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Bericht bestätigt Todesursache

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Nachdem in den letzten Wochen in der Saane unterhalb des Elektrizitätswerks Ölberg unzählige tote Lauben gefunden wurden, scheint sich die Situation mittlerweile normalisiert zu haben (die FN berichteten). Gestern nun ist der Abschlussbericht der vom Amt für Wald, Wild und Fischerei (WaldA) in Auftrag gegebenen Untersuchung erschienen.

Stress und Ersticken

Der Abschlussbericht der Untersuchung durch das Tierspital Bern bestätigt, dass Stress und Ersticken die Todesursache der Fische war. Wie die Direktion der Institutionen, der Land- und Forstwirtschaft und Groupe E in einer gemeinsamen Medienmitteilung schreiben, wurde damit die nach Bekanntwerden des Laubensterbens formulierte Arbeitshypothese bestätigt.

Keine Schuld von Groupe E

Laut Jean-Daniel Wicky, Fischereiverwalter beim WaldA trifft Groupe E keine Schuld. «Sie hat die im Rahmen der Konzession festgelegten Regeln eingehalten. Das Sterben der Lauben ist auf eine Verkettung ungünstiger Umstände zurückzuführen.» Der Wasserstand war so tief, dass auf der Kiesbank bei der Bernbrücke wenig Strömung herrschte und somit ein günstiges Umfeld für das Laichen der Lauben entstand. Als dann der Wasserstand sank, blieben die Fische auf dem Trockenen.

Wicky erklärte, dass er über die Population des Fisches zwischen dem Schiffenensee und dem Perollessee keine Angaben machen könne. «Die Untersuchungen dazu fehlen.» Auch über die Auswirkungen der zur Laichzeit verendeten Lauben auf die Gesamtpopulation, konnte Wicky daher keine genauen Angaben machen.

Zwei mögliche Massnahmen

Klar sei, dass eine erneute Tragödie in der nächsten Laichperiode verhindert werden soll. Ab nächster Woche will das WaldA zusammen mit der Groupe E nach dauerhaften Lösungen suchen, damit sich eine solche Situation nicht wiederholt. «Die Schwall-und Sunkproblematik sowie bauliche Massnahmen an der Kiesbank werden wir auf die nächsten Laichperioden hin anschauen müssen», so Wicky.

Chronologie

Bis zu 18 000 Tiere sind verendet

In den letzten zwei Wochen kam es in der Saane zu einem Massensterben der Lauben. Die ersten 40 toten Fische wurden am Dienstag, 23. Mai, aufgesammelt. Zwei Tage später wurden bereits 1400 tote Tiere entdeckt. Vier Tage danach, am 29. Mai, sammelten drei Wildhüter und Fischereiaufseher des Kantons über 3500 tote Lauben ein. Am Montag, 30. Mai, verendeten schliesslich ca. 12 000 Lauben auf einer Kiesbank in der Saane. Insgesamt wurden so bis zu 18 000 verendete Lauben gezählt.

chr

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