Arbeit pro Woche

Früher war der Bau eines Schwimmbeckens mit viel Arbeit und Strapazen verbunden. Die Verwirklichung des Traumes kostete viel Geld und war ein echtes Bauprojekt: ausheben, betonieren, streichen, lackieren, plätteln usw. Heute geht alles viel einfacher: Man kauft sich den Pool fixfertig im Gartenzenter oder im Detailhandel und stellt ihn binnen weniger Stunden bei sich zu Hause auf.

Viele Leute vergessen aber, dass mit dem Kauf eines Schwimmbades auch Arbeit verbunden ist. «Eine Stunde Arbeit pro Woche muss einberechnet werden», sagt Alexandre Lauber.

Die Qualität des Wassers kontrollieren, den Filter und den Boden reinigen und den Chlor dosieren sind Aufgaben, die regelmässig erfüllt werden sollten, um die Algenbildung und Trübung des Wassers zu verhindern.

Wasser ist drei Jahre lang haltbar

Das Problem mit der Wasserknappheit beschäftigt diesen Sommer nicht nur die südlichen Länder. Auch in der Schweiz warten die Landwirte sehnlichst auf den Regen. Ist es nicht unverantwortlich, in einer solchen Situation Unmengen von Wasser für das Heimschwimmbad zu vergeuden? «Heute kann dasselbe Wasser über Jahre im Schwimmbecken behalten werden.»

Auch im Winter kann das Wasser konserviert werden und muss nicht rausgelassen werden», erklärt Marc Aebi. Mit den geeigneten Produkten (Chlor, Oxidationsmittel, Bakterizid oder Reinigungsmaschinen) bleibt das Wasser drei Jahre lang frisch. Die
Kosten für solche Produkte sind jedoch nicht zu unterschätzen.
Hochbetrieb

Nicht nur Glaceverkäuferinnen und Bademeister haben im Sommer alle Hände voll zu tun. Die FN stellen Leute vor, die an heissen Ferientagen für das Wohl anderer sorgen. FN
Natürlicher Schwimmteich

Eine Alternative zum Swimmingpool ist der so genannte Schwimmteich: ein Biotop mit Pflanzen und Tieren, in dem gebadet wird. Gefriert das Wasser im Winter, kann der Teich als Schlittschuhbahn benutzt werden. «Die Nachfrage hat in den letzten vier Jahren enorm zugenommen», bemerkt Hans Graf, Graf-Gartenbau Bolligen. Je nach Grösse und Ausführung des Schwimmteiches bewegen sich die Kosten zwischen 40 000 und 50 000 Franken. Das Wasser regeneriert sich selber, Chlor und spezielle Reinigungsverfahren sind überflüssig.

Nützliche Tiere und Bakterien

Im Teich befinden sich Wasserpflanzen und Tiere: Rückenschwimmer, Libellenlarven oder Molche – jedoch keine Fische, wie Hans Graf erklärt. Diese würden die Daphnien (Algenfresser) vertilgen, die wichtig für den Wasserreinigungsprozess seien. Die Tierchen, Bakterien und Wasserpflanzen sind wichtig für die Regulierung des Sauerstoffgehalts im Teich. Sie verhindern die Bildung von Algen und halten das Wasser im Gleichgewicht.

Der Aufwand ist klein

Ein Schwimmteich ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Das Wasser wird vom Schwimm- in den Regenarationsbereich geleitet, wo es in einer 50 bis 60 cm dicken Kiesschicht gefiltert und gereinigt wird. Eine schwache Pumpe sorgt für die Oberflächenzirkulation des Wassers. Temperaturschwankungen tragen den Rest zum Erhalt der Wasserqualität bei.

«Der Aufwand für ein Naturschwimmbecken ist klein. Der Wassereinlauf muss ab und zu geputzt, die Algen rausgenommen und das Becken einmal pro Jahr entschlammt werden», sagt der Gartenbauspezialist. Da die Idee eines Schwimmteiches erst vor knapp zehn Jahren in die Schweiz kam, fehlen die Langzeiterfahrungen. «Die Bepflanzung muss man eventuell einmal erneuern. Das Wasser bleibt aber immer dasselbe.» ist

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