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Bei Gottéron klappte vieles nicht

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Bei Gottéron klappte vieles nicht

Die Freiburger verlieren das wichtige Heimspiel gegen Langnau mit 2:4

Schwarzes Wochenende für Got-téron. Nach der klaren Niederlage am Vorabend in Lugano verloren die Freiburger am Samstag auch das wichtige Heimspiel vor 5270 Fans gegen die SCL Tigers mit 2:4 Toren. Der Playoff-Strich rückt dadurch für die Drachen immer in weitere Ferne.

Von KURT MING

Gottéron-Trainer Jewgeni Popichin hatte schon vor der diesjährigen Saison einmal kleinlaut angekündigt, «wenn bei uns in einem Spiel nicht alles hundertprozentig klappt, können wir kaum gewinnen». Wie recht er damit doch hatte. Gegen Langnau klappte bei Gottéron wenig bis nichts. Auf der einen Seite kam sicher die Müdigkeit aus dem Vorabendspiel in Lugano dazu, andrerseits lief gegen die viel aggressiveren SCL Tigers praktisch nichts zusammen. Schon nach 53 Sekunden beim Stande von 0:1 und drei glasklaren Torchancen der Tigers musste der Russe sein Time-out einziehen. Knapp zwei Stunden später stampfte er dann zusammen mit Direktor von Mentlen nach der bitteren 2:4-Niederlage, beide mit hochroten Köpfen, Richtung Trainerbüro. Spätestens seit dieser wegweisenden Niederlage scheint beim HC Freiburg zwischen der Klubleitung und der Trainergilde dicke Luft zu herrschen. Und ob man auch dieses Mal mit einer Aussprache wieder zu neuen Ufern findet, ist doch zumindest fraglich.

Popichins Abwehrstrategie
gab zu reden

In zwei Meisterschaftsspielen hat Freiburg nun gegen Langnau knapp ein Dutzend Tore (11) einkassiert, das sagt eigentlich schon alles über die momentane Leistungsstärke der beiden Hintermannschaften aus. Allein Goalie Mona, der das Hüterduell gegen seinen ehemaligen Klubkollegen Pauli Jaks verlor, dafür verantwortlich zu machen, wäre ein bisschen einfach. Trotz drei ausländischen Verteidigern – in Langnau spielte noch Lintner, am Samstag erstmals zu Hause Paul Martin (0:0 Bilanz) – bringt der HCF einfach keine defensive Stabilität ins Spiel. Kommt noch dazu, dass sich die Chefetage immer wieder unglaubliche Schnitzer leistet. Beim wichtigen 1:2 lief der starke Tim Connolly an Birbaum vorbei, als sei die Nummer 61 eine Skislalomstange. Aber offenbar lässt man lieber diesen in der NLA völlig überforderten Back spielen, als den viel talentierteren und körperlich klar besseren Haldimann, der am Samstag beim Farmteam in Chaux-de-Fonds auflaufen musste. Bis zur Schlägerei zwischen Gerber und Steiner (40. Minute) liess Popichin übrigens trotz zwei ausländischen Verteidigern mit vier Backpaaren agieren, dies ist selbst bei Weltklasseteams wegen des damit fehlenden
Rhythmus verpönt. So gesehen haben die Saanestädter und ihr Trainergespann diese beiden Duelle gegen den Strichkonkurrenten Langnau vorab in der Abwehr verloren.

Thibaut Monnet: Das schnelle Führungstor war Gold wert

Man habe eigentlich ein Freiburg mit einer starken Startoffensive erwartet, sagte der strahlende Ex-Gottéronspieler Thibaut Monnet nach dem Spiel vor der Freiburger Kabine. Vom sonst üblichen Startfurioso der im schwarzen Dress spielenden Freiburger war allerdings nichts zu sehen. Im Gegenteil, im ersten Teil dieses Käsederbys bestimmte eigentlich der Gast aus dem Emmental den Match. «Das frühe 1:0 hat uns die Aufgabe sicherlich erleichtert», gab Monnet offen zu. Und trotz der zweimaligen Ausgleichstreffer durch Montandon und Karlberg mussten die Berner nie einem Rückstand nachrennen. Zudem stelle der Sieger an diesem Abend in der Offensive klar die grösseren Trümpfe. Nebst dem guten Duo Shantz/Connolly kommen Spieler wie Steiner, Monnet und Burkhalter zur Freude des krankheitshalber fehlenden Coachs Jim Kolleff immer besser in Fahrt. Und das wohl matchentscheidende 3:2 schoss mit Patrick Sutter ein Schweizer Verteidiger, der ja schon mit Zug und Lugano grosse Erfolge feiern konnte. Beim Verlierer ging eigentlich nur Gefahr vom ersten Block aus. Seit man in der NLA jedoch mit vier Söldnern spielen darf, reicht dies nicht mehr zu Punkten.

Langnau mit besserem Powerplay

Das entscheidende Plus hatte Langnau jedoch im Überzahlspiel. Die beiden Siegestreffer zum verdienten 2:4-Erfolg schoss der SCL im Powerplay. Auf der anderen Seite konnte der HCF keine der fünf Strafen der Berner ausnützen. Und in relativ engen Spielen werden in der Schweiz immer noch fast 80 Prozent der Spiele in diesen «Special Moments» entschieden. Hier wartet auf Trainer Popichin und seine Mannschaft auch im Hinblick auf ein mögliches Playout noch viel Arbeit. Weil Freiburg am Dienstag spielfrei ist, bietet sich laut Natistürmer Valentin Wirz nun in den Trainings Gelegenheit, eine bessere Abstimmung im defensiven und offensiven Spiel zu finden. Allzu viel Zeit haben von Mentlen und Popichin nicht mehr, will das sportliche Führungsduo des HCF die Playoff-Felle nicht schon vor Weihnachten wegschwimmen sehen.
Neue Matchuhr
im St. Leonhard

Seit Samstag hat das St. Leonhard seine neue moderne Matchuhr, wo die Zuschauer die heissen Szenen am TV nochmals ansehen können. Dank eigenen Sponsoren konnte dieser neue Kegel mit relativ bescheidenden finanziellen Mitteln (knapp 180 000 Franken) installiert werden. Die noch bestehenden Mängel (fehlender Totomat) sollen bis zum nächsten Heimspiel am kommenden Freitag gegen Servette bereit sein. Jetzt fehlen im St. Leonhard für die Presse eigentlich nur noch landesübliche Arbeitsplätze, wo man vom Arbeitsplatz weggehen kann, ohne dem Kollegen nebenan die Jacke zu beschmutzen. Aber auch hier ist Informationschef Peter Mager mit der Stadt offenbar am Verhandeln. mi
Gottéron – Langnau 2:4 (1:2, 1:1, 0:1)

St. Leonhard. – 5270 Zuschauer. – SR: Bertolotti, Simmen/Sommer.
Freiburg/Gottéron: Mona; Rhodin, Berger; Marquis, Martin; Gerber, Studer; Birbaum; Hentunen, Karlberg, Plüss; Vauclair, Montandon, Howald; Schneider, Wirz, Sprunger; Berthoud, Schümperli, Sassi.
Langnau: Jaks; Heward, Astley; Stettler, Sutter; Aegerter, Schirjajew; Steiner, Shantz, Murovic; Lachmatow, Burkhalter, Meier; Tiilikainen, Connolly, Monnet; Grogg, Bastl, Fröhlicher; Ançai.
Tore: 1. (0:16) Murovic (Astley, Shantz) 0:1. 4. Montandon (Vauclair) 1:1. 11. Connolly (Astley) 1:2. 28. Karlberg (Hentunen) 2:2. 39. Sutter (Steiner, Monnet/Ausschluss Vauclair) 2:3. 43. Connolly (Schirjajew/Ausschluss Rhodin) 2:4.
Strafen: 6-mal 2 plus 5 Minuten (Gerber) plus Spieldauer (Gerber) gegen Gottéron, 5-mal 2 plus 5 Minuten (Steiner) plus Spieldauer (Steiner) gegen Langnau.
Bemerkungen: Gottéron ohne Lintner (verletzt), Langnau ohne Tschanz (verletzt) und DiMaio (überzähliger Ausländer). 1. (0:53) Time-out Gottéron. Trauerminute vor dem Spiel für den verstorbenen Mann von HCF-Physiotherapeutin Judith Pürro. Gottéron zwischen 55:30 bis 57:13 mit sechs Feldspielern ohne Goalie. Torhüter-Statistik: Mona hält 38 von 42 Schüssen, Jaks 31 von 33 . Wahl zu den besten Spielern: Hentunen, Connolly.

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