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Bei Brad Pitt scheiterte es am Dialekt

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 Niklaus Talman wohnt in Überstorf, Florian Wyss in Albligen, und die Geschichte, die die beiden gemeinsam verfilmen, spielt ganz in der Nähe: im Hintercher in der Gemeinde Heitenried. Am Donnerstag erzählten sie am «Sensler Abend» des Kulturvereins Wier Seisler in Tafers, wie es um ihr Projekt steht. Im Sommer 2011 verkaufte der Sensler Autor Christian Schmutz die Filmrechte seines historischen Romans «Als die Nachtvögel kreisten» an den Berner Regisseur Florian Wyss. Es kam zur Zusammenarbeit mit dem Schauspieler Niklaus Talman, da auch dieser grosses Interesse daran zeigte, die Geschichte zu verfilmen.

Die Filmemacher haben die Aufgaben untereinander aufgeteilt. Talman kümmert sich um die Besetzung und die Drehorte, Wyss schreibt das Drehbuch. «Wir gehen auf eine ganz andere Weise an ein Projekt heran, ergänzen uns aber gut. Das kann nur ein Gewinn sein für den Film», sagte Niklaus Talman. Zwischen den beiden sei während der Zusammenarbeit eine schöne Freundschaft entstanden.

 Florian Wyss steckt mitten in der Schreibarbeit der ersten Drehbuch-Fassung, die er im Sommer beendet haben will. Dieses Drehbuch wird erneut überarbeitet und verbessert. «Das Drehbuch ist das Knochengerüst und der Kompass während des Drehs», so Wyss. Der Roman sei derart umfassend, dass er als Erstes die Informationen Seite für Seite in Excel-Tabellen eingetragen habe, «damit ich überhaupt eine Chance hatte, mich zurechtzufinden».

Filmmusik von Gustav

Die Schauspieler des Films, der in der Region und in Senslerdeutsch gedreht wird, hat Niklaus Talman bereits beisammen. Es sind alles Profi-Schauspieler; viele von ihnen stammen aus dem Sensebezirk. «Und was ist mit den anderen?», fragte Moderatorin Franziska Werlen. Sie würden bei Mundartspezialist Christian Schmutz in den Senslerdeutsch-Kurs gehen, so Talman. Die Namen der Schauspieler wollte er nicht nennen. Er verriet jedoch, dass er selber mitspiele. «Und das Problem beim Engagement von Brad Pitt war, dass er nicht Senslerdeutsch spricht», sagte Talman mit einem Schmunzeln. Und er gab bekannt, dass der Freiburger Sänger Gustav die Filmmusik produzieren wird. «Gustav ist Feuer und Flamme für das Projekt.»

Ohne Originalnamen

Die Filmemacher haben sich bewusst dazu entschieden, auf Senslerdeutsch zu drehen. «Es wäre schade, die Geschichte aus Marketinggründen in eine neutrale Sprache zu übersetzen», so Wyss. Der Dialekt sei ein Risiko, aber auch eine Chance. Die Originalnamen, wie sie im Buch vorkommen, werden im Film aber nicht übernommen. «Sonst müssten wir einen Dokumentarfilm drehen», sagte er.

Rund 100 Minuten dauert der Spielfilm gemäss heutigem Stand. In diesen gut eineinhalb Stunden sollen die Zuschauer ganz in die Welt der 1930er-Jahre eintauchen, in der die Hintercherbande ihr Unwesen trieb (siehe Kasten). Sämtliche Requisiten stammen aus dieser Zeit. «Die grösste Schwierigkeit ist es, Kühe mit Hörnern zu finden», sagte Niklaus Talman. Doch auch die vielen geteerten Wege bereiten den beiden Kopfzerbrechen. «Die Welt um die Geschichte herum muss perfekt sein, sonst zerfällt alles», so Wyss. Wann Drehbeginn ist, wollen sich die beiden noch offen halten. Niklaus Talman sagte einzig, die Schauspieler seien auch in zwei Jahren noch dabei. Bis es so weit ist, stehen noch die Suche nach einem Produzenten sowie die Klärung der Finanzierung an.

Zur Geschichte

Ein Buch und ein Freilichtspiel

Der historische Roman «Als die Nachtvögel kreisten» von Christian Schmutz erzählt von der Hintercherbande, die Ende der 1930er-Jahre das Freiburgerland und das angrenzende Bernbiet mit ihren Diebestouren in Angst und Schrecken versetzte. Fast 190 Delikte gingen auf das Konto der Bande. Auf dem Buch basiert das Freilichtspiel «D Hintercher-Banda», das 2009, 2010 und 2011 in Alterswil aufgeführt wurde. Über 15000 Personen sahen sich das Stück aus der Feder von Regisseur Mark Kessler an.ak

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