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BBC Monthey rekurriert gegen 41 (!) Spielsperren

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Es müssen unschöne Szenen gewesen sein, die sich am 8. April nach dem Cup-Final zwischen dem BBC Monthey und Genf in den Katakomben der Genfer Arena abgespielt haben. Die Walliser, die den Match in der Schlussphase noch aus den Händen gaben, fühlten sich von den Unparteiischen um den Sieg betrogen. Ihrem Ärger gegenüber dem Schiedsrichter-Trio machten sie Luft, wobei sie mit ihrem Benehmen grob gegen die Regeln des Anstandes verstiessen.

Am Mittwochabend – also gut einen Monat nach dem Vorkommnissen – gab Swiss Basketball endlich das Verdikt des Einzelrichters bekannt. Nebst Bussgeldern in der Höhe zwischen 250 und 1000 Franken setzte es für die Walliser total 41 Spielsperren ab. Im Detail heisst das für die einzelnen Akteure: Club-Präsident Christophe Grau und sein Vize Christophe Roessli dürfen während zehn beziehungsweise fünf Partien die Halle nicht betreten, Trainer Niksa Bavcevic wurde für acht und sein Assistent Nathan Zana für fünf Spiele gesperrt und die US-Spieler Humphrey Markel und Brandon Young, die sich Zugang zur Garderobe der Schiedsrichter verschafft haben sollen, wurden mit sieben respektive sechs Spielsperren belegt. Weil bis zur Urteilsfindung alle provisorisch suspendiert gewesen waren, wurden jeweils vier Sperren bereits abgesessen.

«Nichts anderes erwartet»

Gestern legte Monthey gegen das Urteil des Einzelrichters Rekurs ein. «Wir können mit dem Verdikt nicht zufrieden sein, es ist disproportional in allen Belangen – auch wenn wir nichts anderes erwartet haben», sagte Vize-Präsident Roessli gegenüber dem Onlineportal der Zeitung Le Nouvelliste. Der Club werde sich Zeit nehmen, um die Verteidigung breit abstützen zu können. Gleichzeitig machten die Walliser ein neues Fass auf, indem sie hinterfragen, wie es denn sein könne, dass mit dem Freiburger Sébastien Clivaz im Cup-Final ein Schiedsrichter gepfiffen habe, der als Geschäftsführer des Sportveranstalters Playmaker Sport&Event Management mit der Organisation des Events beauftragt gewesen sei. Dieser Kritik nahm Giancarlo Sergi, der Präsident von Swiss Basketball, im Le Nouvelliste umgehend den Wind aus den Segeln. Die Firma habe nichts mit dem Cup-Final zu tun gehabt.

Weil sich auch der Verband, der das Urteil seinerseits als zu gnädig erachtet, die Option des Rekurses offen hält, ist das letzte Wort in dieser für den Schweizer Basketball unrühmlichen Geschichte noch nicht gesprochen. Auf dem Parkett läuft es den Wallisern trotz der Sperren reibungslos. Sie führen in den Playoff-Viertelfinals gegen Lausanne in der Best-of-5-Serie mit 2:0. Olympic könnte erst im Final auf Monthey treffen.

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