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Basketball «Made in Switzerland»

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: frank stettler

Die Schweizer Korbjäger spielen in der Nationalliga A meist eine untergeordnete Rolle. Die Liga wird von den Spielern aus dem Ausland dominiert. Beispiel BBC Nyon: 90 Prozent der Spielzeit gingen auf das Konto der Ausländer; für die einheimischen Basketballer blieben nur gerade 10 Prozent übrig. Möglich machte dies die bisherige Reglementierung. Jeder Verein konnte so viele Spieler aus dem europäischen Raum verpflichten, wie er wollte, dazu drei Akteure aus den Nicht-EU-Staaten. So standen im bereits erwähnten Kader von Nyon zwei US-Amerikaner, zwei Franzosen, ein Engländer, ein Kanadier, ein Belgier, ein Finne. Und nur ein Schweizer Spieler kam mehr oder weniger regelmässig zum Einsatz. Zum Vergleich: Bei Olympic erhielten die Söldner knapp 43 Prozent der Spielzeit. Dies liegt immer noch weit unter dem Liga-Schnitt von um die 70 Prozent.

Sanfter Druck

Die Basket-Nationalliga übt nun sanften Druck auf Vereine aus. In der kommenden Saison müssen mindestens fünf Spieler (egal welcher Nationalität), die in der Schweiz ausgebildet wurden, auf dem Matchblatt mit total zwölf Spielern stehen. Damit ein Spieler als hierzulande ausgebildet gilt, muss er entweder seine erste Lizenz in der Schweiz gelöst haben oder im Juniorenalter während mindestens drei Jahren für einen Schweizer Verein gespielt haben. In der Saison 2010/11 wird die Zahl dann auf sechs erhöht, und sollte sich das Projekt als Erfolg erweisen, in einem weiteren Schritt auf sieben.

Sieben US-Spieler möglich

«Wir wollen die Vereine dazu bringen, dass sie ihre Strategie überdenken und auf die Karte Nachwuchs setzen», sagt Nationalliga-Direktor Gabriel Gisler. «Wir gehen bewusst nur Schritt für Schritt. Die Clubs sollen so Zeit haben, zunächst die jungen Spieler an das Niveau heranzuführen.» Vereine wie Olympic oder Boncourt, die veritable Ausbildungszentren aufgebaut haben, sind bereits auf dem richtigen Weg. Aber auch die anderen werden mit dieser neuen Regel nicht vor den Kopf gestossen. Bereits in der vergangenen Saison haben gut die Hälfte der NLA-Teams die nun von der Nationalliga festgelegten Richtlinien erfüllt. «Auf der einen Seite schränken wir die Clubs mit dieser Regel ein, andererseits lassen wir aber auch mehr Spielraum. Denn neu ist es egal, aus welchen Ländern die Ausländer stammen.» Dies will heissen, dass ein Verein in der kommenden Saison auch mit sieben Amerikanern antreten könnte oder sieben Spaniern. Die Nationalität ist egal. Weil die US-Spieler auf dem Markt günstiger zu haben sind als Europäer, dürfte deren Zahl also ansteigen.

Totel 16 Lizenzen

Festgelegt wurde die Zahl der Lizenzen, wie der Nationalliga-Präsident François Barras festhielt: «Zur Verfügung stehen 16 Lizenzen, davon können maximal deren zehn für nicht in der Schweiz ausgebildete Spieler eingesetzt werden.»

Wie sich diese neuen Regeln auf den Schweizer Basketball auswirken werden, wird sich weisen. Das Signal der Nationalliga ist jedenfalls klar. In den Hallen soll vermehrt Basketball «Made in Switzerland» zu sehen sein.

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