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«Bärefalle» gibt umstrittenes Lokal auf

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Autor: Marc Kipfer

«Einmal muss man einen Schlusspunkt setzen», findet Roland Merz. Der Präsident des Murtner Vereins «Bärefalle» hat angekündigt, dass es das gleichnamige Lokal an der Ryf nur noch bis Ende Mai gibt. Der Verein hat den Mietvertrag gekündigt und bereits mit den Aufräumarbeiten begonnen. Weil die «Bärefalle» seit Monaten nur für private Zwecke benutzt werden darf, fehlt dem Verein auf längere Sicht das Geld für die Miete.

Ein weiterer Faktor hat den Entscheid beschleunigt: «Mit den Nachbarn hätten wir uns wohl nie arrangieren können», sagt Präsident Merz. Dabei seien die Lokalbesucher diszipliniert gewesen, findet er. Man habe Lärm vermieden und abends um zehn oder halb elf Uhr geschlossen. Für diesen strengen Kurs nahm der Vorstand sogar einen internen Streit in Kauf. «Zwei Mitglieder haben den Vorstand verlassen, weil sie tun wollten, was ihnen passte», sagt Merz, der Urs Sahli als Präsidenten ablöste.

Laut Vorstandsmitglied Roland Schmid sucht der Verein nun einen geeigneteren Standort in der Region Murten. «Wir haben noch kein neues Lokal», betont Schmid. Er regt sich über aktuelle Gerüchte auf, die das Gegenteil besagen.

Nachbarn atmen auf

Froh über den Wegzug des Vereins ist Nachbarin Marie Eschenmoser. «Vor allem der Rauchgestank war ein Problem für mich», sagt sie. «Es war unangenehm. Manchmal hat man es sogar oben in der Wohnung gerochen.» Nun hofft Marie Eschenmoser, dass die Räume wieder für einen anderen Zweck genutzt werden. «Ein Handwerker würde uns zum Beispiel passen.»

Für Vermieter Hugo Wanner ist das Kapitel «Bärefalle» rückblickend eine Enttäuschung. Den Mietvertrag habe er unterzeichnet, kurz bevor der Verein nach einer Razzia ins Gespräch gekommen sei. Die befürchteten Lärmstörungen seien dann zwar ausgeblieben, doch mit den Nachbarn habe es «Komedi» gegeben. Wanner sagt, der Verein werde einige illegale Änderungen in den Räumen rückgängig machen. Wer neu einzieht, weiss der Vermieter heute – trotz einiger Interessenten – noch nicht.

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