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Bergbahnen Charmey haben Schwierigkeiten mit der Liquidität

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Die Bergbahnen von Charmey stecken in einem Liquiditätsengpass. Bei der nächsten Gemeindeversammlung vom 1. Oktober beantragt der Gemeinderat deshalb einen Zusatzkredit von 200 000 Franken für das Unternehmen–die Gemeinde ist Minderheitsaktionärin bei der Charmey Bergbahnen AG. Wie der Syndic von Charmey Félix Grossrieder erklärt, sollen mit dem Zusatzkredit Zahlungsunterbrüche in naher Zukunft vermieden werden. Das erste Ziel sei, die Saläre der Angestellten fristgemäss zu bezahlen. Ausserdem seien mehrere Lieferanten seit einigen Monaten nicht mehr bezahlt worden. Laut Grossrieder verfügt das Unternehmen nicht mehr über die Mittel, um die Zeit zwischen Sommer- und Wintersaison zu überbrücken. Der Präsident der Charmey Bergbahnen AG, Jean-Pierre Thürler, konnte den Liquiditätsbedarf gestern nicht beziffern, erklärte aber, es bestehe kein Grund zur Panik. Es sei nie zur Diskussion gestanden, die Bilanz zu deponieren. Das Unternehmen leide noch immer unter den Verlusten der Saison 2010/11 (rund 600 000 Franken Anm. d. Red.) und Verlusten aus früheren Perioden.

Erst vor einem Jahr ist der neue Sessellift Vounetz, der acht Millionen kostete, in Betrieb genommen worden. Geologische Schwierigkeiten beim Bau führten dabei zu Mehrkosten von 1,8 Millionen Franken. Die Gemeinde Charmey hat den Bergbahnen finanziell bereits mehrfach unter die Arme gegriffen: Bereits im April 2011 sowie Ende 2011 musste die Gemeinde je 100 000 Franken in den Kompensationsfonds des Unternehmens einzahlen–einen Fonds, den die Gemeinde schon regulär jährlich mit 250 000 Franken speist. Der Gemeinderat hat deshalb im Juni eine Analyse der Finanzen der Charmey Bergbahnen AG bei einer externen Stelle in Auftrag gegeben. Der Beauftragte, Daniel Fischer, hat mehrere Bergbahnen, auch in Österreich, beraten. Sein Bericht soll 2013 vorliegen. Darauf muss laut Grossrieder eine öffentliche Debatte über die Zukunft der Anlagen lanciert werden. Involviert bei der Finanzierung der neuen Bahnanlage ist auch der Kanton. Und für Grossrieder steht fest, dass auch dieser sich in Zukunft an den Betriebskosten beteiligen soll.  bearbeitet von hw/FN

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