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Banc Public hat ein neues Zuhause

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Es herrscht ein sympathisches Durcheinander am ersten Tag von Banc Public in den neuen Räumlichkeiten: Handwerker installieren die letzten Apparate, Helfer räumen die Küche ein, eine Frau bügelt im Aufenthaltsraum, Besucher gehen neugierig durch die Räume. Ein Mann lässt sich nicht stören: Er sitzt ruhig an einem Tisch, trinkt einen Kaffee und löst ein Kreuzworträtsel.

Von Bedürftigen genutzt

Das Tageszentrum Banc Public steht von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr nachmittags für jedermann offen. Genutzt wird es von Bedürftigen: Obdachlosen, Arbeitslosen, Einsamen, Armen. Frühstück bekommen die Menschen gratis, für das Mittagessen bezahlen sie fünf Franken. Sie können sich duschen, ihre Kleider waschen, Computer benützen und sich die Haare schneiden lassen. Sie erhalten auch Rat von den Mitarbeitern von Banc Public, wenn sie auf der Suche nach Arbeit sind. Oder wenn sie nicht wissen, wie es in ihrem Leben weitergehen soll.

 «Unsere Klientel ist sehr unterschiedlich», sagt Anne-Marie Schmid Kilic, Direktorin von Banc Public. Über 80 Prozent der Menschen, die das Angebot nutzen, sind Männer. Familien sind selten. «Es kommen junge Leute ohne Arbeit, aber sehr lange hat beispielsweise auch eine alte Frau aus dem Quartier hier zu Mittag gegessen.» Niemand muss sich rechtfertigen, wenn er das Angebot nutzt. «Es zeigt sich, dass nur Leute kommen, die bedürftig sind», sagt Schmid.

Randständige sind einsam

Knapp 60 Personen nutzen das Angebot pro Tag. Vor dem Umzug war Banc Public eine Woche geschlossen. «Einige haben mir erzählt, dass sie sich in dieser Zeit nirgends waschen konnten», erzählt Schmid. «Es braucht uns.»

Banc Public ist in Kontaktmit verschiedenen sozialenDiensten und vermittelt die Menschen an die zuständigen Stellen. «Wir hören zu, schon das ist für viele eine Hilfe», sagt Anne-Marie Schmid. Als Haupttätigkeit der Organisation nennt sie: «Auf die Grundbedürfnisse der Menschen antworten und soziale Kontakte ermöglichen.» Denn viele der Randständigen sind einsam.

 Hellere Räume

Dass die Leute in Banc Public die Einsamkeit überwinden können, zeigt sich am Eröffnungstag. Die Besucher lachen und schwatzen und freuen sich über die neuen Räume. «Es gefällt ihnen, die Leute sind sehr zufrieden», sagt Schmid. Die Räume sind heller als am früheren Standort, und neu gibt es auch einen Garten. Freiwillig ist Banc Public jedoch nicht umgezogen. Das vorherige Haus an der St.-Bartholomäus-Strasse–es liegt rund 200 Meter vom neuen Standort entfernt–wird abgerissen. Die Suche nach einem neuen Standort gestaltete sich nicht einfach, und gegen den Umzug in das Haus an der Joseph-Chaley-Strasse gab es fünf Einsprachen. Der Oberamtmann des Broyebezirks lehnte die Einsprachen jedoch ab (siehe FN vom 27. März); keiner der Einsprecher hat diesen Entscheid angefochten.

2012 hatten die Mitarbeiter von Banc Public also einiges zu tun–zu viel, um das Zehn-Jahr-Jubiläum zu feiern. «Das holen wir im Sommer nach», sagt Schmid. Im August wird Banc Public die Einweihung des neuen Hauses und seinen Geburtstag feiern.

Zahlen und Fakten

21613 Besucher und 16814 Mahlzeiten

Banc Public gibt es seit 2002, seit 2004 ist Anne-Marie Schmid Kilic Direktorin. 2012 besuchten das Tageszentrum im Schnitt 60 Personen pro Tag. Insgesamt registrierte Banc Public 21613 Besuche und 16814 Mahlzeiten, also 46 Mahlzeiten pro Tag. Im Vergleich mit 2011 entspricht dies einem Zuwachs von zehn Prozent bei den Besuchen und sieben Prozent bei den Mahlzeiten. Die Besucher stammen zu 75 Prozent aus der Stadt Freiburg, elf Prozent aus dem Kanton, zehn Prozent sind auf der Durchreise und 2,5 Prozent kommen aus einem anderen Kanton. Das Zentrum ist an 365 Tagen pro Jahr geöffnet. Banc Public wird zu 75 Prozent von der Loterie Romande und dem Kanton finanziert. Gemeinden und kirchliche Institutionen leisten ebenfalls Beiträge. Die Organisation erhält zudem Spendenbeiträge. Letztes Jahr verzeichnete das Zentrum ein Defizit von rund 9000 Franken. Deshalb, und auch weil die Miete am neuen Ort teurer ist, hat Banc Public um grössere Beiträge bei der Loterie Romande gebeten. Gemäss Direktorin Anne-Marie Schmid liegt der Grund bei Mehrausgaben bei den Löhnen. Für das Führen des Zentrums gibt es 4,5 Vollzeitstellen.mir

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