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Bemühungen zahlten sich noch nicht aus

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: walter buchs

Punkto Prämienanstieg liegt der Kanton Freiburg im Mittelfeld. Sind Sie als Gesundheitsdirektorin zufrieden?

Auch wenn der Anstieg bei den jungen Erwachsenen und den Kindern unterdurchschnittlich ausfällt, bin ich sehr enttäuscht. Es handelt sich um einen folgenschweren Prämienanstieg, den die Versicherten, insbesondere die Familien, im Portemonnaie sehr stark zu spüren bekommen.

Dabei möchte ich betonen, dass die Gesundheitskosten im vergangenen Jahr im Kanton real um 5,3 Prozent angestiegen sind. Der durchschnittliche Prämienanstieg von 9,2 Prozent im Kanton ist somit keineswegs auf übermässige Beanspruchung der Pflegeleistungen durch die Versicherten zurückzuführen.

Welches sind denn die Hauptgründe für den starken Prämienanstieg?

Der starke Anstieg ist auf das Zusammentreffen zweier Faktoren zurückzuführen: Einerseits haben die Versicherer in den vergangenen Jahren die Kosten unterbewertet und die vom Bundesamt für Gesundheit (BAG) genehmigten Prämien lagen zu tief.

Andererseits schmolzen die Reserven der Kassen infolge der Finanzkrise zusammen. Dies brachte sie in eine heikle finanzielle Lage. So entstand ein Nachholbedarf. Für die Anlagepolitik der Kassen müssen in Zukunft Vorschriften erlassen werden, um solche Auswirkungen auf die Versicherten zu vermeiden.

Was tut der Kanton, um die Kostenentwicklung trotzdem zu bremsen?

Wir wollen das «case management» weiter fördern, was positive Auswirkungen zur Folge haben wird. In die gleiche Richtung geht die Aufwertung der Hausärzte. Auch im Bereich des Medikamenteneinsatzes werden die Bemühungen verstärkt, um die Kosten zu drücken.

Schliesslich hoffen wir, dass nach der Erledigung der letzten Rekurse das Spitalnetz voll umgesetzt werden kann. Aus all diesen Anstrengungen erhoffen wir uns positive Auswirkungen.

Und auf der Ebene der Versicherten?

Wir leben in einer Gesellschaft, in der die Angebote im Gesundheitswesen rege benutzt werden. Es ist uns ein Anliegen, dass die Versicherten sich ihrer Verantwortung bewusst sind und die Angebote mit Bedacht nutzen. Auch im Zusammenhang mit einem allfälligen Wechsel ihrer Krankenkasse raten wir, die eigene Situation zuerst zu analysieren, um sich dann bewusst entscheiden zu können (siehe nebenstehenden Bericht).

Schliesslich möchte ich noch ergänzen, dass der Staatsrat im Hinblick auf einen Prämienanstieg den Betrag für Prämienverbilligungen im Budget 2010 erhöht hat. Dieser dürfte somit von 131 Mio. Fr. im laufenden Jahr auf 143 Mio. Fr. im Jahr 2010 ansteigen.

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