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Bauarbeiter verletzt Schulmädchen im Gesicht

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Letzten Dezember musste in der Primarschule in La Tour-de-Trême eine Metalltüre ersetzt werden, die zu den Garderoben der Turnhalle führt. Ein Bauarbeiter zog ein Absperrband um die Baustelle. Auf einer Leiter stehend arbeitete der 50-Jährige mit einer Schleifmaschine; dabei trug er Ohrenschützer. Später schaltete er den Motor der Maschine aus, stieg von der Leiter und drehte sich nach links – wo ein Schulmädchen stand und auf sein Zeichen wartete, um vorbei gehen zu können. Der Mann hatte das Mädchen jedoch nicht gesehen und touchierte mit der Maschine, deren Scheibe sich noch drehte, sein Gesicht.

Narbe im Gesicht

Die Scheibe schnitt in die rechte Wange des Mädchens; noch heute hat es eine acht Zentimeter lange Narbe zwischen Nase und Ohr. Laut ihrem Arzt wird sie sich als Jugendliche oder Erwachse- ne höchstwahrscheinlich einer Schönheitsoperation unterziehen müssen. Daher gilt ihre Verletzung als eine schwere Verletzung, schreibt der Freiburger Staatsanwalt Patrick Genoud im Strafbefehl gegen den Bauarbeiter: Das Bundesgericht habe festgehalten, dass eine Verletzung, die eine Narbe hinterlässt und das Opfer objektiv gesehen stören wird, als schwer gilt–auch wenn sie medizinisch als genesen angesehen wird.

Zu wenig vorsichtig

Laut Strafbefehl hat der Bauarbeiter seine Pflicht zur Vorsicht verletzt. Nachdem er den Motor der Schleifmaschine ausgeschaltet hatte, hätte er entweder auf der Leiter warten müssen, bis sich die Scheibe nicht mehr drehte, oder um sich schauen, bevor er herunterstieg. Gerade in Schulen seien auf Baustellen besondere Vorsichtsmassnahmen angezeigt, schreibt der Staatsanwalt.

Zudem habe der Mann Ohrenschützer getragen und nicht gehört, was um ihn herum vor sich ging; auch das hätte ihn zu noch mehr Vorsicht animieren müssen. Zudem sei die Zone der Baustelle nur sehr klein gewesen, so dass er erst recht hätte vorsichtig sein müssen.

Die Staatsanwaltschaft verurteilt den Bauarbeiter wegen schwerer fahrlässiger Körperverletzung zu einer bedingten Strafe von 40 Stunden gemeinnütziger Arbeit, mit einer Bewährungsfrist von zwei Jah- ren, und zu einer Busse von 300 Franken. Dazu kommen noch Verfahrenskosten von 600 Franken. njb

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