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Behinderteninstitution «Clos Fleuri» muss Massnahmen umsetzen

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83 Weggänge, davon 16 Kündigungen zwischen 2013 und 2017, dazu ein Klima der Angst und ein grosser Druck, der auf den Angestellten laste: Diese Missstände bei der Institution «Clos Fleuri» für erwachsene und minderjährige Behinderte in Bulle meldete der Freiburger Personalverband der Organisationen der Sozialen Institutionen (Fopis) Ende 2017 der kantonalen Gesundheits- und Sozialdirektion.

Diese reagierte prompt und gab eine externe Beurteilung in Auftrag. Die Resultate der drei Umfragen beim Kader, dem Personalverband und einer Delegation des Stiftungsrats liegen nun vor. Am Montag wurden sie den Mitarbeitenden der Stiftung vorgestellt, wie die kantonale Direktion in einem Communiqué schreibt.

Die Direktion hält fest, dass die Menschen mit Behinderungen sich in der Einrichtung grösstenteils wohlfühlten und dort gut behandelt würden; dies sei von ihren gesetzlichen Vertretern weitgehend bestätigt worden. Sie möchten aber gerne stärker eingebunden werden.

Hingegen gehe aus der Umfrage ein Unwohlsein beim Personal in den Werkstätten und Residenzen hervor, heisst es weiter. Allgemein wurde der Führungsstil des Direktors und des Direktionsteams in einigen Punkten kritisiert. Viele Mitarbeitende störten sich an der fehlenden Absprache, an zu starren Regeln und Abläufen sowie an der Art und Weise, wie sie nach kleinen Fehlern gemassregelt würden.

Der Stiftungsrat soll nun Verbesserungen umsetzen. Zu den Massnahmen gehört unter anderem eine externe Betreuung. Zudem soll ein partizipatives Management gefördert werden, und eine Arbeitsgruppe soll gewisse Abläufe überarbeiten. Ausserdem soll eine Personaldirektion eingesetzt werden.

Der Personalverband Fopis sieht sich seinerseits nach seiner Öffentlichmachung der Missstände bestätigt. Dies habe klares Fehlverhalten seitens der Führung aufgezeigt. Dieses sei nicht mehr angepasst in einem Umfeld, das auf soziale und menschliche Kompetenzen der Mitarbeitenden abstütze.

Das Vorgehen der Gesundheits- und Sozialdirektion sowie die nun vorgeschlagenen Massnahmen begrüsst Fopis in einem Communiqué. Allerdings müsse sich das Personal nun ohne Angst vor Repressalien äussern können. Sollten Drohungen oder Verwarnungen gegenüber jenen ausgesprochen werden, die es wagen, zu sprechen, müsse dies wiederum bei den kantonalen Behörden denunziert werden.

uh

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