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Bergkranzfest zurück an den Schwarzsee

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Stahlblauer Himmel, eine herbstliche Bergkulisse und ein See, in dem sich das Sonnenlicht spiegelt: Die Bedingungen für das Treffen am Dienstagnachmittag in Schwarzsee hätten besser nicht sein können. Zumindest für Er­ich Mauron vom Organisationskomitee des Bergkranzfestes Schwarzsee, für Paul Vogel vom Eidgenössischen Schwingerverband und für Otto Lötscher, Ammann von Plaffeien. Sie waren mit Vertretern des Kantons verabredet und wollten von ihnen das Einverständnis, das nächste Bergkranzfest wieder direkt am See beim Campus Schwarzsee durchführen zu können. Bei schönem Wetter war es für sie wohl einfacher, den Chef des Amtes für Bevölkerungsschutz und Militär Jean Denis Chavaillaz und Didier Page, den stellvertretenden Generalsekretär der Sicherheits- und Justizdirektion, von der Einmaligkeit der Kulisse am See zu überzeugen. Denn die Kulisse ist ausschlaggebend für den Status des Schwingfestes.

«Bei einem Bergfest muss die Kulisse stimmen. Innerhalb dieser Campus-Mauern, das ginge gar nicht.»

Paul Vogel

Obmann Eidgenössischer Schwingerverband

 

Platz soeben neu gemacht

Bis anhin hatte sich der Kanton nie klar zur Zukunft des Schwarzsee-Schwinget geäus­sert. Stattdessen regte er etwa an, den Wettkampf nach drei Jahren auf der Pferdesportanlage in Plaffeien (siehe Kasten) im Innenhof des Campus durchzuführen. Denn der neue Naturrasenplatz des Sport- und Freizeitzentrums, der diesen Sommer erstellt wurde und der dem Kanton gehört, soll durch das Schwingfest nicht etwa Schaden nehmen (die FN berichteten).

Ein Probelauf

Nun haben die Beteiligten eine Vereinbarung getroffen: Der Schwarzsee-Schwinget kann 2018 wieder an seinem ursprünglichen Platz direkt am See ausgetragen werden. Nach diesem «Probelauf» wird Bilanz gezogen und analysiert, ob der Naturrasenplatz darunter gelitten hat. «Der Platz dient ja auch den Schulen und Vereinen. Sie müssen ihn nutzen können», erklärt Jean Denis Chavaillaz. Der Aufbau der Schwingarena müsse deshalb mit so wenig schweren Maschinen wie nur möglich vonstattengehen. Damit das Organisationskomitee dies bewerkstelligen könne, werde der Kanton die Kräfte des Zivilschutzes zur Verfügung stellen, so Chavaillaz. Dies sei bei Anlässen von kantonaler Bedeutung möglich. Das OK des Bergkranzfestes habe bereits ein Gesuch gestellt. Helfe der Zivilschutz beim Aufbau der Schwingarena mit, falle dieser entsprechend kürzer aus. Statt wie bisher an zwei Wochenenden werde der Platz nur noch an einem Wochenende von den Schwingern besetzt. «Wir bauen das Gelände am Mittwoch und Donnerstag auf und räumen es am Montag wieder ab», erklärt Jean Denis Chavaillaz.

Hier findet 2018 das Schwarzsee-Schwinget statt.

Auch der Schwingclub Sense und der Schwingclub Freiburg, die das Schwing- und Älp­lerfest Schwarzsee gemeinsam organisieren, werden ihre Mitglieder mobilisieren, wie OK-Präsident Erich Mauron sagt. Der Platz werde zu dessen Schutz mit Spezialplatten abgedeckt.

Er sei erleichtert über den Ausgang des Treffens, so Mauron. Denn hätte der Kanton sein Einverständnis nicht gegeben und das Schwingfest hätte im Innenhof des Campus durchgeführt werden müssen, hätte der Eidgenössische Schwingerverband (ESV) dem Fest wohl den Status eines Bergkranzfestes entzogen. ESV-Obmann Paul Vogel, der am Dienstag ebenfalls vor Ort war, wählt klare Worte: «Bei einem Bergfest muss die Kulisse stimmen. Innerhalb dieser Campus-Mauern, das ginge gar nicht.» Dem Schwingerverband sei es deshalb ein grosses Anliegen gewesen, dass das Schwingfest weiterhin am See stattfinden könne und der ESV der Region das Bergkranzfest nicht entziehen müsse. Es gäbe zig gute Beispiele für Schwingfeste, die auf Rasen stattfinden, ohne dass dieser dabei Schaden nehme, so Paul Vogel.

1000 Sitzplätze Differenz

Die Diskussionen hätten nicht lange gedauert, der Kanton habe sich sehr offen gezeigt, erklärt der Plaffeier Syndic Otto Lötscher. Er ist ebenfalls sehr froh über den Ausgang der Gespräche. «Für mich ist der Platz am See der einzig mögliche Standort. Es gibt keine Alternative.» Das Schwingfest habe auch für den Tourismus eine grosse Bedeutung.

Am See kann eine Tribüne mit 3500 Sitzplätzen und rund 1000 Stehplätzen aufgebaut werden. Im Innenhof des Campus wären nur rund 2500 Sitzplätze möglich gewesen. Auch der Dimensionen wegen hat sich Erich Mauron für den See-Standort starkgemacht: Weil das Schwingfest seit 2015 in Plaffeien stattfand, erwartet er am 24. Juni 2018 einen noch grösseren Ansturm als sonst.

Zahlen und Fakten

Schwingfest hat eine 80-jährige Tradition

Der Schwarzsee-Schwinget hat eine 80-jährige Tradition. Urheber und Gründer der Erstausgabe von 1937 ist der verstorbene Louis Bulliard aus Freiburg, eidgenössisches Ehrenmitglied der Schwingerfamilie. Das Schwingfest fand während 77 Jahren jeweils am See bei der ehemaligen Militärkaserne in Schwarzsee statt. Der Umzug auf die Pferdesportanlage in Plaffeien im Jahr 2015 wurde nötig, weil die Kaserne zum heutigen Campus umgebaut wurde. Da Bergkranzfeste wie jenes in Schwarzsee gemäss den Vorgaben des Eidgenössischen Schwingerverbandes (ESV) einer bestimmten Bergkulisse und einer Standort-Tradition bedürfen, hatte der ESV Anfang Sommer 2017 mit einem Brief beim Freiburger Staatsrat interveniert. In seinem Schreiben zeigte der Schwingerverband dem Staatsrat auf, dass das Schwarzsee-Schwinget von der Liste der sechs Schweizer Bergkranzfeste gestrichen werden könnte, sollte es weiterhin in Plaffeien durch­geführt werden. Die anderen Standorte für Bergkranzfeste sind der Brünig, der Stoos, der Weissenstein, die Schwägalp sowie Rigi Staffel.

ak

 

 

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