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Beat Vonlanthen – Der neue Hoffnungsträger

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Beat Vonlanthen – Der neue Hoffnungsträger
Seit Freitamittag gilt Beat Vonlanthen als gewählter Staatsrat, nachdem die SVP – wie angekündigt – keinen Ersatz für ihre Kandidatin Katharina Thalmann für einen zweiten Wahlgang angemeldet hat. Somit wird der 47-jährige Sensler aus St. Antoni die Lücke in der Freiburger Regierung schliessen, die Urs Schwaller am kommenden 15. Juni hinterlassen wird.

Mit Beat Vonlanthen hat sich das Freiburger Stimmvolk zweifelsohne für einen bestausgewiesenen Mann entschieden, der dem Profil eines weitsichtigen Staatsmannes am nächsten kam und der mit seinem totalen Engagement bald einmal eine führende Rolle im Staatsrat übernehmen könnte. Seit 1995 sitzt er im Grossen Rat, amtete bei mehreren Gesetzesvorlagen als kompetenter Kommissionspräsident und kennt sich in vielen kantonalen Dossiers bestens aus. Als Vizedirektor des Staatssekretariats für Wissenschaft und Forschung hat er sich zudem ein breites Beziehungsnetz in Bundesbern geknüpft, das ihm als kantonaler Regierungsrat sehr nützlich sein wird. Der promovierte Jurist fühlt sich nicht nur in beiden Sprachkulturen zuhause, als «Master of Laws» mit der entsprechenden Ausbildung in London beherrscht er ebenfalls die englische Sprache.

Am Sonntagabend des 16. Mai oder spätestens am folgenden Montag haben CSP und SVP einsehen müssen, dass der Vorsprung des CVP-Vertreters zu gross war, um ihm den Platz in der Regierung streitig zu machen. Bei der SVP mag auch die FDP-Spitze mitgeholfen haben, den Verzichtsentscheid zu fällen. Diese hat klar zu verstehen gegeben, dass die FDP nicht gewillt sei, im zweiten Wahlgang offiziell die SVP-Kandidatin zu unterstützen. Aber auch vom Frauenbonus konnte Katharina Thalmann nicht dermassen profitieren, wie sich dies die SVP-Parteileitung erhofft hatte. Die SVP will sich nun auf die Gesamterneuerungswahlen Ende 2006 konzentrieren und dann versuchen, einen Sitz in der Freiburger Regierung zu erobern, zumal dann mindestens drei Sitze neu zu besetzen sind.
Beat Vonlanthen hat nun zweieinhalb Jahre Zeit zu beweisen, dass sich das Freiburger Stimmvolk in seiner Person nicht getäuscht hat – eine relativ kurze Zeit. Er hat sich im Wahlkampf sehr ehrgeizige Ziele gesteckt. Er will den Kanton Freiburg bezüglich Steuerbelastung der natürlichen Personen von den hintersten Positionen ins Mittelfeld der Kantone führen. Das durchschnittliche Volkseinkommen soll sich dem schweizerischen Mittel angleichen, was bedeutet, dass ein Rückstand von 20 Prozent wettgemacht werden muss. Auch wenn diese Ziele «erst» im Jahre 2011 erreicht werden, wie er vorgibt, also am Ende der nächsten Legislaturperiode, so müsste man geradezu von einem Wunder von Freiburg sprechen.
Dies wird sicher nicht einfach sein in einem Kanton mit der jüngsten Bevölkerung der Schweiz, in einem Kanton also, in welchem die Schulhäuser aus allen Nähten platzen und alljährlich ein paar Dutzend Klassen neu eröffnet werden müssen. Dies verheisst für die Bildungsausgaben eine zusätzliche Belastung. Und der 21. Rang, den der Kanton Freiburg gemäss einer CS-Studie in der Standortgunst der Unternehmen einnimmt, ist keine ideale Ausgangslage für Wirtschaftswachstum. Ein solches Handicap lässt sich nur mit massiven Steuersenkungen korrigieren, auch wenn die Steuern, wie dies oft betont wird, nicht das einzige wichtige Kriterium für eine Ansiedlung eines Unternehmens sind.
Beat Vonlanthen tritt sein Amt am Vorabend grosser Herausforderungen und Reformen an: Bundesfinanzen, Überalterung der Bevölkerung, Zunahme der Gewalt, EU-Erweiterung, um nur einige zu nennen. Er hat sich ein chinesisches Sprichwort zu Herzen genommen und mehrmals versprochen, dass er nicht «Mauern bauen will, wenn der Wind des Wandels weht, sondern Windmühlen». Der Freiburger Regierung wird in nächster Zeit der Wind noch stärker ins Gesicht blasen. Das neue Regierungsmitglied wird schon bald genügend Gelegenheit erhalten, mit seinen Versprechungen Ernst zu machen. Zum Beispiel dann, wenn die bürgerliche Motion zur Debatte ansteht, die eine 10-prozentige Senkung der Steuern der natürlichen Personen verlangt, zwei Prozent pro Jahr während fünf Jahren. Gespannt darf man dann sein, wie er sich verhält, wenn gespart werden muss, denn Steuersenkungen bedeuten Einnahmenausfälle, die in Zukunft kaum mit Mehreinnahmen kompensiert werden können. Als Mann der Mitte will er es weder mit der Linken noch mit der Rechten verderben.
Neue Staatsräte treten ihr Amt jeweils auch als neue Hoffnungsträger an. Allen Wünschen gerecht zu werden, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Sicher kann er im Staatsrat auf die Unterstützung eines bewährten Teams zählen. Er wird aber beweisen müssen, dass er etwas bewegen und den Kanton Freiburg vorwärts bringen kann. Die Fähigkeiten dazu hat er ohne Zweifel.

Von ARTHUR ZURKINDEN

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