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Beim Auftritt singen, spielen und ja nicht in den Orchestergraben fallen

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Autor: Irmgard Lehmann

Wer Mozarts Oper gesehen hat, weiss, dass die Sängerinnen und Sänger einiges mehr beherrschen müssen als die reine Gesangskunst. Sportliche Fitness ist gefragt. Gilt es doch während den dreieinhalb Stunden einige Hürden zu nehmen, sich über Sockel und Balustraden zu schwingen, über Treppen zu hüpfen. Und das nicht etwa im Trainingsanzug, sondern im schweren Brokatkleid und Absatzschuh. «Da müssen wir schon arg aufpassen, um nicht im Orchestergraben zu landen», meint der Solist René Perler zu seinen Sprüngen in der Oper «La finta giardiniera». Und dabei wird – ob der Künstler sitzt, liegt oder steht – auch noch der volle, saubere Ton erwartet.

Erholung im Schnee

Die Anforderungen verlangen von den sieben Opernsolisten ein hohes Mass an Konzentration. Und von denen hat sich René Perler nach den ersten Vorstellungen ausgiebig im bündnerischen Vals erholt. Jetzt sei er gerade den Hang hinuntergeflitzt, sagt er ins Handy. Wie – was? Ob er sich denn rasende Abfahrten leisten könne – zumal noch einige Opernaufführungen anstehen? «Mit dem Schlitten natürlich – Skifahren ist verboten.»

Der Kopf ist niemals leer

Doch völlig abschalten darf und kann der Künstler auch in den Bündner Bergen nicht. «Immer wieder kommen mir Rezitativ-Abschnitte in den Sinn», sagt der Bassbariton. Auf der Bühne einen «Aussetzer», ein sogenanntes Blackout zu haben, ist nun mal die grosse Angst eines jeden Künstlers. Klar amtiere die Cembalistin auch als Souffleuse, doch eben nur im Notfall, sagt der Sänger.

Und darum heisst die Order: Memorisieren und nochmals memorisieren. «Es gibt nie zwei gleiche Aufführungen», meint der Opernsolist. Gerade dieses Ungewisse mag die Motivation sein, fast zwei Monate (so lange wurde intensiv geprobt) mit Begeisterung und Hingabe die gleichen Texte und gleichen Töne mit Leben zu füllen.

Der Bassbariton René Perler spielt seinen Part mit unglaublicher Hingabe. Die Rolle des Nardo (Diener und Gärtner) scheint ihm auf den Leib geschrieben. Und dabei hat sich der Sensler auf die Ausschreibungen hin gar nicht erst gemeldet. Perler: «Mir schien der Part des Nardo zu hoch für meine Stimmlage.»

Doch Alexander Emery, Direktor der Oper Freiburg, hat ihn persönlich angerufen und so ist der Sensler zu seiner ersten Opernrolle gekommen. Eine erste kleine Rolle hatte Perler vor zehn Jahren in Mozarts «Le Nozze di Figaro» und eine weitere 1999 in Nicolais «Die lustigen Weiber von Windsor».

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