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Bauern wollen ihre Gülle ausbringen

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Autor: Josef Jungo

Grangeneuve Die Sperrzeiten für das Ausbringen von Hofdüngern (Gülle und Mist) sind unsinnig, findet Andreas Freiburghaus aus Wünnewil. Das Ausbringen von Hofdüngern werde ungeachtet von den Bodenbedingungen während zwei Monaten unnötig blockiert, sagte er an der Hauptversammlung der Freiburgischen Vereinigung der umwelt- und tiergerecht produzierenden Landwirte (FIPO) am Mittwoch in Grangeneuve. Zwar unterstütze er die Zielsetzungen bezüglich des Gewässerschutzes, sagte Andreas Freiburghaus weiter. Er wolle sich aber gegen die fixen Sperrzeiten wehren. In der Gemeinde Wünnewil-Flamatt ist Freiburghaus als Gemeinderat verantwortlich für die Sicherheit der Wasserversorgung und -entsorgung.

Freiburghaus’ Kritik rief Pascal Krayenbuhl, Dienstchef beim Amt für Landwirtschaft, auf den Plan. Krayenbuhl verteidigte die Weisungen, die auf der Basis der strengen eidgenössischen Verordnung erarbeitet wurden. Die Weisungen hat der Staatsrat Ende Januar erlassen. Zwischen dem 10. Dezember bis zum 10. Februar dürfen die Bauern Hofdünger demnach auf den Feldern weder ausbringen noch lagern (siehe FN vom 26. Januar).

Gegen längere Ausbildung

FIPO-Präsident Marc Genilloud sieht Widersprüche in der Agrarpolitik. Man könne nicht gleichzeitig die Produktion steigern und die Ökologie fördern und meinen, damit verbessere sich die Einkommenslage der Landwirte, führte er an der Hauptversammlung aus. Er erinnerte an den Verlust von Kulturland, die Senkung der Produzentenpreise und den Rückgang der Direktzahlungen. Unverständnis zeigte Genilloud gegenüber der geforderten Ausbildung für Kontrolleure des Tierschutzes. Erfahrene Kontrolleure sollen eine einwöchige Ausbildung besuchen und neue Kontrolleure haben eine Grundausbildung von sechs Wochen zu absolvieren. Die FIPO fordert, dass diese Ausbildungspflicht nicht für praktizierende Meisterlandwirte gelten soll.

Die FIPO zählt knapp 1900 Mitglieder. Bei der akkreditierten Kontrollorganisation haben sich im letzten Jahr fast 2700 Betriebe für den Bezug von Direktzahlungen angemeldet.

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