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Bedenklicher Wahlsonntag

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Mit zunehmendem Entsetzen habe ich am Sonntag die eidgenössischen Parlamentswahlen verfolgt. Bisher konnte man nach Wahlen und Abstimmungen zumindest stolz darauf sein, im Kanton Freiburg zu wohnen. Gehörte man insgesamt gesehen oft zu den Verlierern, befand man sich doch in der Westschweiz mit einer sozialen Gesinnung in der Mehrheit. Dies hat sich bedauerlicherweise am letzten Wahlsonntag geändert: ein landesweiter Rechtsrutsch, von dem nicht einmal die Westschweiz verschont blieb. Unfassbar, wie solch eine Tragödie geschehen konnte.

Zwar gehörte die SP nicht zu den grössten Verlierern. Trotzdem mussten landesweit ganze drei Sitze dranglauben. Einer davon unverständlicherweise im Kanton Freiburg. Und dies erst noch zugunsten der SVP.

 Der Rechtsrutsch wurde zwar im Vorfeld prognostiziert. Trotzdem bin ich sehr überrascht, wie drastisch dieser ausfällt. Was mögen die Gründe für dieses Resultat sein? Hat das geplante Bundesasylzentrum in Giffers einen derartigen Einfluss? Die Flüchtlingswelle im Allgemeinen? Schenken so viele Bürgerinnen und Bürger den angst- und Hass schürenden Parolen gewisser Parteien Glauben? Hat man denn tatsächlich Angst vor Menschen, die, gleich wie wir alle, einfach ein bisschen Sicherheit und Geborgenheit suchen? Zu denken gibt allerdings auch die Tatsache, dass diejenigen Parteien am meisten zugelegt haben, die das grösste Wahlkampfbudget hatten. So oder so, das Ergebnis ist besorgniserregend. Ist Abschottung nun das Ziel? Wollen wir uns einmauern und einfach wegsehen? Wollen wir die Bilateralen gefährden? Unsere Sozialwerke? Wollen wir unsere humanitäre Tradition mit Füssen treten? Die Wahlergebnisse lassen dies leider vermuten. Traurig, dass Solidarität so wenig zählt. Angesichts der vielen Menschen, die zurzeit ihre Heimat verlassen müssen, wäre es doch zentral, mehr Offenheit und Mitgefühl an den Tag zu legen. Es bleibt zu hoffen, dass sich die Wahlergebnisse weniger dramatisch auswirken werden, als momentan anzunehmen ist.

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