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Berghaus kann erweitert werden

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«Wir treffen heute wichtige Entscheide für die Zukunft», sagte Felix Bürdel, Verwaltungsratspräsident der Kaisereggbahnen Schwarzsee AG, einleitend an der Generalversammlung vom Samstag in Schwarzsee. 150 Aktionärinnen und Aktionäre waren anwesend. In der Tat enthielt die Traktandenliste zwei Abstimmungsvorlagen, die direkt miteinander zusammenhingen: ein grosses Bauprojekt und dessen Finanzierung. Das Bahnunternehmen will das 1995 erbaute Berghaus auf der Riggisalp, eine zentrale Schaltstelle für den Sommer- und den Winterbetrieb, vergrössern und die Basisinfrastruktur erneuern. Gemäss Architekt und Verwaltungsratsmitglied Beat Baeriswyl soll das Gebäude in Richtung Norden um sechs Meter erweitert werden. Geplant ist unter anderem ein neuer Saal mit Panoramasicht für 40 bis 50 Personen. Zugleich wird die Selbstbedienungszone angepasst, und es entsteht mehr Platz für die Küche.

Einstimmiges Ja

Die Kosten belaufen sich auf 1,7 Millionen Franken. Im Finanzplan ist vorgesehen, dass die bisherigen Umsätze von durchschnittlich bis zu 600 000 Franken um 200 000 Franken erhöht werden, so dass auch das Betriebsergebnis um rund 30 000 Franken höher ausfällt. Der Tourismusförderungsfonds des Kantons Freiburg gewährt einen Zinskostenbeitrag von 39 000 Franken. Die Generalversammlung hat das Projekt nach Klärung einiger Detailfragen einstimmig genehmigt.

Die Aktionäre haben auch dem Ansinnen zugestimmt, das Aktienkapital in einem Zeitraum von zwei Jahren um maximal 500 000 Franken auf höchstens 5,33 Millionen Franken zu erhöhen, indem 5000 Inhaberaktien zu 100 Franken ausgestellt werden. Auch dieses Vorgehen für die Finanzierung des Berghaus-Projekts sowie die damit verbundene Statutenänderung wurden genehmigt. Die Bauarbeiten sollen baldmöglichst aufgenommen werden und bis zu Beginn der Wintersaison beendet sein; eine provisorische Baubewilligung liegt bereits vor.

Schwieriger Winter

Zum zweiten Mal in Folge hat die Kaisereggbahnen Schwarzsee AG ein schwieriges Geschäftsjahr hinter sich. Der hohe Cash­flow der Vorjahre von über 900 000 Franken konnte nicht mehr erreicht werden, er liegt heuer bei 810 000 Franken. Wie andere Voralpengebiete und sogar höher gelegene Skigebiete hatte Schwarzsee mit einem späten Winterbeginn und zu wenig Schnee zu kämpfen. Wegen der Trockenheit und der mit dem Kanton vereinbarten Mindestabflussmenge vom See in die Warme Sense konnte die Beschneiung erst später als geplant erfolgen. 83 Tage lief der Winterbetrieb, elf weniger als im Vorjahr. Aus dem Personenverkehr wurden 1,463 Millionen Franken erzielt, rund 19 000 Franken weniger als in der Vorsaison. Die Bergbahnen Schwarzsee machen mit bei der Aktion «Magic Pass», einem Verbund von 25 Skistationen aus den Kantonen Waadt, Neuenburg, Jura und Freiburg. Bereits haben über 60 000 Personen den Pass gekauft, 9000 aus dem Kanton Freiburg. Die Aktion habe gegenüber dem Vorjahr eine markante Steigerung von über 50 Prozent der Saisonabonnemente aller Stationen ausgelöst, sagte der Verwaltungsratspräsident im ­Jahresbericht.

Wie Felix Bürdel ausführte, entwickeln sich die Einnahmen aus dem Sommerbetrieb mit 144 Betriebstagen positiv. Sie betrugen 446 000 Franken, 14 000 Franken mehr als im Vorjahr. Die Bahngesellschaft schliesst das Betriebsjahr nach Abschreibungen von 808 000 Franken mit einem Jahresgewinn von insgesamt 2052 ­Franken.

An der Generalversammlung wurde zudem Kuno Philipona, Ammann von Düdingen, neu in den Verwaltungsrat ­gewählt.

Diskussion

Geschäftsführerwechsel gab zu reden

Der neue Geschäftsführer der Kaisereggbahnen, Matthias Jungo, stellte sich am Samstag kurz vor. Er ist seit dem 1. Juni der Nachfolger von Erich Brülhart, der das Amt über sieben Jahre innehatte – und dessen Weggang zum Diskussionsthema an der Generalversammlung wurde. Bei der Genehmigung der Traktandenliste und beim Jahresbericht kritisierten die Aktionäre Moritz Boschung und Peter Gauch die fehlende Information zur Betriebsanalyse und die mangelnde Transparenz über die Gründe, warum sich das Unternehmen von Erich Brülhart getrennt hat.

Verwaltungsratspräsident Felix Bürdel erklärte, dass das Unternehmen gemäss Analyse vor vielen Herausforderungen stehe und dass Kosten und Einsparungen in Zukunft noch viel stärker ins Zentrum rückten. Der Verwaltungsrat sei zuständig für die Anstellung des Geschäftsführers, habe alle Vor- und Nachteile abgewägt und habe dann mit bestem Wissen und Gewissen einstimmig entschieden. Das Unternehmen anerkenne die Leistungen von Erich Brülhart und habe eine faire Lösung gefunden, so Felix Bürdel. Peter Gauch wies darauf hin, dass dieses Vorgehen keine gute Werbung für ein Unternehmen sei, das in den letzten Jahren immer wieder Geld für Projekte sammelte. Ein anderer Aktionär, Otto Zbinden, rief dann dazu auf, dem Verwaltungsrat das Vertrauen auszusprechen, was mit Applaus quittiert wurde.

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