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Baugesuch für Verbindungsparking im Stadtzentrum

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Im Jahr 2013 wurde das private Parkhausprojekt, welches das Manor-Parking mit dem Fribourg Centre-Parking verbinden soll, zum ersten Mal öffentlich aufgelegt. Gegen das Vorhaben eines Konsortiums bestehend aus der Immobiliengesellschaft Parvico der Gruppe Villars Holding, der Nordmann-Gruppe Freiburg, Besitzerin des Ma­nor-Parkings, und der Pensionskasse des Kantons Zürich, der das Fribourg Centre gehört, gab es sieben Einsprachen sowie negative Vorgutachten von mehreren kantonalen Ämtern.

Nun scheint das Dossier so weit bereinigt zu sein, dass ein neuer Anlauf gewagt werden kann. Seit gestern liegt das Baugesuch auf. Nebst dem Verbindungsparking wurden auch die Baugesuche für die beiden geplanten Wohn- und Geschäftshäuser hinter dem Fribourg Centre publiziert (siehe Kasten), die 2010 bereits ein erstes Mal aufgelegt worden waren. Zudem liegt seit gestern auch das Baugesuch der Stadt für die Aussenraumgestaltung zwischen dem Fribourg Centre und dem NH Hotel durch die Architekten Montagnini und Fusaro auf.

«Ein Durchbruch»

«Das Vorliegen der Baugesuche kann als Durchbruch bewertet werden», sagte Bauvorsteherin Andrea Burgener (SP) auf Anfrage. Das Verbindungsparking mit 296 Parkplätzen mache den Weg frei für die Umgestaltung des Bahnhofvorplatzes und die Schliessung der Bahnhofallee für den Verkehr. Denn das Ziel der Umgestaltung des Bahnhofplatzes sei ja, die Autos unterirdisch zu platzieren, und dafür brauche es ein Parkhaus.

Grund für die Projektverzögerungen sind gemäss Bur­gener auch die umfassenden Reflexionen in Bezug auf die Aussenraumgestaltung gewesen und die damit verbundenen Verhandlungen mit Anwohnern und Grundstückeigentümern, erklärte Bur­gener weiter. «Die Aufwertung des Sektors zwischen dem Fribourg Centre und dem NH Hotel war mir sehr wichtig. Das Ergebnis ist gut.» Im Rahmen eines parallelen Studienwettbewerbs ging 2011 das Architekturbüro Montagnini und Fusaro als Gewinner hervor – jene italienischen Architekten, die auch das Burgquartier neu gestalten werden.

50 Millionen Franken

2,7 Millionen Franken kosten die Umgebungsarbeiten, sie werden teilweise von Parvico mitfinanziert. Das Verbindungsparking kostet 10,2 Mil­lionen und wird vom Konsortium getragen. Das Gebäude an der Neustrasse beläuft sich auf 21 Millionen Franken und jenes mit Zugang bei der Jo-Siffert-Esplanade auf 16,6  Millionen Franken. Beide werden allein durch Parvico finanziert.

Solange die Einsprachefrist läuft, sind die Projekte allerdings noch nicht in trockenen Tüchern. Der Verein Pro Fribourg, der schon 2013 gegen das Parking opponiert hatte, hat sich noch nicht entschieden. Das sagte die Generalsekretärin von Pro Fribourg, ­Sylvie Genoud Jungo, auf Anfrage. «Wir werden eine Interessensabwägung vornehmen müssen: Einerseits wollen wir die Neugestaltung des Bahnhofplatzes, andererseits sind wir mit der Verkehrsführung der Stadt immer noch nicht einverstanden.» Der Verein würde eine Parkingausfahrt an der Zeughausstrasse bevorzugen.

Zahlen und Fakten

296 neue Parkplätze und 62 Wohnungen

Die drei Parkhäuser (Schützenmatte- oder Manorparking, Fribourg Centre und Verbindungsparking) werden künftig zusammen 980 Parkplätze anbieten. Ein kleiner Teil davon wird für Anwohner und Angestellte reserviert sein, 791 sind Besucher- und Kundenparkplätze. Ein- und Ausfahrt befinden sich bei der Neustrasse und wie bisher beim Kreisel St.-Peters-Gasse. Die aktuelle Zufahrt zum Fribourg Centre-Parking wird aufgehoben. Darüber kommen die beiden Gebäude mit dem Projektnamen «Fribourg Centre B» zu stehen. Die beiden Bauten erreichen nicht ganz die Höhe des Fribourg Centre. Im Gebäude B2 an der Neustrasse 1, 3 und 5 sind auf sechs Stockwerken 37  Wohnungen mit 2,5 bis 6,5  Zimmern geplant. Das Gebäude an der Jo-Siffert-Esplanade hinter dem Fribourg Centre, das «B1», wird 25 Wohnungen auf vier Stockwerken zählen. Auf zwei Etagen sollen zudem Geschäfte untergebracht und durch eine Passage mit dem Fribourg Centre verbunden werden. Zusammen mit den ebenfalls geplanten Büroflächen machen die Läden eine Fläche von 2300 Quadratmetern aus. Wann die Bauprojekte in Angriff genommen werden, hängt von möglichen Einsprachen ab. Die Arbeiten für das Verbindungsparking sollten 2019 beginnen und 2021 fertig sein. Dann könnte die Oberflächengestaltung beginnen.

rsa

 

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