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Beim Smur dominiert das Französische

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Rund um die Freiburger Notfall- und Rettungsdienste hatten die beiden Grossräte Susanne Schwander (FDP, Kerzers) und Nicolas Bürgisser (FDP, Giffers) in einem Begehren an den Staatsrat zahlreiche Missstände angeprangert. Probleme gebe es bei der Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure, hielten die beiden fest. So unterschätzten bei der Notaufnahme die HFR-Ärzte die Kompetenzen der Rettungssanitäter und würden diese nicht als gleichwertige Partner anerkennen. Auch auf dem Notfallplatz gebe es oft Spannungen zwischen den Ärzten des Mobilen Dienstes für Notfallmedizin und Reanimation (Smur) und den Rettungsteams der Ambulanzen. Schliesslich sei die mangelnde Zweisprachigkeit oft ein Problem, bei den Smur-Notfallärzten wie auch bei den Mitarbeitern der Notrufzentrale 144, kritisierten die beiden Grossräte (die FN berichteten).

Beispiele nicht belegt

Bürgisser und Schwander erwähnten in ihrem Begehren mehrere Beispiele aus Deutsch­freiburg, bei denen Patienten zu lange auf den Smur warten mussten und deswegen entweder die Rega alarmierten oder sich selber auf den Weg ins Spital machten. Sie schrieben zudem, dass der Smur viel weniger Einsätze leiste als ursprünglich erwartet und dass Deutschfreiburg nur auf zehn Prozent der Einsätze komme.

In seiner Antwort teilt der Staatsrat die von den beiden Grossräten angesprochenen Sorgen mehrheitlich nicht. Die erwähnten Beispiele könnten nicht nachgeprüft werden, da konkrete Angaben dazu fehlten. Bei der kantonalen Aufsichtskommission sei noch nie eine Beschwerde gegen den Smur eingegangen, so der Staatsrat. «Es ist immer heikel, aufgrund von anekdotischen Einzelfällen allgemeingültige Rückschlüsse auf das Funk­tio­nie­ren eines Systems zu ziehen», heisst es in der Antwort.

Smur-Dienste auf Französisch

Der Staatsrat erwarte von allen Beteiligten wie der Zentrale 144, den Ambulanzdiensten, dem Smur, den ärztlichen Notfalldiensten und den First Respondern, dass diese im Inte­resse der Patienten eng zusammenarbeiteten.

Zur Notfallzentrale 144 schreibt der Staatsrat, dass deren Mitarbeiter zu einem gros­sen Teil eine medizinische Ausbildung hätten. Bezüglich der Sprachkompetenzen hätten 92 Prozent des Personals der Zentrale genügend gute Kenntnisse in beiden Sprachen, um ihre Aufgaben einwandfrei zu erledigen. Stets sei ein deutschsprachiger Disponent im Dienst, um bei Bedarf übernehmen zu können.

Bei den Notfallärzten sei es aufgrund des allgemeinen Ärztemangels schwierig, zwei­sprachige Ärzte zu rekrutieren, heisst es in der Antwort weiter. Alle Smur-Ärzte seien franzö­sischer Muttersprache, aber die Hälfte des Teams erreiche in Deutsch das Sprachniveau B1. «Ausserdem ist Zweisprachigkeit keine Ein­bahn­stras­se», schreibt der Staatsrat. «So kann man von den deutschsprachigen Rettungssanitätern durchaus erwarten, dass sie ausreichend Französisch können, um professionell mit dem Team des Smur zusammenzuarbeiten.»

Evaluation verschoben

Wie der Staatsrat schreibt, sei die Evaluation des Smur um ein Jahr verschoben worden. Sie solle nun 2019 erfolgen.

Die im Begehren angesprochene Kommission für sanitätsdienstliche Notmassnahmen sei 2001 geschaffen, ihr Mandat aber 2007 nicht mehr erneuert worden, da es nicht gelungen sei, Mitglieder und den Präsidenten zu ersetzen. Die Gesundheitsdirektion prüfe nun, diese Kommission zu reaktivieren.

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Zum Begriff

Smur ist seit 2015 im Einsatz

Beim Smur handelt es sich um einen mobilen Dienst für Notfallmedizin und Reanimation: Seit 2015 rücken bei sehr schweren und komplexen Ereignissen ein Notarzt und ein Rettungssanitäter mit einem Fahrzeug aus, das mit Reanimationsmaterial und den nötigen Medikamenten ausgestattet ist. Das Smur-­Team arbeitet mit der Rettungssanität vor Ort zusammen. Es kommt im ganzen Kanton zum Einsatz und begleitet auch Transporte von schwer verletzten oder schwer kranken Patienten zwischen Spitälern.

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