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Ballenberg oder Indianerreservat?

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Leserbriefe

Ballenberg oder Indianerreservat?

Autor: «Bauzone nur bei guter ÖV-Anbindung» – FN vom 23. Januar

Droht der Sensebezirk nächstens zu einem neuen «Ballenberg» zu verkommen? Das jedenfalls scheinen gewisse Gemeindebehörden samt ihrem Oberamtmann ernsthaft zu befürchten. Eigenartig, wie in letzter Zeit, unter anderem beim umstrittenen Projekt «Galmiz», das Schweizerische Freilichtmuseum als Schreckgespenst die Köpfe einheimischer Politiker beherrscht. Früher sprach man vom «Indianerreservat», zu dem die urbane Schweiz das ländliche Freiburg machen wolle. Aber Hand aufs Herz: Taugen Schlagworte als Argumente?

Die planerische Wirklichkeit sieht nämlich heute ganz anders aus: Freiburg ist punkto Zersiedelung der Landschaft Schweizermeister. Der ehemalige Agrarkanton mit seinen explodierenden Bauzonen, oft ganz abseits von Bahn oder Bus, ist auf weite Strecken nicht mehr zu erkennen.

Da gibt die Gemeinde Köniz – sie zählt mehr Einwohner als die Stadt Freiburg – ein aktuelles Gegenbeispiel. Den Wakker-Preis hat sie sich durch die weise Zurückstufung ihrer ehemals überrissenen Bauzonen und der gleichzeitigen Verdichtung des Siedlungsgebietes verdient. Der Wille zur Umkehr kam dort übrigens zuerst von den Gemeindebürgern und erst dann von den Politikern und Baulandbesitzern. Zum Glück wird sich jeder von uns bei der kommenden Abstimmung zur Landschaftsinitiative zu einem gesunden, weil massvolleren Wachstum entscheiden können.

Autor: Jean-Pierre Anderegg, Freiburg

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