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Berghilfe unterstützt Ersthelfer

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Der 23-jährige Joél Rumo hat vor rund einem Jahr ein zweites Leben geschenkt bekommen: Wegen seines angeborenen Herzfehlers – von dem er damals noch nichts wusste – erlitt er während einer Zivilschutzübung in Plasselb einen Herzstillstand. Die Kollegen reagierten schnell, indem einer mit einer Herzmassage begann, der andere den Notruf 144 alarmierte. Die Notfallzentrale bot zeitgleich die Ambulanz als auch die Notfallhelfer des Vereins First Responder Sense (siehe Kasten) auf. Der First Responder Markus Stempfel aus Plaffeien erhielt auf seinem Smartphone die Nachricht, ergriff sofort seinen Nothelferrucksack mit Defibrillator und fuhr mit dem Roller zur Unfallstelle. Innert fünf Minuten war er vor Ort. Er stellte den Herzstillstand von Rumo fest. Mit dem Defibrillator reanimierte der Notfallhelfer das stillstehende Herz – zwei Stromstösse waren nötig, und der junge Mann war wieder unter den Lebenden. Die Ambulanz brachte ihn ins Spital, wo er mehrere Tage im Koma lag. Er wachte aber wieder auf und lebt heute mit einem Herzschrittmacher.

«Nur weil die Rettungskette so gut funktioniert hat, ist Joél Rumo heute am Leben», schreibt die Schweizer Berg­hilfe in ihrer Medienmitteilung. Dieses Ereignis hat die Stiftung dazu bewegt, den Auf- und Ausbau von First-Responder-Gruppen in Berggebieten zu unterstützen.

Hohe Kosten für Ausrüstung

In Berggebieten braucht die Ambulanz länger, bis sie an einen Unfallort gelangt. First Res­ponder sind schneller vor Ort, um Erste Hilfe zu leisten. Ersthelfer mit einer Zusatzausbildung – First Responder Plus – haben zudem stets einen Rucksack mit Defibrillator und Sauerstoff bei sich. Doch ist die Ausrüstung teuer: Ein Rucksack kostet rund 5000 Franken. Deswegen will die Schweizer Berghilfe Notfallhelfern in Berggebieten unter die Arme greifen. Bereits bei der Gründung der First Responder Plus im Sensebezirk, im Oberwallis und im Bündner Albulatal hat die Stiftung die Vereine bei der Materialbeschaffung finanziell unterstützt. Sie will aber nun weitere Hilfe leisten, damit sich das Netzwerk an Ersthelfern in Berggebieten erweitert: In einem vereinfachten Verfahren kann eine Gruppe aus zwei First Respondern Plus ein Gesuch stellen, damit die Stiftung prüfen kann, ob sie die Hälfte der Kosten für die Ausrüstung übernimmt, wie Mediensprecher Kilian Gasser auf Anfrage sagt. Um dies zu ermöglichen, sei die Schweizer Berghilfe eine neue Partnerschaft mit dem Interverband für Rettungswesen und dem Schweizerischen Samariterbund eingegangen. Grös­seren Vereinen könnten sogar bei der Stiftung anfragen, ob sie die gesamten Kosten übernimmt, sagt Gasser. «Wir prüfen dies von Fall zu Fall.» Im Sense-Oberland ist nun der Fall eingetroffen, dass die Schweizer Berghilfe für die komplette Ausrüstung aufkommt, wie Markus Kolly, Co-Präsident des Vereins First Responder Sense, den FN erzählt. «Wir haben kürzlich zehn neue First Responder Plus ausgebildet. Die Stiftung hat uns die Kosten für die komplette Ausrüstung gutgesprochen.» Der Verein habe sich riesig darüber gefreut, da er ansonsten wenig finanzielle Unterstützung von anderen Institutionen erhalte.

Das Ziel sei, immer mehr Leute für diese Aufgabe zu gewinnen, sagt Kolly. Im Fall von Joél Rumo hat es bereits geklappt: Phil Cotting war dabei, als der Notfallhelfer seinem Kollegen das Leben rettete. Seit zwei Wochen ist er nun auch ein First Responder Plus.

Mehr Infos unter: www.fr-plus.ch

Information

Zeit gewinnen und Leben retten

First Responder sind Ersthelfer: Bei einem Notfall wird neben der Ambulanz auch gleichzeitig das Netzwerk der First Responder alarmiert, um Erste Hilfe zu leisten. Die Idee dahinter: Zeit gewinnen und Leben retten. Denn bei einem Herz- oder Atemstillstand tickt die Uhr: Mit jeder Minute, die verstreicht, ohne dass jemand Hilfe leistet, sinken die Überlebenschancen um zehn Prozent. Mit der Unterstützung der Ambulanz Sense ist 2014 der Verein First Responder Sense nach Jauner Vorbild ins Leben gerufen worden. Die Ambulanz Sense unterstützt die First Responder bei der Ausbildung, der Weiterbildung und der Organisation. Seit Anfang 2017 läuft ein kantonales Projekt, das zum Ziel hat, ein Netzwerk von First Respondern aufzubauen.

jp

 

 

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