Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Barack Obamas Vorfahren sollen aus Ried bei Kerzers ausgewandert sein

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Marc Kipfer

Ried bei Kerzers Der Stammbaum des US-amerikanischen Präsidentschaftsanwärters Barack Obama lässt sich müt- terlicherseits bis in die elsässische Stadt Bischwiller nördlich von Strassburg zurückverfolgen. Wie die Tageszeitung Blick am Freitag berichtete, hiess Obamas Urururururururgrossvater Johannes Gutknecht.

Er war 1720 aus der Schweiz in die elsässische Stadt ausgewandert. Dort packte sein Sohn Christian 1749 seine Sachen und zog in Richtung USA. Ungeklärt ist allerdings die Frage, wo dieser Johannes Gutknecht vorher gelebt hatte. Ohne einen Beweis vorzubringen, legte sich der Blick in seinem Artikel fest: Obamas Vorfahre habe im Freiburger Seeland gelebt.

Die entscheidenden Bücher sind verbrannt

In Ried bei Kerzers gibt es so viele Gutknecht-Familien, dass man die Übersicht nur dank zusätzlichen Übernamen behalten kann. Christa Guilland-Gutknecht, Gemeinderätin in Ried, wurde vom Blick zu ihrer angeblichen Verwandtschaft mit Obama befragt. Sie weiss nicht, wie viel Wahres an der Geschichte wirklich dran ist.

«Leider habe ich nie gehört, dass ein Vorfahre von uns ausgewandert wäre», so Guilland-Gutknecht. Auch im Riedbuch sei nichts davon erwähnt. «Allerdings fehlt in unserem Stammbaum ein Stück», weiss die Gemeinderätin.

Dies bestätigt ihre Schwester Iris Winkelmann-Gutknecht. Die Zivilstandsbeamtin hatte aus beruflichen Gründen schön öfters mit dem Gutknecht-Stammbaum zu tun und weiss: «Die Familiengeschichte lässt sich nur bis 1854 zurückverfolgen. Die früheren Rieder Bücher sind einem Brand zum Opfer gefallen.»

Bis zu der Zeit, in der Johannes Gutknecht von Ried ins Elsass ausgewandert sein soll, fehlen also mehr als 130 Jahre.

«Ich dachte zuerst an einen Witz», sagt Christa Guilland-Gutknecht. Sie hat von der möglichen Verwandtschaft mit Obama durch ihren Bruder erfahren, bei dem der Blick zuerst angeklopft hat.

Ihr Bruder Bruno Gutknecht nimmt den Rummel gelassen. «Bisher wurde ich kaum auf den Artikel angesprochen», so der Gemüsebauer. Vielleicht werde sich das in der nächsten Zeit noch ändern, wenn er die Leute im Dorf zufällig treffe. «Wenn die Geschichte stimmt, wäre es schon etwas Spezielles für mich, aber ich würde mich nicht dafür schämen», sagt Bruno Gutknecht. Er nimmt kein Blatt vor den Mund: «Lieber mit Obama verwandt als mit Bush.»

Ältere Leute könnten mehr darüber wissen

Eines haben die drei Gutknechts gemeinsam: Sie hoffen, dass nun geklärt werden kann, ob sie tatsächlich mit dem Präsidentschaftskandidaten verwandt sind. «Das müssen wir wohl selber in die Hand nehmen», vermutet Iris Winkelmann-Gutknecht.

Vielleicht wüssten ja ältere Leute im Dorf noch Geschichten von jemandem, der vor fast 300 Jahren aus Ried ausgewandert sei. Und ob dieser jemand vielleicht wirklich Johannes Gutknecht hiess.

Mehr zum Thema