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Behindertenpolitik befindet sich in einer entscheidenden Phase

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Autor: walter buchs

noreazMit dem Inkrafttreten der Neugestaltung des Finanzausgleichs und der Aufgabenteilung zwischen Bund und Kantonen (NFA) sind bekanntlich sämtliche Zuständigkeiten in der Planung und Finanzierung von Sonderpädagogik sowie von Wohnheimen und Werkstätten für Behinderte vom Bund an den Kanton übergegangen. Dabei verfügen die Kantone über eine dreijährige Übergangsfrist, um ihren Strategieplan zu erarbeiten und die künftigen Verfahren zu bestimmen.

Diese Umsetzung im Kanton bestimmte im vergangenen Jahr auch weitgehend die Tätigkeit des Vorstandes der rund 60 Mitglieder zählendenFreiburger Vereinigung der spezialisierten Institutionen (Infri) und seiner Kommissionen. An der Generalversammlung vom Mittwochabend im Schloss Seedorf bei Noréaz, an der rund 50 Personen teilnahmen, wurde über den Entwicklungsstand der Behindertenpolitik im Kanton berichtet, wie Generalsekretärin Susanne Pauchard Schneuwly gegenüber den FN bestätigte.

Das Projekt zur Umsetzung der NFA im Bereich der Heime und Werkstätten für Menschen mit Behinderung wurde in mehr als einem Dutzend Arbeitsgruppen ausgearbeitetet und war im vergangenen Jahr in der Vernehmlassung (die FN berichteten). Wie am Mittwoch bekanntgegeben wurde, hat der Staatsrat des kantonale Konzept Ende Mai 2010 gutgeheissen, nachem Kritiken und Vorschläge von Interessenverbänden und betroffenen Institutionen mitberücksichtigt wurden.

Ende 2009 hat der Grosse Rat der interkantonalen Vereinbarung im Bereich Sonderpädagogik zugestimmt. Diese Reform ist mit der obligatorischen Schule verbunden, besteht der politische Auftrag doch darin, Kinder mit Behinderungen in die Regelschule zu integrieren. Lösungsansätze im Kanton sollen im kommenden Jahr vorliegen.

Wie aus Beiträgen im Infri-Jahresbericht hervorgeht, stellen sich im Spannungsfeld zwischen Sonder- und Regelschule grosse Herausforderungen, um einer bedarfsgerechten Integration und Förderung von Kindern mit Behinderungen auch wirklich gerecht werden zu können.

Präsidentenwechsel

Da der bisherige Präsident der Infri, Laurent Schneuwly, zum Präsidenten des Saanegerichts gewählt wurde, hatte er seinen Rücktritt eingereicht. Als Nachfolgerin schlug der Vorstand einstimmig Fürsprecherin Ursula Schneider Schüttel aus Murten, Präsidentin der Applico, vor.

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