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Bauboom lässt die Ausleihungen der Freiburger Kantonalbank stark ansteigen

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Autor: Fahrettin Calislar

Albert Michels Augen funkelten, als er als Verwaltungsratspräsident der Freiburger Kantonalbank (FKB) gestern die Zahlen für das Jahr 2011 vorstellte. Er, der Anfang Jahr das Szepter als FKB-Generaldirektor an Edgar Jeitziner abgegeben hat. «Wir sind eine gesunde und stabile Bank mit zufriedenen Mitarbeitern», fasste Michel die Lage zusammen.

Zum 18. Mal in Folge trumpft die Bank mit einem Rekordergebnis auf. 14,4 Milliarden Franken standen letztes Jahr insgesamt als Bilanz in den Büchern.

Zwei von drei Franken, welche die FKB erwirtschaftet hat, konnte sie als Gewinn verbuchen. Das Aufwand-Ertrag-Verhältnis verbesserte sich auf 33 Prozent (2010: 35 Prozent). Das ist der beste Wert der 174 Schweizer Banken mit Privatkundengeschäft. Nach Abzügen blieb ein Jahresgewinn von 107,6 Millionen Franken – ein Plus von 5 Prozent.

Einen guten Teil des Erfolgs macht das stark wachsende Hypothekargeschäft aus. Das Volumen stieg um 10 Prozent an. Das Wachstum hänge mit dem Bauboom zusammen, sei aber nicht auf Sand gebaut, betont Michel. Der Hauptgrund für die rege Bautätigkeit ist der anhaltende Zuzug von neuen Einwohnern. 8500 neue Kunden kamen so zur FKB. «Das Wachstum ist real, es ist keine Spekulation wie früher», weiss Michel. Es falle zudem auf, dass 90 Prozent der Hypotheken einen fixen Zinssatz haben. Parallel zu den Ausleihungen füllten sich auch die Sparkonti, so dass die FKB die Kredite vollständig durch Einlagen finanzieren konnte.

Staat profitiert vom Profit

Der Freiburger Finanzdirektor Georges Godel reibt sich die Hände: Die FKB schüttet über 50 Millionen Franken (2010: 46,8) an die öffentliche Hand aus – als Gewinnbeteiligung, Steuern, Abgeltung für die Staatsgarantie und für die Verzinsung des Kapitals. 41 Millionen gehen an den Kanton und 9,5 Millionen an Gemeinden sowie Pfarreien. Hinzu kommen etwa 3 Millionen Franken, mit denen die FKB sportliche und kulturelle Institutionen unterstützt hat. Und sie vergab 2011 Aufträge und Bestellungen an KMU für über 10 Millionen Franken.

Den Rest des Gewinns legt die FKB auf die hohe Kante. Sie verfügt nun über ein Vermögen von 1,3 Milliarden Franken. Es hat sich in elf Jahren mehr als verdoppelt. Sie plant Investitionen für über 8 Millionen Franken, darunter die Modernisierung der Filiale in Courtepin sowie den Ausbau des E-Bankings und des Internetauftritts.

Für die Zukunft sieht Präsident Michel ein weiteres, aber vorsichtiges Wachstum in einem schwierigen Umfeld voraus: «Wir wollen das zwanzigste Rekordergebnis in Folge erreichen.» Dabei will die FKB nicht wie andere Kantonalbanken ausserhalb der Grenzen das grosse Geschäft suchen: «Wir wollen erst das Bedürfnis innerhalb des Kantons decken», sagte Michel. Vorgesehen ist zum Beispiel eine «mobile Bank» (siehe Kasten).

Die erste Pressekonferenz zur FKB-Jahresbilanz für den neuen Generaldirektor Edgar Jeitziner (rechts) war auch eine Premiere für seinen Vorgänger Albert Michel (links), da dieser neu als Verwaltungsratspräsident amtet.Bild Vincent Murith

Bilanz

Die Zahlen des finanziellen Erfolgs

• Bilanzsumme: 14,4 Mrd. Franken (2010: 13,1 Mrd.)

• Bruttogewinn: 164 Mio. Franken (2010: 149 Mio.)

• Jahresgewinn: 107,6 Mio. Franken (2010: 102,4 Mio.)

• Ertrag total: 244,8 Mio. Franken (2010: 229 Mio.)

• Ertrag Zinsen: 193 Mio. Franken (2010: 178 Mio.)

• Kundengelder: 10,5 Mrd. Franken (2010: 9,9 Mrd.)

• Kredite total: 12,6 Mrd. Franken (2010: 11,3 Mrd.)

• Hypotheken: 10 Mia. Franken (2010: 9 Mrd.)

• Steuern: 20 Mio. Franken

• Betriebsaufwand: 80,8 Mio. Franken (davon Lohnkosten 52 Mio.) fca

Umfrage: Mitarbeiter zufrieden mit den Arbeitsbedingungen

Der Hauptaufwandposten jeder Bank ist das Personal. Der Aufwand für die aktuell 436 Mitarbeiter am Hauptsitz und in den 27 Geschäftsstellen ist 2011 gleich hoch geblieben.

Die FKB führte eine Studie zur Zufriedenheit der Angestellten durch. Das Ergebnis: «96 Prozent unserer Mitarbeiter sind mit ihrer Arbeit und ihrer Stelle zufrieden», sagte Personalchef Patrick Betticher und betonte, dass 94 Prozent der Mitarbeiter an der Umfrage teilgenommen haben, obwohl sie freiwillig war.

Besonders zufrieden zeigten sie sich mit dem Image und der Innovationsfähigkeit sowie den Sozialleistungen und der Kapazität zur Integration neuer Mitarbeiter. Sie unterstützen die Bemühungen der FKB zugunsten einer guten Work-Life-Balance für die Mitarbeiter; «ein Aspekt, der in der heutigen Gesellschaft zentral ist», so Betticher. Verbesserungsbedarf zeigte sich in den Bereichen Lohn, Weiterbildung und Karriereplanung. Im Laufe des Jahres werden Verbesserungsmassnahmen erarbeitet.fca

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