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Bei Janis Moser ist das Glas stets halb voll

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Der Berner Verteidiger Janis Moser gehört bei den Arizona Coyotes trotz seiner erst 23 Jahre zu den Leistungsträgern. Seine enorme Entwicklung ist auch auf die positive Einstellung zurückzuführen.

Es gibt Menschen, bei denen ist das Glas stets halb voll, bei anderen ist es immer halb leer. Moser gehört definitiv zur ersten Sorte. Im Juli 2021 wurde er von den Arizona Coyotes als Nummer 60 gedraftet, knapp fünf Monate später, am 15. Dezember, debütierte er im Team aus der Wüste in der besten Eishockey-Liga der Welt.

Keine Eishockey-Tradition und kein Erfolg

Die Coyotes passen nicht in die glamouröse NHL. 1972 als Winnipeg Jets gegründet, erfolgte 1996 der Umzug nach Phoenix, in eine Region ohne Eishockey-Tradition. Bis 2014 hiess die Mannschaft Phoenix Coyotes, seither hat sie den heutigen Namen. Der aktuelle Wert des Teams wird mit 675 Millionen Dollar beziffert, was dem mit Abstand tiefsten Wert der Liga entspricht. Die Columbus Blue Jackets, Vorletzte in dieser Liste, kommen auf 880 Millionen Dollar. Die Nummer 1 sind die Toronto Maple Leafs mit 2,65 Milliarden Dollar.

Die Coyotes generieren nicht nur mehrheitlich Verluste, sie sind auch grösstenteils erfolglos. In den letzten elf Saisons erreichten sie nur einmal die Playoffs (2019/20). Insgesamt qualifizierten sie sich seit dem Umzug 1996 neunmal für die entscheidende Meisterschaftsphase, achtmal bedeuteten die Achtelfinals Endstation. Die Ausnahme bildet 2012, als der Sprung in die Halbfinals gelang.

Viel Eiszeit

Aber eben, bei Moser ist das Glas halb voll. «Logisch wäre es cooler, mehr Partien zu gewinnen», sagt der 23-jährige Verteidiger im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Für seine Entwicklung sei es hier jedoch ideal, «ich kann viel spielen». In drei der letzten vier Partien kam Moser mehr als 23 Minuten zum Einsatz, er wird sowohl im Power- als auch im Boxplay eingesetzt. «Das Ziel zu setzen, eine gewisse Leistungskultur aufzubauen, kann ebenfalls extrem spannend sein», so Moser.

Seit der vergangenen Saison absolviert Arizona die Heimspiele nicht mehr in einem der NHL würdigen Stadion, sondern in der Mehrzweckarena der Arizona State University mit einer Kapazität von 4600 Zuschauern. Der Grund dafür ist, dass mit der alten Stätte kein neuer Nutzungsvertrag abgeschlossen werden konnte. Moser sieht auch diesbezüglich das Positive: «Logisch ist es nicht das, was du erwartest, wenn du in der NHL spielst. Allerdings spürst du die Fans viel mehr als im alten Stadion (mit jeweils vielen leeren Plätzen). Von daher macht es mehr Spass.» Er schätzt auch das warme Klima in Arizona – und dass es kaum regnet.

Die Pause verbringt Moser jeweils in der Schweiz. Er bildet unter anderen mit Nico und Luca Hischier eine Trainingsgruppe. Auf dem Eis holte er sich beim EHC Biel den letzten Schliff für die Saison. Bei den Seeländern debütierte er am 26. Januar 2018 im Alter von 17 Jahren in der National League. Es war der Anfang eines steilen Aufstiegs. 2019 bestritt er seine erste von inzwischen vier Weltmeisterschaften, in der letzten Saison in der Schweiz (2021/22) führte er Biel als Captain an.

Nahe am Idealgewicht

Das kommt nicht von ungefähr. Moser ist äusserst wissbegierig, stellt Fragen, die andere nicht stellen. Zudem kann er das Spiel vorzüglich lesen. Das grösste Potenzial sieht er nach wie vor im Kraftbereich, obwohl er – auch dank einem Ernährungsberater – schon einiges an Muskelmasse zugelegt hat. Mit 85 kg bei einer Grösse von 1,85 m ist er nur noch wenig von den 87, 88 kg entfernt, die er als Idealgewicht bezeichnet. Die grössere Masse hilft ihm insbesondere beim Wegarbeiten der Gegner vor dem eigenen Gehäuse.

Als Erholung verbringt Moser gerne Zeit auf dem Wasser. Deshalb hat er im Sommer 2022 den Bootsführerschein gemacht und sich heuer ein kleines Boot gekauft. «Dort mit ein paar Freunden Zeit zu geniessen, gibt mir viel Energie. Ein schöner Sonnenuntergang macht das Ganze dann perfekt», sagt Moser, der sehr gläubig ist und vor den Spielen jeweils betet.

Noch heute unerklärlich

Im diesjährigen WM-Viertelfinal gegen Deutschland (1:3) wurde das Gebet allerdings nicht erhört. Diese Niederlage ist für ihn heute noch unerklärlich. «Vom Gefühl her waren wir zuvor nahe an der Perfektion. Es muss ein mentales Problem gewesen sein.»

Moser wird immer wieder mit seinem Vorbild Roman Josi verglichen – auch, weil er das gleiche Profil hat und sich ebenfalls sehr elegant auf dem Eis bewegt. Wie auch immer stimmt seine Entwicklung. Moser dürfte in der NHL noch für Furore sorgen – auch weil das Glas bei ihm stets halb voll ist.

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