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Badesaison okay – auch ohne Sommer 

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Von Sommer konnte dieses Jahr nicht die Rede sein. Dennoch ziehen die Freibäder in vielerlei Hinsicht eine positive Bilanz der Badesaison 2021. Zu den wegen Hochwasser gesperrten Seen waren sie eine willkommene Alternative.

Heute Sonntag müssen Badigängerinnen und -gänger wieder einmal Abschied nehmen von ihrer geliebten Freizeitaktivität. Die Freibäder schlossen ihre Türen. In der Regio-Badi Sense lassen Mitarbeitende und Besucher die Saison traditionsgemäss bei einem feinen Raclette und Livemusik ausklingen. «Wir sind eigentlich nicht unzufrieden mit der Saison», sagt René Spicher, Vorstandspräsident der Badi. Mit 50‘000 Eintritten liegt das Ergebnis nur leicht unter jenem im Jahr 2020. «In einem guten Sommer verzeichnen wir allerdings 70‘000 Eintritte.»

Dafür hatten die Besucherinnen und Besucher heuer mehr Platz, was sie sehr schätzten.

René Spicher
Präsident der Regio-Badi Sense

Ein Erfolg sei auch der Kids-Triathlon der Triathletin Nicola Spirig gewesen, der wegen Bauarbeiten im Berner Freibad Weyermannshaus in Laupen durchgeführt wurde. Einziger Negativpunkt war laut Spicher die zweimalige Schliessung des Bads wegen technischer Probleme. «Das müssen wir nun anpacken. Auch die Ausdehnung und Flexibilisierung der Öffnungszeiten wird im Gemeindeverband ein Thema sein.»

Murten zufrieden

Auch in den beiden Freibädern im Seebezirk – Murten und Kerzers – beginnt nun der Herbst. Oliver Fey, Betriebsleiter im Hallen-, Schwimm- und Strandbad der Region Murten, spricht von einer durchschnittlichen Saison. Die genauen Besucherzahlen hat er noch nicht.

Die aufeinanderfolgenden Spitzentage mit 30 Grad Celsius fehlten in diesem Jahr.

Oliver Fey
Betriebsleiter Schwimmbad Murten

Eine konstante Hitze würde normalerweise viele Personen in die Freibäder locken. «Der goldene Herbst kann das nicht kompensieren, weil die Schule wieder begonnen hat.»

Grundsätzlich falle seine Saisonbilanz dennoch positiv aus. Schwerwiegende Unfälle habe es im Freibad nicht gegeben. Das Hochwasser habe zeitweise das Baden im Murtensee verunmöglicht. «Aber im Gegensatz zu anderen Freibädern drang kein Seewasser in unsere Becken und Technikräume ein.»

Rasen litt unter Hochwasser

Für Schaden habe das Hochwasser aber auf der Wiese und an den Stegen gesorgt. «Weil der Rasen unter Wasser stand, hat ihm Sauerstoff gefehlt. Als das Hochwasser zurückging, war das Gras tot und stank.» Umgehend habe der Gärtner des Schwimmbads die alte Rasennarbe abgetragen und durch einen Rollrasen ersetzt. «Wir sind jeden Tag bestrebt, unseren Besucherinnen und Besuchern eine einwandfreie Anlage zur Verfügung zu stellen», unterstreicht Oliver Fey. Wenn die starken Gewitter dieses Sommers Schäden an einem Baum verursacht hatten, hätten die Gäste schon ab dem nächsten Mittag nichts mehr davon bemerkt.

Die Umsetzung der Corona-Massnahmen habe super funktioniert, berichtet der Betriebsleiter.

Ich muss ein Lob an unsere Badegäste aussprechen. Sie haben diszipliniert die Regeln eingehalten, und so dafür gesorgt, dass das Bad offen bleiben konnte.

Oliver Fey
Betriebsleiter Schwimmbad Murten

Wie im vergangenen Jahr habe auch in dieser Sommersaison eine Maskenpflicht in den Innenräumen des Bads gegolten. Die Abstände seien gut eingehalten worden. Auch haben die Betreiber niemanden abweisen müssen, weil das Freibad zu voll gewesen wäre. «Wir haben draussen eine relativ grosse Wasserfläche. Da funktioniert der Abstand von 1,5 Metern gut.»

Nach der alljährlichen grossen Sommer-Revision ist das Hallenbad seit dem 4. September wieder geöffnet. Seit vergangenem Montag gilt hier neu die Zertifikatspflicht ab einem Alter von 16 Jahren. Die Umsetzung funktioniere gut, so Oliver Fey. Die Gäste würden das Angebot des Bads schätzen und mit dem Zertifikat kommen. «Einige zeigen Verständnis für diese Massnahme, andere weniger.»

Viele Auswärtige in Kerzers

Von einer grundsätzlich guten Saison berichtet Daniel Maeder, Chef-Badmeister in Kerzers. Durch den Regen im Juli und August würden einige Tage mit vielen Besuchern in der Bilanz fehlen. Er geht deshalb davon aus, dass das Kerzerser Freibad in diesem Sommer von weniger Gästen aufgesucht worden ist als im Vorjahr. «Wenn das Wetter aber stimmte, hatten wir viele Leute in der Badi.»

Dass in diesem Sommer ausserordentlich viele Auswärtige nach Kerzers in die Badi gekommen seien, sei besonders, sagte Maeder. Noch nie habe er hier so viele verschiedene Dialekte gehört.

Die Auswärtigen konnten wegen des Hochwassers nicht in den Seen und Flüssen schwimmen und suchten Alternativen.

Daniel Maeder
Chef-Badmeister in Kerzers

Die Stimmung in der Badi sei den ganzen Sommer über unglaublich friedlich gewesen. Abgesehen von den üblichen kleineren Verletzungen habe es keine Unfälle gegeben. Auch hätten die Besucherinnen und Besucher die Anlage sauber hinterlassen. «Es liess keine Wünsche offen.»

Wenig Probleme wegen Corona

Dass zu Beginn der Saison in den eher offenen Gebäuden der Badi Maskenpflicht galt, habe für Unverständnis gesorgt. Das Einhalten der Abstände habe gut funktioniert. «Nur auf dem Sprungturm und bei der Rutschbahn klappte es nicht immer ganz», sagt Daniel Maeder. Aufgrund der Abstände habe sich die Warteschlange vor dem Bistro zeitweise bis zum Planschbecken gezogen.

Gäste aus Kapazitätsgründen abweisen musste das Freibad nicht. «Bis zu 2000 Personen hätten sich gleichzeitig bei uns aufhalten dürfen.» Dieser Wert sei nicht erreicht worden. Der Rekord in dieser Saison habe bei 1800 Personen an einem Sonntag im August gelegen.

Motta profitierte vom Mai

Im Unterschied zum vergangenen Corona-Jahr konnte das Schwimmbad Motta in Freiburg dieses Jahr wieder wie üblich im Mai öffnen und nicht erst im Juni, was positiv war, wie der Dienstchef Finanzen der Stadt Freiburg, Laurent Simon-Vermot, sagt.

Das Wetter im Mai war uns gut gesinnt, und die Leute haben nahezu so viele Saisonabonnemente gelöst wie im Durchschnitt der vergangenen zehn Jahre.

Laurent Simon-Vermot
Dienstchef Finanzen der Stadt Freiburg
Die Westschweizer Schwimmmeisterschaften brachten der Motta im Juni Publikum, aber wenig Eintritte.
Alain Wicht/a

Ein Highlight seien die Westschweizer Schwimmmeisterschaften im Juni gewesen. Sie hätten wegen der Schliessung des Bads für eine Woche aber auch zu Mindereinnahmen geführt. Auch die darauffolgenden Monate seien nicht brillant gewesen.

Die Zahlen im Juli und August sind kaum besser als jene im Jahr 2014, welches das schlechteste der vergangenen zehn Jahre war.

Laurent Simon-Vermot
Dienstchef Finanzen der Stadt Freiburg

Insgesamt wurden weniger Einzeleintritte und Zehnerkarten verkauft. Simon-Vermot hofft, dass der schöne Monat September die Rechnung 2021 ein wenig aufbessern hilft. In jedem Fall habe das Jahr 2021 im Vergleich zum Corona-Jahr 2020 aber mehr eingebracht.

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