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Beim Unterhalt der Strassen besteht erheblicher Nachholbedarf

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Autor: walter buchs

Freiburg In einer Anfrage an den Staatsrat machte FDP-Grossrat Jean-Daniel Wicht aus Givisiez auf eine Zürcher Studie aufmerksam, wonach in mehreren Kantonen, darunter Freiburg, mehr als 15 Prozent der Strassenoberfläche «sich in einem schlechten oder kritischen Zustand befinden». Die Zahlen zeigten, dass im Kanton Freiburg besonders grosse Bedenken bei den Gemeindestrassen angebracht sind.

Die Gemeinden würden acht Mal weniger in den Unterhalt ihres Strassennetzes investieren als der Kanton. Auch wenn die Anforderungen an die Kantonsstrassen grösser seien als an die Gemeindestrassen, lasse dieser Befund doch aufhorchen, so Wicht. In der Antwort auf die Anfrage erinnert der Staatsrat an einen Bericht auf ein Postulat vom Oktober 2009. Damals habe er aufgrund des Befunds der Zürcher Studie Folgendes geschrieben: «Auf der Grundlage dieser Zahlen und der Beobachtungen vor Ort muss die aktuelle Situation als äusserst besorgniserregend bezeichnet werden.» Die Regierung sei sich bewusst, dass die heutige Generation den Unterhalt der Infrastrukturen sicherstellen muss, sonst müsse die künftige Generation die Zeche bezahlen.

Wiederbeschaffungswert

Wie der Staatsrat weiter sagt, wird der Wiederbeschaffungswert des 642 km langen Kantonsstrassennetzes auf 2,4 Milliarden Franken geschätzt. Laut der Studie seien 1,8 bis 2,6 Prozent des Wiederbeschaffungswertes als jährliche Investition in den Substanzerhalt notwendig. Auf den Kanton Freiburg bezogen gebe dies jährlich einen Investitionsaufwand von 43,2 bis 62,4 Millionen Franken. Die Regierung habe schon im vergangenen Jahr einen Finanzbedarf von 34 Millionen Franken pro Jahr angegeben, davon 14 Millionen Franken für den Unterhalt der Kantonsstrassen und 20 Millionen Franken für Abschreibungen von erstellten Werken.

2009 hatte der Kanton 15,75 Millionen Franken für den Strassenunterhalt bereitgestellt und im laufenden Jahr dürften es gar 16,35 Millionen Franken sein. Darin sind die Beträge, die über das Impulsprogramm laufen, inbegriffen. In den früheren Jahren waren es deutlich weniger. Das Tiefbauamt ist gegenwärtig daran, den Zustand der Kantonsstrassen zu erheben. Auf dieser Grundlage werde dann eine Prioritätenliste für die Sanierung erstellt.

Aus der Antwort an Grossrat Wicht geht schliesslich hervor, dass sich der Staat nicht in den Aufgabenbereich der Gemeinden einmischen will. Wenn diese eine Veranstaltung zum Thema «Unterhalt der öffentlichen Strassen» durchführen wollten, könnten sie sich jederzeit an die zuständige Direktion wenden.

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