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«Bei der Schwarzarbeit gibt es nur Verlierer»

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«Von der Schwarzarbeit profitiert letztlich niemand», betont der Direktor des Freiburger Arbeitgeberverbands, Reto Julmy (Bild oben). «Es gibt eigentlich nur Verlierer: jene Unternehmen, die sich korrekt verhalten, der Staat und die Sozialversicherungen, denen Einnahmen entgehen, die Kunden, denen Leistungen von oft mangelhafter Qualität angeboten werden, aber auch die schwarzarbeitenden Mitarbeiter, denen Vorsorge- und Versicherungsleistungen fehlen.» Deshalb dürfe man Schwarzarbeit in keiner Weise tolerieren. «Sie unterwandert das System», ergänzt Daniel Bürdel, stellvertretender Direktor des Arbeitgeberverbands und Grossrat (CVP, Plaffeien, Bild unten). Julmy ergänzt: «Sie zerstört den Markt, und das darf sich einfach nicht auszahlen.» Man dürfe allerdings nicht vergessen, dass die meisten Firmen korrekt arbeiten würden, und Schwarzarbeit trotz der immensen volkswirtschaftlichen Schäden letztlich von einzelnen schwarzen Schafen begangen werde. «Es ist schwierig, ein Profil jener Unternehmen zu erstellen, die schwarzarbeiten lassen», betont Julmy. Genau deshalb habe sich der Arbeitgeberverband an der Schaffung des Berufsausweises «Carte Pro» beteiligt; denn wer den Zuschlag bei einem öffentlichen Bauauftrag erhalten will, muss seit dem 1. Januar im Bauhauptgewerbe und später auch im Baunebengewerbe für alle Mitarbeiter Berufsausweise vorweisen können (die FN berichteten). «Diese Berufsausweise sind ein effizientes Mittel zur Bekämpfung der Schwarzarbeit», so Julmy. Dieser Berufsausweis beweise nämlich, dass das entsprechende Unternehmen sämtliche Mitarbeitenden bei den Sozialversicherungen angemeldet hat und dass auch die Regelungen des entsprechenden Gesamtarbeitsvertrages eingehalten werden. Insgesamt gebe es momentan schweizweise vier solche Berufsausweise für das Baugewerbe in der Schweiz. Neben der «Carte Pro» – für das Baunebengewerbe – sind dies der Genfer Ausweis, der seit bald 20 Jahren existiert, die Waadtländer «Cerbère»-Karte, die auch im Kanton Freiburg für das Bauhauptgewerbe angewendet wird, und die Karte des Informationssystems ­Al­lianz Bau (Isab-Siac). «Es gibt aber Unterschiede zwischen diesen Systemen», betont Bürdel. «Nur bei der Carte Pro und der Cerbère-Karte lässt sich sowohl die Anmeldung bei der AHV-Ausgleichskasse als auch die Einhaltung von Gesamtarbeitsvertragsbedingungen wirklich überprüfen. Für die Isab-Siac-Karte müsse man keine Anmeldung bei der Ausgleichskasse und auch keine GAV-Konformitätsbestätigung vorweisen. «Isab-Siac ist ein reines Informationssystem bezüglich der Gesamtarbeitsverträge», ergänzt Julmy. «Sie belegt, welchem Gesamtarbeitsvertrag das Unternehmen unterstellt ist und ob und wann dieses Unternehmen in den letzten fünf Jahren kontrolliert worden ist.» Dieses System sei daher für sich genommen «kein adäquates Mittel, um gegen ­ die Schwarzarbeit vorzugehen, weil wesentliche Elemente ­fehlen.»

Staat definiert Kriterien

«Der Staat hat zwar nicht definiert, welches System das beste ist, wohl aber, welche Kriterien erfüllt sein müssen, um am öffentlichen Vergabewesen des Kantons teilnehmen zu können, und dass sich diese Kriterien nach den Kriterien der Carte Pro und der Cerbère-Karte richten, die es ermöglichen, die Schwarzarbeit zu bekämpfen», sagt Bürdel. Ein schwarzes Schaf auszuschliessen, wäre laut Julmy im Weiteren nicht Aufgabe des Freiburger Arbeitgeberverbands als Dachverband, sondern jene der einzelnen Berufsverbände. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang sowohl für Julmy als auch für Bürdel die Prävention. «Schwarzarbeit wird man nie komplett ausmerzen können», gesteht Bürdel zu diesem Thema ein. «Aber es ist immer eine Frage des Ausmasses, und ehrliche Unternehmen dürfen vor allem nicht schlechtergestellt werden.»

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