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Bahnübergänge werden sicherer

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Grosser Rat gewährt Kredit für die Sanierung

Autor: Von ARTHUR ZURKINDEN

26 Unfälle ereigneten sich in den letzten fünf Jahren im Kanton Freiburg auf Bahnübergängen, wobei vier Todesopfer zu beklagen waren. Nicht weniger als 329 Bahnübergänge gibt es im Kanton. Alle 39 Übergänge auf den Kantonsstrassen sind mit Schranken ausgestattet oder denivelliert (mit einer Über- oder Unterführung). Die sanierungsbedürftigen Bahnübergänge befinden sich demnach auf Gemeinde- oder Privatstrassen.Als gefährlich gelten Übergänge mit Sichtzeiten von unter zwölf Sekunden. Der Staat ist aber bereit, auch zwei tpf-Übergänge in Neirivue zu subventionieren, deren Sichtzeit mehr als zwölf Sekunden beträgt. Wegen ihrer Nähe zu einer Kantonsstrasse sind sie trotzdem gefährlich. Auf einem dieser Bahnübergänge hat der Ammann von Neirivue im Jahre 2005 das Leben verloren.

Sanierungskosten von über 15 Millionen Franken

Die Sanierung der 65 Bahnübergänge kostet laut Angaben der Bahnunternehmen insgesamt 15,379 Millionen Franken. Somit wird eine Sanierung durchschnittlich 236 000 Franken verschlingen. Der Grosse Rat hat gestern – nebst der Gewährung des Kredites – auch das Strassen- gesetz revidiert. Dieses sieht nun vor, dass der Staat 65 Prozent der effektiven Sanierungskosten übernimmt, doch können Kosten von höchstens 120 000 Franken geltend gemacht werden. Somit beläuft sich die maximale Subvention auf 78 000 Franken.

Sanierung zu teuer?

Dass die Bahnübergänge im Kanton Freiburg sicherer werden müssen, war im Grossen Rat nicht umstritten. FDP-Sprecher René Kolly wies aber auf die teuren Sanierungen hin. 500 000 Franken kostet eine Sanierung mit Schranken. SVP-Sprecher Joe Genoud vermutete, dass das Material so teuer sei, weil es von einem Monopolisten geliefert werde. Laut Staatsrat Georges Godel testen die SBB im Kanton Jura ein einfacheres Sicherheitssystem, das – bewährt es sich – eine Senkung der Kosten zur Folge haben würde.

Aufheben statt sanieren

Mehrere Grossräte sprachen sich für die Aufhebung von Bahnübergängen aus, weil es die beste Lösung für die Sicherheit sei. Finanziell tragbar sei dies vor allem dann, wenn mit einer Über- oder Unterführung gleich mehrere Bahnübergänge aufgehoben werden können. So wusste Georges Godel zu berichten, dass in seiner Wohngemeinde mit einer Unterführung gleich 12 von 13 Bahnübergängen geschlossen werden konnten. Voraussetzung dafür bilde auch ein Verständigung zwischen den Grundbesitzern.Georges Godel gab auch zu verstehen, dass der Staat die Sanierung zwar subventioniere, die Initiative dazu jedoch von den Bahnunternehmen und Grundbesitzern ergriffen werden müsse. Er rechnet, dass der Kanton von 2008 bis 2014 jährlich Beiträge von 600 000 Franken gewähren werde.

Als Folge einer überwiesenen Motion

Der Grosse Rat hat am Dienstag das Strassengesetz revidiert und einen Verpflichtungskredit von über vier Millionen Franken zur Sanierung der Bahnübergänge gewährt, weil er am 11. Mai 2005 eine Motion von Hans-Rudolf Beyeler mit 61 zu 45 Stimmen überwiesen hat. Der ehemalige CSP-Grossrat aus Oberschrot wollte mit seinem Vorstoss erreichen, dass der Staat die Kosten für die Sanierung der gefährlichen Bahnübergänge übernimmt, die bisher vom Bund getragen wurden.

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