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Bello kostet 346 Franken

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Das Kaufhaus blinkt angestrengt in allen Farben. Hässlich, aber Hauptsache modern. Im Laden wimmelt es von Waren und Kaufsüchtigen. In der Abteilung der Plüschtiere bleibe ich stehen. «Stell dich nicht so an. Die anderen Kinder heulen auch nicht», meint die Mutter zum Kind. Beide kauen Kaugummis. Weihnachten fällt mir ein, die in meiner Kindheit gar keine waren, weil meine Mutter mit der Kirche und dem Glauben nichts zu tun haben wollte und also auch keine festlichen Feiertage akzeptierte.

Ein übergrosser Hund schaut mich mit seinen sanften Knopfaugen an. «Bello, mein Lieber.» Ich greife rücksichtlos mit beiden Händen in sein flauschiges Fell und lass das arme Tier nicht mehr los. Sogar an der Kasse halte ich mit geballter Faust an einer Pfote fest. Er hat keinen Platz auf dem Verkaufstresen. 346 Franken. Ich bezahle mit der anderen Hand und der Kreditkarte. Ein lächerlicher Preis. Liebe lässt sich kaufen. Das geht ganz leicht. Und die Schulden begleiten uns ins neue Jahr. Sie bleiben uns treu, wenigstens das müssen wir ihnen lassen.

Die Pfoten um meine Hüften, meine Arme um seinen Bauch, der Kopf über meine Schulter laufen wir gemeinsam durch die Gasse zum Bahnhof. Er schenkt mir mehr Nähe, als ich in all den letzten Monaten von irgendwem erhalten habe. Die Gestalten drehen sich um und schauen uns nach. Bello gefällt der ganzen Stadt. Im Bus setze ich mich auf einen freien Platz neben eine alte Dame, den Hund auf dem Schoss. «Darf ich auch mal?» Ich schiebe ihn auf ihre Knie. «Da wird sich das Kind freuen», sie lacht begeistert und schmatzt. Ich nicke nur. Ein Kind gibt es nicht, und nicht alles Schöne muss verschenkt werden.

Frohe Festtage.

Liebe lässt sich kaufen. Das geht ganz leicht. Und die Schulden begleiten uns ins neue Jahr.

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