Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Bei schlechtem Wetter ins Museum – bei gutem Wetter in die Berge

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: irmgard Lehmann

Unterwegs sein, die Welt wahrnehmen, sie immer wieder mit anderen Augen sehen: Das macht Anita Spicher nicht erst, seit sie pensioniert ist. Die ehemalige Lehrerin für textiles Gestalten ist unglaublich gern unterwegs. Als Reisende, als Wandernde. Sie marschiert allein, mit Bekannten, reist in Gruppen.

Kontakte in alle Welt

Die Alleinlebende hat viele interessante Menschen kennengelernt und langjährige Freundschaften geknüpft. Kürzlich hat sie Kanadier beherbergt, ein paar Tage später Franzosen. Reisende, die sie auf ihren unzähligen Reisen getroffen hat: «Ich schätze den Kontakt mit Menschen aus anderen Ländern», sagt Anita Spicher.

40 Jahre in der Schule

Die 64 Jährige ist frühzeitig in Pension gegangen. 39 Jahre hat sie im Vollpensum unterrichtet. Zuerst in Bösingen, später an der deutschen Sekundarschule in Freiburg. «Ich habe mich sehr gefreut, mehr Zeit zu haben.» Die Zeit, die hat sie jetzt. Doch heisst das nicht, dass sie am Morgen liegen bleibt, bis die Sonne ins Bett scheint. Um 6.45 Uhr ist Tagwache wie eh und je. Rituale sind längst eingespielt: das tägliche Zeitunglesen, das wöchentliche Kiesertraining.

«Man muss am Vorabend immer wissen, wie man den kommenden Tag gestaltet», hat der ehemalige Syndic von Düdingen, Max Jeckelmann, stets gesagt. An diese Devise hält sich auch Anita Spicher. Sie informiert sich über die Wetterentwicklung, erstellt grobe Wochenprogramme und erkundigt sich bei Gleichgesinnten.

Mit dem Leben zufrieden

Mit Pro Senectute ist sie bei den sommerlichen Bergtouren mit dabei, bei Schneeschuhtouren im Winter. Im Frühling begegnet man ihr mit dem Pflanzenbuch in der Hand. «Solange ich neugierig bin, funktioniert mein Gehirn. Wenn ich mich für nichts mehr interessiere, dann beginnt was Schlimmes», schrieb der alternde Johannes Mario Simmel (der in Zug lebte und im Januar 84-jährig verstorben ist). Anita Spicher denkt wohl gleich. Sie ist mit ihrem Leben zufrieden. Hat nie geklagt, obwohl sie dazu allen Grund gehabt hätte. War sie doch ernsthaft krank.

Kunst und Altersheim

«Ich bin jetzt vier Jahre pensioniert und habe mich noch keinen Tag gelangweilt», betont sie. Kein Wunder. Die Senslerin ist nämlich auch an Kunst interessiert. Und davon bietet ja die Welt eine ganze Menge: Die Kunst als Schlechtwettervariante – die Berge bei Sonnentagen.

Doch die ehemalige Lehrerin gibt sich nicht nur dem Solotrip hin, sondern kümmert sich auch um ihre pflegebedürftige Mutter. Sie besucht sie jede Woche im Altersheim.

Sie kann auch alleine sein, sich dem Nichtstun hingeben. In ihrer Wohnung gelingt das am besten. Anita Spicher lebt in luftiger Höhe, im vierten Stock eines Mehrfamilienhauses (Schönberg) mit einer umwerfenden Sicht auf die Kathedrale, die Stadt und den Moléson. Sein, Denken und Geschehenlassen stellen sich dort von alleine ein.

Mehr zum Thema