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Befremdende Worte

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Niemand wird es Martin Tschopp als SP-Politiker verargen, wenn er seinem Ärger gegenüber der Asylpolitik der SVP Ausdruck verleiht. Man nimmt es ihm auch sicher nicht übel, wenn er dabei in seiner Wortwahl etwas unfreundlich ist (Oberguru Blocher). Wenn er aber zur Verteidigung der bestehenden Gesetzgebung schreibt, dass mit diesem Gesetz, das er gut findet, «alle diejenigen Menschen, welche nicht in den Verfolgtenartikel des Gesetzes passen und das Asylrecht ausnutzen, ausgemerzt werden und das Land verlassen müssen», überbietet er selbst die unerfreulichsten Wahl- und Abstimmungsparolen der SVP mit seiner Geschmacklosigkeit und Verachtung der Menschenwürde. Asylbewerber, die nach unserer Gesetzgebung keine hinreichenden Gründe für einen Aufenthalt in der Schweiz haben, werden zwar ausgewiesen, aber nicht ausgemerzt. Der Leserbrief von Grossrat Tschopp enthält einige Argumente, die durchaus gerechtfertigt sind.Es ist aber ausserordentlich betrüblich, wenn er in seinem Zorn gegenüber der SVP sich einer derart abstossenden Wortwahl bedient. Man kann wohl Ungeziefer, den Borkenkäfer oder andere Schädlinge ausmerzen, das Ausmerzen von Menschen sollte aber doch der Vergangenheit angehören. Für Fachleute der Psychologie könnte sich natürlich die Frage stellen, ob Martin Tschopp in seiner Wut hier eine Freud’sche Fehlleistung unterlaufen ist.

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