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Bau für Flugplatz beginnt im Sommer

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Schon bisher landeten zivile Flugzeuge auf dem Militärflugplatz Payerne. Seit Juni 2016 gibt es dafür auch ein ziviles Rollfeld. Nun folgen weitere Schritte, damit aus einzelnen zivilen Flügen ein veritabler ziviler Flughafen für Geschäftsflüge werden kann: Wie die Gemeinde Payerne und der Regionalverband Coreb gestern an einer Medienkonferenz in Payerne informierten, wollen sie gemeinsam die Firma Swiss Aeropole SA gründen. Diese soll als Betreiberin des zivilen Flughafens sowie als Vermieterin von Büroräumlichkeiten auf den Plan treten. Auf Ende August ist dafür der Baubeginn eines dreistöckigen Gebäudes angesetzt.

Bodeneben sind Hangars, Zoll und weitere Räume für die zivile Luftfahrt geplant, im ersten und zweiten Stock ist ein sogenanntes Kompetenzzentrum für Luftfahrttechnologie vorgesehen. In diesem sollen sich Firmen verschiedenster Gattungen ansiedeln, die der Luftfahrt nahestehen.

Bau soll 2019 fertig sein

Das neue Gebäude kostet rund 28 Millionen Franken. Payerne investiert unter dem Strich rund 3,7 Millionen Franken in den zivilen Flughafen und in das Kompetenzzentrum. Zudem sollen private Investoren zur Realisierung des Projekts beitragen.

Das Parlament von Payerne wird im Mai über das Projekt befinden. Die Gründung der neuen Aktiengesellschaft soll kurz darauf über die Bühne gehen. Läuft alles nach Plan, ist der Gebäudekomplex im März 2019 bezugsbereit.

«Nach Jahren der Vorbereitung und Planung treten wir nun in die Phase der Realisierung ein», sagte Christelle Luisier Brodard, Syndique von Payerne, an der gestrigen Medienkonferenz in Payerne. «Die Räumlichkeiten werden gefragt sein», ist Luisier Brodard überzeugt.

Der Regionalverband Coreb setzt sich seit Jahren für die Ansiedlung von Firmen beim Militärflughafen Payerne ein. Das eingezonte Industrieland ist in die Zonen Aéropôle I von 150 000 Quadratmetern und Aéropôle II von 250 000 Quadratmetern aufgeteilt. Die erste Zone ist für Unternehmen mit direktem Pistenzugang vorgesehen. So kommt auch der geplante Flughafen-Gebäudekomplex auf die Zone Aéro­pôle I zu stehen.

Arbeitsplätze generieren

Auf dem gesamten Gelände sind nur noch wenige Parzellen frei; die Firmen Boschung, Groupe E, und Solar­Stratos sind bereits vor Ort. «Mit diesem Projekt können wir in einer peripheren Region weitere Arbeitsplätze schaffen», betonte Olivier Piccard, Präsident des Regionalverbandes Coreb, an der Medienkonferenz in Payerne.

Speedwings mit sieben Jets

Das Mandat für die zivile Luftfahrt übernimmt der Regionalverband Coreb. Entscheidend für die Realisierung des Projekts sind die Firmen Speedwings Business SA und Anura SA. Die Unternehmen um den Freiburger Damien Piller werden den Bau des Gebäudekomplexes realisieren und dafür rund 13 000 Quadratmeter Land kaufen. Die Gemeinde Payerne wird einen Teil der Baute zurückkaufen und unter dem Hut der Firma Swiss Aeropole SA verwalten.

Sieben Flieger der Firma Speedwings soll künftig für die zivile Luftfahrt auf dem Flugplatz Payerne bereit stehen. Das Unternehmen bietet bereits heute private Flüge für Firmen an, bis anhin vor allem in Genf. Es sei nicht einfach gewesen, die verschiedenen Interessen unter einen Hut zu bringen, sagte Damien Piller an der gestrigen Medienkonferenz. Doch die Entwicklung des Flugplatzes in Payerne biete ideale Möglichkeiten für seine Firma, «nicht zuletzt, damit wir den regionalen Unternehmen unsere Dienste anbieten können». Damit ist der Flugplatz für Geschäftsflüge vorgesehen, welche mit den wirtschaftlichen Aktivitäten lokaler Unternehmen zusammenhängen. Speedwings werde in dem neuen Gebäudekomplex 6500 Quadratmeter Hangar und Büroräumlichkeiten in Beschlag nehmen. Es seien rund 20 Arbeitsplätze vorgesehen, wobei diese Zahl laut Piller in den nächsten Jahren ansteigen wird. Das gesamte Gebäude biete für rund 250 Angestellte Platz.

Zahlen und Fakten

4200 Flüge pro Jahr bewilligt

Die Idee des Regionalverbandes Coreb und des Kantons Waadt, in Payerne zivile Flüge anzubieten, stammt aus dem Jahr 1999. Das Bundesamt für Zivilluftfahrt (Bazl) genehmigte 2013 ein Reglement, welches eine maximale Zahl von jährlich 8400 zivilen Flugbewegungen vorsieht, was mit Start und Landung 4200 Flügen entspricht. Samstags ist der Flugbetrieb eingeschränkt möglich, sonntags gilt ein Flugverbot. Passagierflüge für Reisende und Touristen sind nicht geplant. Der zivile Flugplatz in Payerne ist für geschäftliche Flüge vorgesehen.

emu

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