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Baum als Symbol der Langlebigkeit

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Baum als Symbol der Langlebigkeit

Baumpflanzaktionen trugen zur Verschönerung der Landschaften im Sensebezirk bei

Über 1800 Bäume wurden in den Jahren 1981, 1991 und 1998 zu verschiedenen Feierlichkeiten im Sensebezirk gepflanzt. Die Bäumchen, die anlässlich der 150-Jahr-Feier des Sensebezirks gesetzt wurden, sind heute über drei Meter gross.

Von ILONA STÄMPFLI

Jedes Kind, das 1998 im Sensebezirk geboren wurde, besitzt irgendwo in seiner Gemeinde ein Bäumchen. In der Gemeinde Rechthalten hat es beispielsweise 17, in Schmitten 47 und in Wünnewil-Flamatt 76 solcher «Geburtsbäume». Sie stehen auf Wiesen, an Strassen- und Waldrändern oder in privaten Gärten und sind mit einem Täfelchen, auf dem der Name des Kindes eingraviert ist, versehen.

Mehr Bäume als Kinder

405 Kinder wurden 1998 im Sensebezirk geboren, gepflanzt wurden bis im Frühling 1999 sogar 549 Bäume. Die Aktion, die von einer Arbeitsgruppe der Pro Natura, «Landschaft und Natur», initiiert wurde, hatte zum Ziel, die Sensler Landschaft ästhetisch und ökologisch aufzuwerten und die Verbundenheit der Neugeborenen mit der Natur zu symbolisieren – ein langfristiges Projekt, das die Sensler noch nach Jahrzehnten erfreuen soll.

Doch wie geht es diesen Linden, Eichen, Pappeln, Nuss- und Obstbäumen heute überhaupt? Kümmert sich noch jemand um die Bäumchen oder sind sie nach sechs Jahren bereits in Vergessenheit geraten? Jacques Studer weiss ziemlich genau, wie es um sie steht: «Die meisten Bäume sind heute schon über drei Meter gross.» Der Biologe hat die Baumaktion vor sieben Jahren begleitet und kann anhand einer Karte die genauen Standorte der Bäume ausmachen. «In Schmitten vor der Turnhalle oder in Düdingen im Moos sind die Bäume besonders gut gewachsen. An anderen Orten weniger. Es kommt sehr auf die Qualität des Bodens an.»
Als der Verein für aktive Arbeitsmassnahmen letzten Herbst alle Bäume kontrollierte, gab es jedoch auch unerfreuliche Nachrichten. Rund ein Drittel aller gepflanzten Bäume, genau 130, sind entweder abgestorben oder entfernt worden. Einige Bäumchen, die an exponierten Orten standen, litten besonders stark. Vandalen haben ihnen immer wieder die Äste abgebrochen. «In Schmitten musste die Gemeinde bereits Bäume an der Hauptstrasse ersetzen», weiss Studer.
In einigen wenigen Fällen wurden die Namenstäfelchen entfernt oder zerstört. Jacques Studer vermutet, dass diese Taten rassistisch motiviert waren, weil auf den Täfelchen ein ausländisch klingender Name stand.

«Es geht jetzt darum, die fehlenden, kranken oder abgestorbenen Bäume zu ersetzen», sagt Studer. Für die neuen Bäumchen, Namensschildchen und die Pflanzung müssten etwa 15 000 Franken aufgewendet werden. Der Hauptsponsor, der 1998 die Baumaktion mit 32 000 Franken mitfinanzierte, ist nicht bereit, das Projekt nachträglich ein zweites Mal zu unterstützen. Nun sucht Jacques Studer nach anderen Möglichkeiten das Projekt weiter zu finanzieren.

500 Eichen zu Ehren des
Kantons Freiburg

Im Sensebezirk wurden schon vor 14 und 24 Jahren Baumpflanzaktionen durchgeführt. Zur 500-Jahr-Feier des Eintritts des Kantons Freiburg in die Eidgenossenschaften 1981 pflanzten Schüler der OS Düdingen in den Gemeinden Bösingen, Schmitten und Düdingen 500 Jungeichen und -linden. Die Aktion wurde als Investition für eine «umweltfreundlichere Zukunft» angesehen. Die Bäume sollten Langlebigkeit symbolisieren. Schon 24 Jahre überlebten zum Beispiel die drei Linden beim Reservoir Dälihubel in Schmitten.

Primarschüler setzten 750 Buchen

Zu Ehren der 700-jährigen Eidgenossenschaft wurde 1991 ebenfalls eine Baumpflanzaktion durchgeführt. Die Kinder der Primarschule Bösingen setzten damals in den Gemeindewäldern 750 Buchensetzlinge. Die Aktion sollte einerseits die Kinder näher an die Natur bringen und andererseits die Bösinger Mischwälder wieder stärker mit Laubholz durchmischen. Die Kinder konnten ihren Namen auf ein Holzstöcklein schreiben und es neben das gepflanzte Bäumlein stecken.

Der Primarlehrer und Initiant der Aktion, Adalbert Bächler, besucht mit seinen Klassen ab und zu die Orte, wo die Bäumchen gepflanzt wurden. Es gibt sogar immer noch einige Holzstöcklein, die neben den heute zwei bis drei Meter grossen Bäumlein sind. «Die meisten Bäume sind gut gewachsen», bilanziert Bächler. Einige seien aber auch abgestorben, weil sie an ungeeigneten Standorten gepflanzt worden sind. «Ich weiss, dass es Kinder gibt, die ihre Bäumchen auch nach der Aktion noch besucht haben», sagt er.

Die drei Baumpflanzaktionen sind also nicht in Vergessenheit geraten. Die meisten gepflanzten Bäume existieren heute noch und sind je nach Standort unterschiedlich schnell gewachsen. Die 1800 Eichen, Linden, Buchen, Pappeln und Obstbäume haben die Sensler Wälder und Landschaften verschönert und aufgewertet.

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