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Beat Vonlanthen in der Favoritenrolle

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Beat Vonlanthen in der Favoritenrolle

Stechen im zweiten Wahlgang mit der SVP-Vertreterin Katharina Thalmann-Bolz

Der CVP-Kandidat Beat Vonlanthen ist mit einem Bein im Staatsrat: Im ersten Wahlgang sammelte er über 46 Prozent der 66 294 Stimmen und verpasste das absolute Mehr nur um 2432 Stimmen. Nicht mehr im Rennen ist der CSP-Mann Marius Achermann.

Von ARTHUR ZURKINDEN

Bei den Ersatzwahlen für den Staatsrat kommt es am 6. Juni zu einem zweiten Wahlgang. Dabei wird der Sensler CVP-Grossrat Beat Vonlanthen gegen die Vertreterin der SVP und des Seebezirks, Katharina Thalmann-Bolz, antreten.

Beat Vonlanthen wird als Favorit in die zweite Runde steigen. Mit 30 717 Stimmen konnte er 46,33 Prozent der Stimmen für sich gewinnen, während die SVP-Kandidatin mit 18 210 Stimmen auf einen Anteil von 27,468 Prozent kam. Der CSP-Kandidat Marius Achermann seinerseits konnte lange Zeit hoffen, den zweiten Platz zu erobern. Am Schluss fehlten ihm dazu 844 Stimmen. Seine 17 367 Stimmen (26,197 Prozent) reichten nur zu Platz drei, womit er im zweiten Wahlgang nicht mehr antreten kann. Diesen können laut Gesetz nur doppelt so viele Kandidaten bestreiten wie Sitze zu vergeben sind.

SVP denkt über Rückzug nach

Ob es tatsächlich zu einem zweiten Wahlgang kommt, entscheidet die Geschäftsleitung der SVP heute Montagabend. Kantonalpräsident Jean-Luc Rimaz ist allerdings für einen zweiten Wahlgang, und auch Katharina Thalmann – ohne der Parteileitung vorgreifen zu wollen – möchte antreten.

Beat Vonlanthen sehr zufrieden . . .

«Ich bin sehr zufrieden», lautete der erste Kommentar von Beat Vonlanthen nach Bekanntgabe des Wahlergebnisses. «Gewählt bin ich, wenn die Wahlen vorbei sind», fügt er bei und gibt so zu verstehen, dass er noch nicht Staatsrat sei. Nach seinen Worten hat er auch nicht damit gerechnet, dass er bereits im ersten Wahlgang gewählt würde. Positiv überrascht hat ihn besonders sein Resultat (2000 Stimmen) im Seebezirk.

Der CVP-Kandidat dachte am Sonntagabend vor allem an den zweiten Wahlgang. «Ich will mich nochmals voll einsetzen und die Arbeit auf dem Terrain fortsetzen», sagt er und hofft, dass es zu öffentlichen Streitgesprächen kommt, damit das Volk vermehrt die Kandidaten beurteilen und ihr Programm kennen lernen kann. So will er gewisse Themen vertiefen. Er will dabei betonen, dass der Kanton Freiburg auf seinen Trümpfen aufbauen und mit grosser Entschlossenheit für eine bessere Stellung kämpfen muss. Thematisieren will er dabei den 21. Rang, den Freiburg bezüglich Standortvorteile gemäss einer jüngsten CS-Studie belegt. «Das gibt mir zu denken», meinte er. Die Identität des Kantons mit seinen zwei Kulturen und der gefährdete Zusammenhalt (Frage des Spitals Merlach) will er auch angehen.

. . . aber auch Katharina Thalmann

«Sehr zufrieden», lautet ebenfalls der Kommentar der SVP-Kandidatin Katharina Thalmann. Zufrieden, dass sie für den zweiten Wahlgang qualifiziert ist, zufrieden auch, dass der Seebezirk sie massiv unterstützt hat. «Das war nicht immer der Fall», fügt sie bei und denkt dabei an den früheren FDP-Kandidaten Pascal Friolet.

Klare Aussagen

Ihr gutes Resultat führt sie auf ihre klaren Aussagen bezüglich der Steuersenkungen, der Unterstützung der Wirtschaft und der Entlastung des Mittelstandes und der Familien zurück. Sie ist aber auch überzeugt, dass der Frauenbonus auch gespielt hat. «Der Unterschied zu Beat Vonlanthen ist riesig», stellt sie fest und ist sich bewusst, dass es «ein treffendes Programm braucht», um den Rückstand wettzumachen. Zu viel will sie dazu noch nicht verraten, will sich aber klar vom CVP-Kandidaten abgrenzen.

Den Vorwurf, dass sie sich im welschen Kantonsteil aus Sprachgründen nicht den Streitgesprächen stellen wollte, lässt sie nicht gelten. «Ich habe einen Beruf und bin auch Gemeinderätin», begründet sie, weshalb sie nicht überall zusagen konnte. Sie will aber auch nicht abstreiten, dass sie sprachliche Defizite hat. «Ich verstehe aber gut Französisch», ergänzt sie.

Sehr gelassen nimmt der CSP-Kandidat Marius Achermann sein Resultat zur Kenntnis. Er freut sich vorerst über den Ausgang der eidgenössischen Abstimmungen und über die Annahme der Kantonsverfassung. Sein Wahlergebnis nimmt er als «kleine persönliche Niederlage» hin. «Was zählt, sind die Ideen», betont er.

CSP-Ziel teilweise erreicht

Das CSP-Ziel ist seiner Ansicht nach zu 50 Prozent erreicht worden, da die CSP einen zweiten Wahlgang provozieren wollte – aber mit ihrem Kandidaten. Als Nachteil habe sich die Tatsache erwiesen, dass die CSP nicht im ganzen Kanton präsent sei. Wie stark er von der SP-Basis unterstützt wurde, vermag er schwer einzuschätzen. «Mehr oder weniger», meint er, weist aber gleichzeitig darauf hin, dass selbst CSP-Leute und Staatsräte für den CVP-Kandidaten Werbung betrieben haben. Der grosse Parteiapparat, den Beat Vonlanthen hinter sich wusste, ist für ihn ein weiterer Grund für den grossen Stimmenunterschied.

Marius Achermann bereut aber seine Kandidatur nicht. Er möchte die Erfahrungen nicht missen. Und er würde es auch nicht anders machen, würde wiederum seine eigene Meinung, auch wenn sie unbequem erscheinen mag, kund tun.
Stimmen der
Präsidenten

Georges A. Bouverat (CVP)

Der CVP-Kantonalpräsident möchte vorerst den Freiburgerinnen und Freiburgern danken, die Beat Vonlanthen unterstützt haben. Er kann ihnen auch versichern, dass sie sich nicht geirrt haben. «Wir haben einen hervorragenden Kandidaten, der sehr viel Erfahrung, auch auf nationaler Ebene mitbringt und der in beiden Sprachkulturen staatsmännisch auftreten kann. So hat es auch das Volk mitbekommen», sagt er und gibt sich zuversichtlich für den zweiten Wahlgang.

Er hofft dabei auch auf den Allianzpartner FDP, ist sich aber bewusst, dass dies im Seebezirk nicht unbedingt der Fall sein wird. Seiner Ansicht nach ist es das Spital Merlach, das viel zur Geschlossenheit des Bezirks beiträgt. Er möchte aber, dass dem CVP-Kandidaten im zweiten Wahlgang vermehrt die Möglichkeit geboten wird, im Streitgespräch gegen die SVP-Kandidatin antreten zu können. Vor dem ersten Wahlgang seien ihrerseits Absagen erfolgt.

Jean-Luc Rimaz (SVP)

Sehr zufrieden mit dem Abschneiden von Katharina Thalmann ist der SVP-Kantonalpräsident Jean-Luc Rimaz. Für ihn ist es wichtig, dass die SVP bei diesen Wahlen ihre Präsenz markieren konnte. Er stellt dabei mit Genugtuung fest, dass die SVP-Kandidatin von der FDP-Basis unterstützt worden sei. Seiner Ansicht nach hat auch der Frauen-Bonus gespielt. Ihr gutes Ergebnis führt er zudem auf die Tatsache zurück, dass nur sie die Kantonsverfassung abgelehnt habe, was immerhin ebenfalls von 42 Prozent der Freiburgerinnen und Freiburger getan worden sei. Die Qualifikation für den zweiten Wahlgang ist für ihn Beweis dafür, dass die «kleine SVP» ihren Fortschritt bestätigt.

Michel Monney (CSP)

Kantonalpräsident Michel Monney ist enttäuscht, dass der CSP-Kandidat den zweiten Wahlgang knapp verpasst hat. S

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